Sonntag, 2. Mai 2010

Integrieren oder krepieren

"Wenn man 10.000 Perspektiven hat, aber keinen Rahmen, in dem man sie gewichten kann, das heißt, wenn man a-perspektivisch verwirrt ist und nicht begründen kann, warum eine Perspektive relativ besser ist als eine andere, dann ist es zum Beispiel schwierig zu argumentieren, dass die Praxis der klitoralen Verstümmelung von jungen Mädchen verabscheuungswürdig ist, denn: „Wir dürfen uns kein Urteil über eine fremde Kultur anmaßen. Das ist politisch inkorrekt“. Tja.

Der rote Faden heißt Evolution"....von Dennis Wittrock.

Kommentare:

Werner (Thomas) hat gesagt…

"Der rote Faden heißt Evolution"

Und wer hat diesen Faden, diese Evolution, diese Entwicklung bisher zusammenhängend und zusammenpassend besser beschrieben als Rudolf Steiner?

Auch exoterisch und esoterisch zusammenhängend und zusammenpassend.

Wer?

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Am Sonntagvormittag so einen Beitrag vor die Nase geknallt zu bekommen, ist schon heftig. Vor allem, wenn man "nur" ein wenig schmökern gehen wollte, um sich dann dem Tageswerk zu widmen.

Um bei der "klitoralen Verstümmelung" kleiner Mädchen zu bleiben - die Aussage, dass wir uns kein Urteil über fremde Kulturen anmaßen können, ist insofern nicht korrekt, weil es wohl kaum noch Kulturen gibt, die uns wirklich absolut fremd sind.
Und bei einem so brutalen Eingriff in die körperliche Unversehrtheit eines Kindes brauche ich kein tieferes Kulturwissen mehr, dass ist sträflichste Körperverletzung im schlimmsten Maße.

Und dennoch - die Art von "Keuchheitswahn" kann nicht ohne Weiteres abgeschafft werden. So viele kluge und wirklich engagierte Menschen haben das schon versucht und festgestllt, es dauert mitunter Jahre, dahingehend Einsicht und Mitgefühl für die eigenen Kinder zu schaffen.

Wie kann hier das Knäuel des roten Fadens entwirrt werden, um schneller das Leiden zu beenden? Sollen wir alle mit unseren Kindern in den afrikanischen Busch ziehen (oder wo sonst auf der Welt Mädchen beschnitten werden), um den Menschen dort eine andere Art von Umgang mit den eigenen Kindern vorzuleben?

Ich sah mit die Dokumentation über die Beschneidung von kleinen Mädchen an, die vor geraumer Weile auf ARTE gezeigt wurde, in voller Länge, nebst allem, wirklich allem, was dort gezeigt wurde, auch den ganzen Kommentaren der Beteiligten - Stammesälteste, Beschneiderinnen, betroffene Frauen, Ärzte, Helfer, die dort tätig waren - einfach alles.

Ich sah, wie die jungen Mütter zusammenzucken, als ihren kleinen Töchtern so grauenvolle Schmerzen zugefügt wurden und die sie dennoch, ohne zu zögern, den Beschneiderinnen übergaben. ich hörte die Helfer darüber sprechen, wie schwer es war, so einen Stammesältesten (eine absolute, unantastbare Autorität) davon zu überzeugen, dass der Koran in dieser Hinsicht falsch ausgelegt wird.

Wenn es so einfach wäre, gäbe es nichts mehr zu tun und wir könnten uns alle entspannt zurücklehnen.
Aber ist ist nicht einfach, es ist der absolute Horror, wenn man sich da hineinbegibt. Man reift ungemein, aber man lässt auch alles da, was einem lieb und teuer ist - sein Ego, sein Herz, seinen Leib und mitunter auch sein Leben.

Und für was?

Werner (Thomas) hat gesagt…

Ist es eine korrekte Aussage, dass es Evolution gibt, dann kann die Aussage, dass der Mensch erkennen muss, dass das ALLEINS in ihm das Ziel ist, nicht korrekt sein.

Das wäre dann nämlich retardieren und kein entwickeln. Es wäre nur ein zurück des ALLEINS zu sich selbst.
Es wäre nur ein Erkennen und kein Entwickeln.

Nur, um damit zum Thema zurückzukommen.

Der rote Faden, den Herr Gronbach hier zur Hand nimmt, würde sich sozusagen selbst in den Schwanz beißen und sich selbst auffressen, um zu erkennen, dass er schon immer NICHTS war, ist und sein wird - im ALLEINS-NICHTS.

