Freitag, 30. April 2010

Mauer des Wissens

Vor ein paar Tage hielt ich mal wieder einen Vortrag für Menschen aus dem Umfeld der Anthroposophie. Auf der einen Seite beglückte es mich erneut, wie direkt es in dieser Umgebung möglich ist, die Dinge anzusprechen, die uns tief in unserer Seele berühren. So viele großartige Menschen! Andererseits sah ich wieder, was der Schatten der Anthroposophie ist.

Da war dieser Mann. Er erzählte eindrucksvoll von einem Erlebnis, welches ihn emotional geschockt hatte. Er stand tatsächlich vor einem inneren Abgrund.

Während er von dieser Erfahrung sprach, konnte ich wahrnehmen, wie er auf seinen eigenen Abgrund zuging. Schritt für Schritt ging er in die schmerzvolle Schwärze seiner eigenen Abgründigkeit.

Sein Gang in die vermeintliche Dunkelheit hatte etwas wunderschönes – denn aus erwachter Perspektive ging er direkt ins Licht. Ein paar Schritte durch die Dunkelheit fehlten noch...aber dann passierte es.

Der Mann stieg aus dieser tiefen Erfahrung aus und wählte den Notausgang. Ein Notausgang in den erneuten Dämmerszustand des Bewusstseins.

Und das ging so: Anstatt weiter in den Schmerz zu gehen, anstatt weiter auf den eigenen Abgrund zuzugehen und anstatt noch intensiver in die Illusion seines Selbstbildes einzutauchen - um es von innen zu sprengen - trat er die Flucht an. Die Flucht in die Interpretation, das Wissen, die Deutung und die Projektion.

Die Flucht in die „geistige Welt“.

Plötzlich wurde aus seiner eignen Erfahrung ein fremdes „geistiges Wesen, welches sich „aufopfert“ hat. Aus der Grundlosigkeit seines Schmerzes, formte sich ein mythisches Erklärungsmuster. Der Abgrund wurde mit Zitaten aufgefüllt. Und anstatt in das unbegreifliche Geheimnis hineinzusterben und im höchsten Zustand des Nicht-Wissens zu erwachen, schlief dieser Mann wieder ein. In seinem Wissen-Kissen.

Das vermeintliche Wissen um alle möglichen „geistigen Wesen und Welten“ lässt viele Anthroposophen (und natürlich auch andere Anhänger von Weltanschauungen) im Vorhof wirklicher geistiger Erfahrungen stehen.
...
Denn erst „wenn nicht mehr Zahlen und Figuren sind Schlüssel aller Kreaturen... dann fliegt vor Einem geheimen Wort, das ganze verkehrte Wesen fort.“ (Novalis)

Aus erwachter Perspektive ist so eine Flucht in das sichere Wissen-Kissen ein betrüblicher Anblick - anstatt tiefer in die Erfahrung zu sinken, beginnen die Menschen Geschichten über diese Erfahrung zu erzählen. Im Modus des StoryTelling fühlen wir uns wieder sicher.
....
Andererseits kann es natürlich sein, dass in jedem Menschen eine gesunde Mauer vor dem wirklichen Erwachen gebaut ist (Steiner nennt das den „Hüter der Schwelle“).

Denn Erwachen ist nicht weniger als ein gewaltiger, geistiger Zusammenbruch. Erwachen ist der Großvater aller Zusammenbrüche.

Die Mauer des Wissens ist voller bunter Bilder – doch solange wir noch etwas „wissen wollen“, solange wir noch etwas „begreifen wollen“, solange wir noch „sehen und verstehen“ wollen, solange sind wir noch im Modus der getrennten Persönlichkeit: Hier das Subjekt, welches etwas „begreifen“ will und dort das Objekt welches zu „begreifen“ ist. Doch Hinter der Mauer existieren diese Kategorien nicht mehr.

Es ist ein kosmischer Witz, dass das vermeintliche „Wissen von der geistigen Welt“, die Mauer vor dieser Welt darstellt.

Es ist ein kosmischer Witz, dass die immer wiederholte Nennung des sog. „Mysteriums von Golgatha“ gerade dieses Mysterium verhindert. Und zwar dort, wo es hingehört: Im eigenen Herzen.