Logischerweise kann es da keine Entwicklung geben.

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Lieber Werner, Sebastian Gronbach schrieb von der Notwendigkeit eines Rahmens, in welchem Gewichtungen möglich sind, wenn einem unzählige Möglichkeiten zu agieren, zur Verfügung stehen.
Hier sind wir wohl wie kleine Kinder, denen eine große Auswahl von Wahlmöglichkeiten des Essens dargeboten werden...

"Magst du lieber Aufschnitt oder lieber Marmelade, lieber Erdbeer- oder lieber Kirschkonfitüre, lieber Müsli oder lieber Hirsebrei - nun sag schon, was möchtest du?"

"Ja."

"Ja, was Ja?"

So ähnlich interpretiere ich das, um beim obigen Thema zu bleiben. Was hat das nun mit dem All-Eins zu tun?
Genau da sind nämlich die unendlichen Möglichkeiten der Entfaltung versteckt und wenn man die richtige Türe öffnet, kommen sie alle hervor und man kann wählen...

Die Wahl der Möglichkeiten bedeutet Evolution und zwar immer die allerbeste für die jeweilige Evolutions-Situation.

Mahlzeit. Bei uns gibt es gleich Essen.

:)

MonikaMaria hat gesagt…

Und was ist mit der Beschneidung von Jungs? Tabuthema, weil bestimmte andere Religionen noch mit drinhängen?

Der rote Faden heißt: Der Mensch ist unantastbar – nicht nur die Würde – egal, welche Religion und auch egal, welche Evolution.

manroe hat gesagt…

Liebe Leute, es geht hier doch gar nicht um Beschneidung, oder sollen wir uns jetzt auch über Anmaßung unterhalten, kam auch vor im Text, sondern um Integration. Und bei der wieder um den eingebauten Hinweis auf Wilbers Werke. Betreutes Denken durch (wilbersche) Modelle. Und integrieren geht nur durch ein erkennendes Ich und NICHT durch Modelle, diesen Krücken für ein Ich. Analog bleiben und nicht wechseln in den digitalen Kosmos.

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Tja, und was nun?

Was schlägst du vor, Manfred, wie hier analog zu antworten ist, über digitale Hilfsmittel, wie es Computer und Internet nun einmal sind?

???

manroe hat gesagt…

Kerstin, der oder ein digitaler Computer steht dem Ganzen doch nicht im Wege, dies mal zu sehen wäre ja schon mal was, wenn denn Deine Frage ernst gemeint ist.

Und der nächste Schritt liefe dann über ein vergleichendes Empfinden, oder empfindendes Vergleichen dessen, was man dem menschlichen Geist anbietet, z.B. durch Steiner und Wilber. Einfach mal vergleichen den Unterschied. Steiner bringt seine Inhalte doch völlig anders rüber, die wirken auf unseren Organismus ganz anders, als diese intellektuellen Krücken, das dürfte Dir doch eigentlich recht leicht fallen, das zu unterscheiden. Und wenn Du da dann was verspürst, Dich zu fragen, was denn und WIE ist es denn in seiner Wirkung, WOHIN nimmt es seinen Weg in meinen Leibern? Und parallel dann begleitend mit der wachsam beobachtenden Frage, was hier wie geschieht. Und dann bitte nicht gleich womöglich argumentieren, naja mein weiblicher ... und dies eher philosophische des männlichen -- NEEE!! Glaube Deinen Wahrnehmungen!

Und im Hintergrund dann könnte man versuchen sich die Frage mal zu beantworten, rein aufgrund eines solchen Erlebens dann, die Aussage Rudolf Steiners, dass sich Ahriman in unserer Zeit vorbereitet sich zu inkarnieren. Und das geht ja nun mal nicht gerade erfolgreich für ihn, wenn die hier anwesenden Menschen noch allzu sehr im wirklich "christlichen" Sinne denkend wahrnehmen würden. Man muss ja doch, aus Sicht jenes Ahriman, auf gut durchsättigte Menschen treffen, die überhaupt verstehen können, was ich (Ahriman) denn will und vorhabe.

Und um DAS dann vielleicht etwas besser mit zu bekommen wäre die an sich selbst gerichtete Frage sehr hilfreich, inwiefern mein tätig denkendes Sein konfiguriert sein müsste, damit es empfänglich ist. Wie hätte er es denn gern??

Werner (Thomas) hat gesagt…

Kerstin,

ich habe den Eindruck, dass Sie zu sehr von Sebastian Gronbachs Gedanken beeinflusst sind.
Sie schreiben und argumentieren bereits wie er. Also von dieser Perspektive aus gesehen sind Sie einseitig.

In meinem Kommentar habe ich den roten Faden von Herrn Gronbach ergriffen und mich von dem führen lassen. Und so kam ich zu dem ALLEINS.

Tja,

so war das.

Im Übrigen bin ich durchaus dafür, bei den Nahrungsmitteln zu differenzieren und auch hier unterschiedliche Perspektiven einzunehmen. Zu erkennen, wann das eine gut ist und wann ein anderes besser oder mir lieber ist.

Herr Gronbachs Vorgehensweise ist jedoch in der Art, dass er aus den verschiedenen Nahrungsmitteln einen Einheitsbrei machen möchte, den man zu jeder Tages- und Nachtzeit zu sich nehmen kann.
Eben nach seiner ALLEINS-Theorie. Und aus dieser einseitigen Perspektive beurteilt er ALLES.
Und davon wird mir halt übel. Das kann ich nicht ordentlich verdauen.


Und um Perspektiven zu beurteilen brauche ich keinen Rahmen.
Da brauche ich nur die jeweiligen Perspektiven um dann zu vergleichen, um zu wählen.

Ein Rahmen engt ein.
Und das ist bei Herrn Gronbach der Fall. Er hat seinen Rahmen und da zwängt er alles hinein.

Irgendwann sprengt der Inhalt den Rahmen. Und ob er dann noch alles sortiert bekommt, das wage ich zu bezweifeln.


Kerstin, lassen Sie doch andere Gedanken einmal unbefangen an sich heran kommen.
Sie studieren doch die Anthroposophie.
Aber ihre Inhalte, wie z.B. die Wesenheiten Ahriman und Luzifer, die erkennen Sie nicht an.
Hier sind für Sie die Gedanken von Herrn Gronbach maßgebend, für den diese Wesenheiten als reale Wesenheiten nicht existieren.

Weshalb nehmen Sie hier die Perspektive von Sebastian Gronbach
ein? (Die ist ja nur EINE Perspektive, eine MEINUNG)
Oder sehen Sie etwa die Verwandlung von Wesenheiten - durch Herrn Gronbach - in NICHTS als ein Ergebnis der Evolution an?

Sie schreiben:
"Die Wahl der Möglichkeiten bedeutet Evolution und zwar immer die allerbeste für die jeweilige Evolutions-Situation."

Nur die Wahl der Möglichkeiten bedeutet doch nicht Evolution.

Die Wahl bedeutet doch nur, dass die Möglichkeit gegeben ist, das eine oder das andere zu wählen. Ich muss aber weder das eine, noch das andere tun.

Die Umsetzung des Gewählten, das TUN, das bewirkt doch erst Entwicklung.

In der Tat.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Kerstin,

"Der rote Faden heißt Evolution"

Und wer hat diesen Faden, diese Evolution, diese Entwicklung bisher zusammenhängend und zusammenpassend besser beschrieben als Rudolf Steiner?

Auch exoterisch und esoterisch zusammenhängend und zusammenpassend.

Wer?

Kennen Sie einen?

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Was ich ein bisschen eigenartig, ja, auffällig finde, das ist die Tatsache, dass die Beschneidung der Klitoris von allen hier Postenden als etwas besonders Verabscheuungswürdiges vorausgesetzt wird. Es wird als gegeben vorausgesetzt, dass, um das noch "liebevoll integrieren" zu können, ein höherer Bewusstseinszustand notwendig ist, eben so einer wie Wilber ihn entwickelt zu haben scheint.

Ist das denn wirklich so einfach?
Kann denn nicht auch ein traditionell denkendes Bewusstsein zu so einer Frage einen höheren Standpunkt entwickeln?
Das konkrete Beispiel:
Hat es eventuell Vorteile, wenn die Klitoris im Mädchenalter entfernt und die Schamlippen zusammengenäht werden?
Worin könnten diese Vorteile bestehen?
Falls wir signifikante Vorteile erkennen, wären wir dann bereit, uns für die Einführung dieser Methode auch in unserer Kultur einzusetzen?
Oder unterhalten wir uns gar nicht mit Angehörigen solch niederer Bewusstseinskulturen, die an Rudimentärpenissen rumschnippeln?

Und MonikaMaria, wieder mal total unqualifiziert! Wieso setzt du die beiden Beschneidungsformen gleich?
Hast du keine Ahnung?
Oder bist du plötzlich jungenparteilich geworden und wolltest das mal kurz demonstrieren?