Ich bin sicher, dass jeder Mensch seine Zeit hat und sein Tempo. Sein Weg und seine Tür. Insofern ist das alles auch kein Drama. Eher ein kosmischer Witz. Irgendwie kann ich trotzdem nicht darüber lachen.

Kommentare:

Frank Meyer hat gesagt…

Es gibt Dinge, die sind einfach nicht mehr wahr, sobald man Worte für sie findet. Wissen schützt vor Erfahrung. Nicht umsonst hat Albert Einstein davon gewarnt, dass Belesenheit ab einem gewissen Grad nur zur Verdummung beiträgt.

MonikaMaria hat gesagt…

Danke Frank
und auch Dir Sebastian.

Es ist jenseits jeglicher Worte und jedes Wort ist ein Wort zu viel und jedes Wort wird zum einem Paradoxon.

Nicht umsonst wird die Dornenkrone aufs Haupt aufgesetzt.
Auf Golgotha, der Schädelstätte, werden Hände und Füße genagelt und das Ätherherz «durchstoßen».

Ist Euch schon aufgefallen, dass die Herzwunde bei Jesus nie auf der linken Seite ist?

Das Herz am rechten Fleck haben ...

manroe hat gesagt…

Ich würd´sogar sagen, das ist DAS Thema überhaupt für alle diejenigen, die in der Meditation einen Sinn erblicken, denn diese Kombination ist schon wichtig. "Wer dies nicht kennt auf dieser Erde, der bleibt ein Tropf, selbst wenn er glaubt, er werde."

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Danke Sebastian, dass du nicht darüber lachen kannst.

MonikaMaria hat gesagt…

Hmm ....

DARÜBER lachen hat wohl mit der Perspektive zu tun. Aber ehrlich, wenn ich mittendrin bin, lacht es manchmal ganz von selbst und manchmal weiß ich es nicht einmal. :-)))

Marcel B. hat gesagt…
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JANET hat gesagt…

Hübsch gereimt Manfred.. ;o)

Marcel B. hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Marcel B. hat gesagt…

Liebe Leute,

merkt ihr gar nichts?

Herr Gronbach behauptet nicht weniger, als aus einer "Erwachten" Perspektive auf andere Menschen herabzublicken. Mehr noch gibt er mit dem Hinweis auf den "Hüter der Schwelle" Auskunft über seine Selbstwahrnehmung, er sei eben bekannt mit diesem seinen Hüter der Schwelle, wie Rudolf Steiner ihn beschreibt, was nichts anderes bedeutet, als dass er von sich behauptet, er wäre Erleuchtet im Sinne Rudolf Steiners, was aber bedeutet, dass er auch wirklich über die Schwelle gehen darf und Einblicke in die Wirklichkeiten hat, die hinter der materiellen Welt liegen, wovon er jedoch offenbar nichts mitzuteilen weiß.

Dass Ihr das Einwandfrei so hinnehmt, lässt mich vermuten, dass ihr euren lehrer Steiner nichteimal gelesen habt.

Der Herr Gronbach, bedauert es hier ausdrücklich, dass Anthroposophen nicht über die Schwelle (oder durch die Tür) gehen, und bezeichnet das als Schatten der Anthroposophie.

Wer Rudolf Steiners Ausführungen über den Hüter der Schwelle wirklich verinnerlicht hat, dem kann es nicht entgangen sein, dass dieser Schwellenübergang, oder das Bewusst werden des Schwellenüberganges gravierende Folgen für den Betreffenden hat. Bis hinein in seine Körperlichkeit. Steiner legt größten Wert darauf, dass man sich entsprechend vorbereitet auf diesen Augenblick, und schildert ausführlich die verhängnisvollen Irrwege, die dadurch beschritten werden, dass man zu früh und unvorbereitet dahin gelangt. Rudolf Steiner blickt mit allergrößter Liebe und Verständnis auf die Menschen, und ihren individuellen Weg zur Schwelle. Er weist den Weg und mahnt zugleich zu dem rechten Ernst in diesen Dingen. Das ernsthafteste Streben und die demütigste Geduld nur führen den schmalen Pfad.