Christine G.B. Rau hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Barbara hat gesagt…

....und das, Christine, ist eben genau der im Artikel beklagte Relativismus, der aus falsch verstandener Harmonieseligkeit -alles so schön bunt hier- keinen festen Standpunkt einnehmen will und daher wahre Erkenntnis und Fortschritt verhindert. Und der uns, so er als Kulturrelativismus daher kommt, noch Kopf und Kragen kosten wird, wenn wir nicht endlich genügend Rückgrat und Arsch in der Hose haben, um für unsere hart errungenen Erkenntnisse und damit verbundenen Werte auch standhaft einzutreten und sie zu verteidigen. Es ist eben nicht alles gleich, und es gibt Gut und Böse und Richtig und Falsch!

JANET hat gesagt…

Perspektiven, die vor einigen Jahrhunderten noch aufgrund räumlicher und zeitlicher Distanzen niemals miteinander in Berührung gekommen wären, prallen im Zeitalter von Massenmedien, modernem Transportwesen und Internet brutal aufeinander, so dass es splittert und die Fetzen fliegen. Wem soll man noch Glauben schenken? Was ist richtig und was falsch? Macht es Sinn, an dem Begriff „Wahrheit“ festzuhalten, oder ist alles ohnehin nur Produkt kultureller Konstruktion? Ist Gott tot - und falls nicht, was soll das ganze Spielchen auf diesem Staubkorn irgendwo im Universum?

Dennis Wittrock, Sein Magazin Mai 2010


So beginnt der Text von Dennis Wittrock und genau das ist doch um was es geht..für mich..Das Leben ist meist weitaus spannender im Netz etc. als vor der eigenen Tür...Die Visionen im Kopf passen mit der Realität überhaupt nicht mehr zusammen..Alles ist nur noch total verschoben und ein Kuddelmuddel. Die blöden Büromaschinen ägern ein und auch die komischen Ansichten der Nachbarn und Kollegen..und sonstigen Bezeichnungen von Menschen. So das man sich ständig auf sich selbst zurückgewerfen muss um nicht verrückt zu werden.

...

Christine G.B. Rau hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Werner (Thomas) hat gesagt…

"Ist Gott tot - und falls nicht, was soll das ganze Spielchen auf diesem Staubkorn irgendwo im Universum?" (Zitat Dennis Wittrock; siehe oben bei Janet)

Das Wort Staubkorn verrät hier den Materialisten.

Was, wenn das kein Spielchen ist, sondern TOT-ERNST?

Schon mal gedacht?

Was, wenn das eine Wahrheit ist?

Werner (Thomas) hat gesagt…

Für Christine

Sie fragen Barbara:
"Wer sollte deiner Meinung nach diesen FESTEN STANDPUNKT bestimmen ?"

"Wer" passt nicht zu dieser Frage.
Oder würden Sie zufrieden sein, wenn eine Autorität Ihnen diese Frage beantworten würde?

Denken Sie einmal selbst hierüber nach:

Der feste Standpunkt ist durch sich selbst bestimmt und kann von mir durch sich selbst bestimmt werden.

Es müsste also etwas sein, das in mir ist und gleichzeitig außerhalb von mir.

Probieren Sie es doch mal selbst - denkend.

Kerstin Zahariev hat gesagt…

@Manfred, nein die Frage war nicht ernst gemeint. Sorry. Ich merke nur schon wieder, dass mir das Internet gar nicht gut bekommt. Ich kann mich nicht richtig davon abgrenzen.
So sehr wie ich die schnelle Information schätze, so sehr belastet sie mich auch.
Ich verstehe Wilber überhaupt nicht, kann mit seinen Quadranten nichts anfangen. Ich erlebe es auch anders, als es dort dargestellt ist - nämlich permanent ineinanderfließend. Ich kann doch eine globale Sicht haben und dennoch mit den Ahnengeistern verbunden sein.
Ehrlich, mir fehlt dahingehend der Zugang.
Aber das soll nicht dein Problem sein. Danke für deine Antwort.

@Werner
Ich beschäftige mich mit der Anthroposophie, so oft und so lange es mir hier möglich ist.
Und da ich das gesamte Werk Rudolf Steiners noch nicht kenne, kann ich auch nicht sagen, ob er wirklich allumfassend Evolution erklärt hat. Ich weiß auch nicht, um man das kann.
Eine endgültige Erklärung für alles, eine Weltformel sozusagen, gibt es nicht und wird es nie gegen, denn das bedeutet Stagnation und Verharren in etwas Gegebenes.
Evolution, wie ich sie verstehe, ist nichts Gegebenes und kann allenfalls im Nachhinein vorausgesagt werden.

Und ehrlich gesagt, finde ich es schade, dass Sie Ahriman und Luzifer als lebendige Wesenheiten ansehen und nicht als etwas, was in Ihnen ist, als Teil eines Ganzes, was sich hier im Moment Werner nennt.
Und ich verstehe auch nicht, warum Sie Steiner dahingehend wortwörtlich nehmen, anstatt zu sehen, dass er in Gleichnissen schreibt, wie es jeder große Weise schon immer getan hat.
Denn nur der, der diese Gleichnisse erkennt, versteht solch Werke. Das ist mit der Bibel nicht anders als mit der Anthroposophie.

Aber wer weiß, vielleicht liegen wir auch beide falsch und es ist alles ganz anders.

Einen schönen Abend wünsche ich allen hier.

JANET hat gesagt…

Liebe Kerstin...ja das Internet ist schon eine magische Sache die verführt..aber die genau auch das macht..bei zu viel Konsum und einer Übergroßen Verwirrtheit an ..bleibt dir nichts anderes übrig als dich wieder auf dich zu besinnen.. Und du fühlst dich schlagartig wieder gut...Es zählt dann in dem Moment nur noch was du für dich als Wahrheit begriffen hast...und dann geht das Spiel weiter..Es ist wirklich nicht alles Schlechte auf dieser Welt schlecht ..Es hat einen Grund...

Liebe Kerstin.. Gute Nacht *kuss* ;o)

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
JANET hat gesagt…

Aua..ich kann mir vorstellen, dass wenn ich was doofes von mir gebe, dass das anderen weh tun kann..so gehts mir auch gerade! Aber so ist das eben!

manroe hat gesagt…

Können wir mal den Faden halten, oder zumindest suchen?

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Der Faden sieht aus wie ne Schlange.

JANET hat gesagt…

ich würde sagen wie der 12-Finger-Darm ;o)

JANET hat gesagt…

Manfred wo hat denn dein Faden aufgehört? So unverdaut kann man das wirklich nicht stehen lassen..also?

MonikaMaria hat gesagt…

Hirnwindung Darm ... es bleibt Loch ohne Ende.

manroe hat gesagt…

Also ich muss erstmal abjohlen hier -- und ansonsten fehlt mir die Nadel, irgendwie muss man das doch einfädeln, oder?

MonikaMaria hat gesagt…

Na, wer geht denn durchs Nadelöhr? :-)

JANET hat gesagt…

das Dromeda!

Zwar legt das Dromedar in seinem Höcker keinen Wasservorrat an, jedoch bedarfsweise in seinem Magen. Die Nieren resorbieren einen Großteil der Flüssigkeit, indem sie den Urin stark konzentrieren. Auch dem Kot wird vor der Ausscheidung die meiste Flüssigkeit entzogen. ..wikipedia

*denk*...irgendwie hat durchs Nadelöhr kommen was mit Wasser zu tun und mit Ausdauer..*denk*

JANET hat gesagt…

hej wenn der Faden so fusslig ist dann macht man ihn ja mit Spucke nass und dann brauchts noch etwas Geschick und Ausdauer den Faden durchs Nadelöhr zu bekommen...

Barbara hat gesagt…

@ Christine
..das Absurde am Relativismus ist ja, dass er nichts außer sich selbst akzeptieren will und kann. Wenn es ums Hinterfragen von sich selbst geht ist der Relativismus plötzlich gar nicht mehr so relativistisch. Selbst Fragestellungen wie deine drehen sich da im Kreis, können nichts anderes denken - Werner wies ja schon drauf hin.

Trotzdem kurz: Mit "wir" meinte ich -das Thema gibt es vor- unsere Gesellschaft, unsere Kultur. Erkenntnisse durch Aufklärung und Säkularisierung hart errungen, Werte z.B. in den Menschenrechten bestimmt. Standpunkte waren hierfür wichtig, die Ist-Analyse beinhaltend und bewertend, sowie Visionen. Hin zum Gut, hin zum Besser. Ohne Standpunkte, Visionen, "Missionen" meinetwegen, auch ohne Klarheit, Mut, Kampfesbereitschaft, der Bereitschaft, das eigenen Leben in die Waagschale zu werfen, so oder so, kommt ein Individuum und eine Gesellschaft nicht so weit, wären wir heute nicht da wo wir stehen.