Herr Gronbach hingegen sieht betrübt auf Noch-Nicht-Erwachte, wähnt sie im Schatten und bezeichnet sogar die Anthroposophie als Hindernis zum Erwachen. Er sieht es wohl als seine Mission an, andere auf seine Bewusstseinsstufe zu ziehen, möchte wohl ermuntern Abkürzungen zu gehen. Im letzten Satz zieht er relativierend seinen Kopf aus der Schlinge, wenn er zugibt dass jeder seine Zeit braucht. Aber nur halb. Denn was ist das Gute zur falschen Zeit? Nichts anderes als das Böse. Das hat er hier offenbar nicht erkannt. Weit entfernt zeigt er sich hier für wirkliches Interesse an der Entwicklung seiner Mitmenschen. Seine billige Masche ist es, den Anthroposophen die Anthroposophie als kritikwürdig und schattenhaft darzustellen, womit er völlig im Einklang mit dem Info3geist steht. So scheut er sich ja auch nicht, pauschal alle Waldorflehrer als schablonenhafte Ewig gestrige abzustempeln, ohne wirklich praktische Vorschläge zur Verbesserung der Situation zu liefern, siehe vorletzten Artikel. Es ist zumindest eine sehr abgehobene Perspektive, sein "Erwachtsein".

Es ist zu hoffen, dass er einem schweren Irrtum unterliegt und dem Hüter der Schwelle noch nicht gegenüber stand. Ansonsten wäre er ein lebendes Beispiel dafür, wie eine Erleuchtung gründlich schief gehen kann. Es kommt schon sehr darauf an, wie und wo man erwacht. Willst Du erwachen weil Herr Gronbach sonst traurig wird? Oder willst Du freiwillig zur Freiheit erwachen?

Vielleicht aber erlebt er lediglich die Geburt seiner Bewusstseinsseele als "Erwachen", was biographisch in etwa hinkommen könnte. Dann allerdings beschreibt er mit der Entdeckung des Lichtes in ihm selbst nichts besonderes, und es fragt sich, weshalb er so ein Drama aus sich macht und sich so inszenieren muss...

Es bleibt spannend an den schattigen Ufern der Antroposophie!

JANET hat gesagt…

Ich finde ja das kosmisch und Komisch fast gleich klingen. Was will mir aber das Scharfe S sagen?

Avatar Devotee J. N. hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
MonikaMaria hat gesagt…

@Janet
Wenn jedes Wort zu viel ist, dann kannst auch die Buchstaben weglassen .... :-)))

JANET hat gesagt…

Oha rauchender Jesus...wieso muss man da zum Arzt?

JANET hat gesagt…

Also Monika..soll ich dir dann Gedanken schicken..ich weiss nich genau ob die Post da so zuverlässig ist... ;o)

MonikaMaria hat gesagt…

Kannst ja nichts sagen, dann passt´s bestimmt :-))

Werner (Thomas) hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Werner (Thomas) hat gesagt…

Herr Gronbach, Sie haben sich selbst bereits erfolgreich eingemauert.
(Dieses Thema hatten wir hier ja schon einmal)

Sie schreiben:
"Andererseits kann es natürlich sein, dass in jedem Menschen eine gesunde Mauer vor dem wirklichen Erwachen gebaut ist"

Kann das auch bei Ihnen "natürlich" sein?
("Natürlich" nicht! - Das ist "natürlich" nur so bei den Anderen. Stimmts?)


Und Sie schreiben:
"Die Flucht in die Interpretation, das Wissen, die Deutung und die Projektion."

- Das ist doch IHRE Welt.

Ihre von Ihnen selbst erschaffene Welt. An der Sie fleißig weiter bauen.

Sie schreiben:
"Die Flucht in die "geistige Welt"".
Die geistige Welt, die bei Ihnen ist: Das ALLEINS und sonst NICHTS.
Bei den Anderen erkennen Sie eine
Flucht in die "geistige Welt".
Dass Sie selbst es sind, der flieht, das erkennen Sie nicht.

Sie fliehen in dieses NICHTS. Mit geschlossenen Augen.

Betreiben Sie doch einmal ernsthaft Schattenarbeit.
Aber Sie leben ja so in der Dunkelheit, dass Sie dort gar keine eigenen Schatten erkennen können, an denen Sie arbeiten könnten.

UInd Sie denken, Sie stehen im Licht. Kein Wunder, dass Sie NICHTS erkennen.



Gibt es hier wirklich jemanden, der sagt:

Ja, Herr Gronbach ist Anthroposoph.
Ja, er steht hinter den Inhalten der Anthroposophie:

das da sind:
Menschliche eigenständige Individualität,
reale geistige Wesenheiten,
Hierarchien geistiger Wesenheiten; Weltenentwicklung und
Reinkarnation und
Karma, wie von Rudolf Steiner beschrieben;
die Überzeugung, dass die Aneignung des Wissens, des Studiums geisteswissenschaftlicher Wahrheiten, von Rudolf Steiner als wichtige Stufe und sicherer Weg zum eigenen Erkennen dieser Wahrheiten beschrieben wird;
Meditation, wie sie beschrieben ist in der Anthroposophie)

All das kann ich in Herrn Gronbachs Lehre nicht finden.

Wer kann zeigen, wo diese Dinge von Herrn Gronbach vertreten werden?

Oder, Herr Gronbach, können Sie es selbst tun?

Marcel B. hat gesagt…

Hallo Werner,
er knüpft durchaus an Rudolf Steiner an:

Steiner beschreibt Bewusstseinszustände wo die Fäden zwischen Denken Fühlen und Wollen durchtrennt sind. G. nennt das No Drama.

Steiner beschreibt Bewusstseinszustände wo die höheren Hierarchien das Schicksal nicht mehr führen. G. nennt das No Fate.

Steiner beschreibt Bewusstseinszustände wo man völlig auf sich gestellt wird und kein Anlass mehr gegeben wird, aus freien Stücken seine Schatten abarbeiten muss, um in sich die Christuskraft, das Heilsein freizulegen. G. nennt das Nondual.

Das sind Bewusstseinszustände die jenseits der Schwelle vorkommen und eigentlich mit Hellsichtigkeit verbunden sind.

Worin ich Dir aber zustimmen muss, ist, dass G. obwohl er sich als Steinerschüler tituliert die Lehren Steiners zumindest als problematisch für heutige Menschen hält. Blos lässt ER die Menschen im "Dunklen" stehen und liefert nicht das "Update". Er gibt vor, in diesen transzendenten Bewusstseinszuständen zu leben ohne etwas anderes wahrzunehmen als sich selbst!

Also ist das Bild das hier entsteht in sich nicht stichhaltig. Entweder ist er ein "Leuchtendes Vorbild" das es besser weiß als Steiner, dann fragt sich allerdings, warum er nichts Selbsterforschtes, Neues zu sagen hat über den Weg und das, wohin er führt.

Oder er ist nicht wirklich erleuchtet und seelisch krank ohne es zu merken: Er möchte gerne Spiritueller Lehrer sein, hat irgendwelche zusammengesuchten Vorstellungen darüber verinnerlicht und lebt in der Illusion, dass er diese Vorstellungen erlebt und auch noch vermitteln muss. Irgendwann kommen dann die Jungs in den weißen Kitteln und holen ihn heim...

Oder?

Irgenwie scheint mir das Erwachtsein jedenfalls nicht ganz überzeugend. Schon allein sich hinzustellen und herauszuposaunen. "Seht her ich bin Erwacht, erwacht doch endlich auch!" Kommt doch ziemlich befremdlich an, oder? Dass das niemand hier merkt, noch nichtmals Vorstandsanthroposophen ?

Rainer H hat gesagt…

Sehr schöner Artikel! Obwohl ich eigentlich kein Fan dieser Seite bin, halte ich Gronbachs Darstellung des vermeintlichen Anthro-"wissen von der geistigen Welt" für sehr gelungen.

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Ich finde, Sebastian hat von seinem Standpunkt aus, den Werner und Marcel ihm offensichtlich nicht zubilligen wollen, durchaus recht. Was er allerdings nicht erkennt oder nicht erkennen will, das ist die Tatsache, dass andere Leute andere Standpunkte haben können, also dass dasjenige, was für ihn eine Schwelle ist, die er überschritten hat, für andere eine Mauer sein kann, die sie gar nicht überschreiten KÖNNEN, selbst wenn sie wollten.
Ich zum Beispiel von meinem Standpunkt diesseits der Schwelle könnte niemals den Schritt "hinüber" tun. Weil ich aber auch weiß, warum ich das nicht kann, WIll ich es auch nicht.
Oder nochmal anders gesagt, es würde mich vernichten.
Und ich bin ja nicht blöd!

Was mir aber gefällt, richtig gut sogar, das sind die Unterhaltungen, die ich mit Sebastian von hüben nach drüben führen kann und die vielen Freuden der Gemeinschaft jenseits von Schwelle und Mauer.

Stefanie hat gesagt…

Ich weiß nicht, wie es sagen,
denn noch immer hab ich es nicht:
mein schweigsames Wort.

Juan Ramón Jiménez

JANET hat gesagt…

mmh...

Sieben Zwerge hat gesagt…

Schöner Artikel?Weiß nicht. Aber
Witzig und aberwitzig, nicht wahr?

"Es ist ein kosmischer Witz, dass die immer wiederholte Nennung des sog. „Mysteriums von Golgatha“ gerade dieses Mysterium verhindert. Und zwar dort, wo es hingehört: Im eigenen Herzen."

Wiederholt denn hier einer eine Begriffshülsen, Gelaubenssätze?
Ja, ABER
Der WITZ an der Sache ist: Mythen zu vernichten, das ist sehr kosmisch witzig, Oder? Das bringt Freude, das erregt die Gemüter, da gackern die Hühner Tagein-tagaus.Ha ha ha.

Fee hat gesagt…

Sebastian, ich wollte Ihnen mal sagen wie sehr ich Sie bewundere, wie Sie das alles aushalten, So viel Emotionen schwappen da hoch, und Sie bleiben einfach nur cool und erhaben, und machen kein Drama draus. Erweckung tut halt manchmal weh, so ist das nun mal. Das ist nämlich echt mal männlich und überstrahlt so vieles. Weil sie gar nicht mit dem aufgebrachten Mob kämpfen, sonder nur mit ihren eigenen Schatten - wow, von der Sorte gibts nicht viele, muss ich leider mal sagen. Und vielen helfen Sie dadurch letztendlich weiter ganz bestimmt, einfach nur weil Sie so sind wie Sie sind.

manroe hat gesagt…

Die Menschen gehen ins Leben hinein mit mehr oder weniger geöffneten Sinnen, geleitet, getrieben, verführt durch die "Energie", Motivation, die, von ihnen aus "geschaut", hineinfliessen in ihre Sinne, durch ihre Sinne hindurch nach dort draussen, dem Garten ihrer Befriedigung, weil sie von dort aus einsammeln, wessen sie bedürfen. Sie sammeln ein, sie grasen, selbst wenn sie heraussetzen, tun, verwirklichen, weil dann das Echo ihrer Taten zurückschallt in ihren Ursprungsort und dort ihr Lied ertönen lassen - und ihr Schöpfer hört dann zu. Von Innen nach Aussen, von Aussen nach Innen.

Und all dies will erlebt sein, gedeutet, erkannt, befruchtend für ein Voranschreiten. Komprimiert und zusammengepackt nennt er es Wissen, seine Frucht des Ganzen, das Gegenstück zu den Ursprungsimpulsen in ihm, um dessentwillen er "motiviert" ist, mit Energien "spielt" und sammelt. "Dreht er sich um", seelisch-geistig in sich selbst, blickt er einerseits in sein Karma, seinen Auftraggeber und könnte dann auch bemerken, mit wem sein Karma eigentlich spricht. Durch ein solches Gespräch trennten sich dann seine karmischen "Pflichten" von dem, was wir Freiheit nennen. Und um diesen "Zwischenraum" geht es mir im Hinblick auf unser Thema hier, dem Wissen, bzw. dem Umgang damit.

Es ist für mich zwar nicht der "Schatten der Anthroposophie", Sebastian, sondern ein oder der generelle Schatten, bzw. die Wirkung dieses typischen Schattens, in dem wir uns bewegen, der überall und durch alles wirkt. Zum einen ist er "hausgegeben" und "hausgemacht" und mündet in der Frage, zu der man vordringen muss, WIE gehen wir um mit dem Wissen, WER geht damit um und WARUM. WAS ist Wissen überhaupt!?! Ist es eine Nahrung oder ein persönlicher Schatz, den es zu horten gilt? Wenn es eine Nahrung ist, dann muss sie eingespeist werden in den geistigen "Kreislauf", weil sie andernfalls wie bei einem Feinschmecker zur Verstopfung führt und mich selbst erblindet.

Versuchte man es so anzuschauen, entstünde ein "Fenster", durch das ein neues Licht in mich scheint und meine Schöpfung und die der Anderen in ein neues Licht taucht, das neue "Worte" formt. Sichtbarer macht was mich umgibt und was ich tue und mich anders anspricht, mit den daraus sich ergebenden Möglichkeiten einer Klärung im wahrsten Sinne dessen, in dem ich mich zur Zeit befinde und aufhalte.

Der Umgang mit dem Wissen, vom Sammler zum Durchlichter. Der Umgang machts.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Ich sehe neben der

Mauer des Wissens

ein

Loch des Nicht-Wissens.

Und da ist Herr Gronbach hineingestolpert und ich sehe ihn fallen und fallen und fallen ...

... in sein von ihm selbst gechaffenes Alleins, in sein NICHTSALSALLEINS.

und ist noch nicht unten angekommen.

MonikaMaria hat gesagt…

DAS
funkt
ioniert
ein
Wand
frei.



Die sieben «unaussprechlichen» oder «unsagbaren» Geheimnisse:

1. Das Geheimnis des Abgrunds
2. Das Geheimnis der Zahl
3. Das Geheimnis der Alchemie
4. Das Geheimnis der Geburt und des Todes
5. Das Geheimnis des Bösen
6. Das Geheimnis des Wortes, des Logos
7. Das Geheimnis der Gottseligkeit


Rudolf Steiner, GA 94

manroe hat gesagt…

We wird Wissen verdaut, damit es einen nicht verbaut. - ?

manroe hat gesagt…

Wissen ist Macht, Geld aber auch. Und umgegangen wird zuallermeist damit auf ähnliche Art, wie mit einem Instrument, einem Presslufthammer zur Erreichung egoistischer Ziele. Es fehlt den Menschen, nehme ich mal "Instrument" als Metapher, eine verstärkt musikalische Erziehung. Deren "Klänge" dann würden seine "Schichten" anders durchdringen und in entsprechende Schwingungen versetzen.

Von der Linie zur Kurve. Die Schwingung machts.

Schnurzpiep hat gesagt…

Herzlich en Glückwunsch!

100 Jahre mussten vergehen, bis ihr Anthros endlich mal aufwacht und realisiert, dass euer Führer, euch auch nur eine perfekte Show geliefert hat. Jetzt müssen sich die Abwickler eurer Sekte noch als Reformer ausgeben, ja Aufwachen tut weh, morgen werdet ihr ihnen dankbar sein. Er hatte vielleicht eine blühendere Fantasie als andere Gurus, war der perfekte Entertainer mit Allround-Talent, aber auch euer Wolkenkukuksheim zerfällt in Nichts, und bald könnt ihr wirklich fer lachen über diesen treppenwitz der Geschichte. Ihr seid nicht die einzigen, die irgendwann mal wieder auf den Boden der Realität geworfen wurden. Weiter so!

(P.S. Vielleicht könnt ihr eure Zentrale ja an Scientology verkaufen, die brauchen noch eine Weile glaub ich)

Friedhelm

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Hey, das wird ja immer unglaublicher hier. Jetzt sind wir schon bei Scientology angelangt...
:(

Gibt es noch eine Steigerung des Absurden?

JANET hat gesagt…

"Schnurzpiep" gefällt mir..ich bin ein Huhn, ich pick mir nur die allerbesten Körner raus..höhö..der Rest wird links liegen gelassen...ist doch ganz einfach.

manroe hat gesagt…

Was passiert, wenn ein Schnurz auf seinen Piep hört?

MonikaMaria hat gesagt…

Dann ist es dem Vogel egal ...

JANET hat gesagt…

kosmische Frage Manfred! lass dich überraschen was du für Antworten erhälst, wenn du nicht mehr dran denkst.

manroe hat gesagt…

Woran soll ich nicht mehr denken, Janet?

JANET hat gesagt…

Denke jetzt nicht an einen blauen Elefant.

Ameli Zieseniß hat gesagt…

MonikaMaria,
was bist du am Munkeln und am Raunen?
"Unsagbare" Geheimnisse?
Es gibt keine unsagbaren Geheimnisse, nur Leute, die das gerne so hätten, weil ihre Macht darauf beruht, Dinge im Geheimen zu belassen.
Aber verstehste, das wollen wir nicht mehr.
Ich meine, wenn man sich deinen Blog anguckt, dann kriegt man ja auch zuviel von der ganzen Heimlichtuerei. Alles extrem bedeutungsvoll! In Wahrheit sagst du...NICHTS
Das Geheimnis der Zahl:
Jede Zahl hat eine eigene Farbe:
Die Eins ist schwarz,
die Zwei ist sehr hell, fast weiß,
die Drei ist grün,
die Vier ist rot,
die Fünf ist preussisch-blau,
die Sechs ist hellbraun,
die Sieben ist türkisfarben
die Acht ist dunkel-ultramarin-blau
die Neun ist dunkelbraun
die Zehn ist schwarz und weiß
Ob das wohl stimmt?
Jeder Buchstabe hat eine eigene Farbe:
A ist rot
B ist
Soll ich weitermachen?
Vielleicht noch die "Verarbeitung" der Goetheschen Farbenlehre in "digitale Lichtstrahlen", die den Leuten als göttliche Erscheinung verkauft werden?

Der Abgrund soll ein Geheimnis sein?
Der Abgrund - das ist ganz einfach - der Abgrund ist die Langeweile. Der Abyss der Langeweile. Kaum einer schafft es hindurch...
Zumindest von so Leuten, die ohne den ständigen Kick das Gefühl haben, sie wärn schon tot.

Das Geheimnis des Bösen?
das soll heute noch ein Geheimnis sein?
Das Böse verkleidet sich als das Heilige.........
Und so weiter.
Vielleicht fängst du einfach mal an zu leben.

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Schnurzpiep,
kleiner Irrtum, die Anthros sind nicht am Ende, sondern bei denen geht´s jetzt erst richtig los.

Marcel B. hat gesagt…
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Schwester hat gesagt…
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Schwester hat gesagt…
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Delilah's Mystery hat gesagt…

Jenseits
von richtig und falsch liegt ein Ort.
Dort treffen wir uns.

Fee hat gesagt…

Setze Dich einfach nur hin
Tue gar Nichts.
Ruhe dich nur aus.
Denn deine Trennung von Gott
ist die härteste Arbeit der Welt.

Schwester hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
manroe hat gesagt…

Und warum, Janet, in diesem Zusammenhang hier?

Delilah's Mystery hat gesagt…

"Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiss, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort, im selben Augenblick."
(Fjodor M. Dostojewski, russischer Schriftsteller, 1821-1881)

Barbara hat gesagt…

Schwadroniererei, Belanglosigkeiten, Geplänkel, Dummgeschwätz
Wissensschlachten, Machtkämpfe, Rechthabereien,
Geraune, Gemunkel, Gehabe, Heiligenschein, Phrasendrescherei,
Sarkasmus, Überheblichkeit, Ignoranz, Selbstverliebtheit, ewiges Kreisen um sich selbst und den eigenen Horizont,
und immer wieder Zitate, Zitate, Zitate, - wie Trumpfkarten auf den Tisch geknallt.
Ist es Zufall, dass viele Postings durch die Kommentare noch bestätigt werden?

Das ist so traurig und macht mich traurig. Keine Berührung möglich, keine Begegnung. Eingemummelt in den eigenen Kokon, die Mauer vor dem eigenen Herzen. Birgt das einen Erlösungsfunken, ist das notwendiger Schutz, Schonraum für Entwicklung? Ich weiß nicht. Wohl nur dann, wenn der Anker schon geworfen ist, über die Mauer hinweg, die Zielrichtung bestimmend. Wenn der Ausgangspunkt für Erkenntnis gesetzt ist, welcher Erkennen ermöglicht. Wiedererkennen, auch im Anderen. Begegnung, intuitives Erfassen, jenseits der Worte..

Avatar Devotee J. N. hat gesagt…
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manroe hat gesagt…

Hallo Barbara, ist Deine Liste von blogs, die Du "verfolgst" nicht ein wenig zu lang, um den ganzen Schwadronierereien entkommen zu können, die Du hier bemängelst? Oder ist es nur hier so schlimm? Oder meinst Du einfach nur all die allzu menschlichen Verhaltensweisen und Motive? Was könnte man tun? Direkter persönlich aufeinander zugehen vielleicht?