Alles relativ? Dann überleg doch mal ob du lieber zwangsbeschnitten und -verheiratet wärst und wie du zu so relativen Dingen wie Ehrenmord, Scharia-Gesetzgebung, freier Religionswahl, Selbstmordattentaten stehst. Alles gleich gut, - die Kulturen sind schließlich verschieden (so schön bunt eben..) und irgendwie hat bestimmt alles seine Berechtigung..?

Doch, genau so ernst ist das, da hört alles Gesäusel auf. Was das Leben von dir will: Zeig dich, finde deinen Standpunkt, trete dafür ein!

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Barbara hat gesagt…

... ach Papa,
und das ist wieder dieses typische Verwechseln der Ebenen, wenn man verwischen will und nicht verstehen, vernebeln und Recht haben gleichermaßen.

Wer sagt denn, dass sich das beides ausschließt, hmm? Ich zumindest habe (Raum für) beide Impulse in mir, sich gegenseitig befruchtend. Sehr authentisch, beides ist wahr. Man darf halt nur nicht linear und zweidimensional denken, das ist vermutlich eh ein typischer Anthroposophen-Irrtum hier.

Und wenn du "Mission" mit "Missionieren" gleichsetzt, dann hast du mich zumindest nicht verstanden. Diese Gleichsetzung ist in dir, warum nur?

P.S.: Was ich schon immer mal fragen wollte: Warum kannst du dir eigentlich noch nicht mal einen eigenen Namen leisten, bei all dem sonstigen Jubelgesang auf Anthro-Individualismus, sach ma ?!

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Barbarapapa hat gesagt…

Leidest Du unter meinem Namen?

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Barbara hat gesagt…

..neenee, nicht ausweichen, - stehen bleiben, Haltung annehmen! Sei ein Mann!

: Wie heißt du wirklich? Und warum verrrätst du nicht mal das (feige!), wo du doch hier sonst auf FaktenFaktenFakten pochst und herausfordernde Pose mimst? Na?

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Also, Barbara, du heißt doch auch nicht Barbara!
Aber du schreibst wenigstens gedanklich ausgereifte, äh.., was wollte ich jetzt sagen?

Wieso streitet ihr hier eigentlich die ganze Zeit rum?
Seid doch mal glücklich!

Ich bin heute morgen aufgewacht und war glücklich.
Das ging den ganzen Tag so weiter. Plötzlich wusste ich, wie ich meine Wohnung richtig schön machen kann.
Als erstes ist mir die Einrichtung meiner Handwerksecke eingefallen, die kommt in die schönste Nische der Welt. Glücklich!

Dann fiel mir ein, wie ich mein Bett in eine orientalische Landschaft umwandeln kann. Ich brauche nur noch Goldborte für den lila Baldachin (50 m, hat vielleicht jemand von euch sowas noch für mich rumliegen?).
Es wird so kuschelig!
Glücklich!

Ans Fußende des Orients kommt mein PC-Platz - dann kann ich mich, falls ihr zu sehr nervt, immer direkt in die Kissen fallen lassen.

Mein Esstisch kommt jetzt direkt in die Küche unters Fenster - praktisch und appetitlich zugleich!

Jetzt hab ich auch Platz für´n schönen Sessel mit Teetischchen. Da sitz ich dann immer und lese oder stricke oder nähe.
Glücklich!

Jetzt kommt das Geilste: Mein Chef hat mir heute zu allem Überfluss auch noch mitgeteilt, dass ich ab sofort mindestens drei Wochen URLAUB habe! Hallo! Ist der nicht süß?

Also habe ich ganz viel Zeit, um für meinen Liebsten ein neues Bild zu malen. Es soll heißen: Im Wald.
Oder noch besser: Glücklich im Wald.

Falls hier demnächst irgendwer unter dem Pseudonym "Happy" schreiben sollte,
dann ratet mal, wer das sein könnte.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Kerstin,

Sie brauchen nicht das ganze Werk Rudolf Steiners zu kennen, um zu sehen, ob er Evolution allumfassend beschrieben hat.
Das wird auch wohl nicht gehen, wenn man alle Einzelheiten beschrieben haben wollte. Aber er hat in der Akasha-Chronik gelesen und daraus berichtet. Und was dort steht, das läßt sich nicht alles in Bücher fassen.

In seiner „Geheimwissenschaft“ hat er einen „Umriss“ gegeben. Und was dort als Evolution beschrieben steht, das ist eben nur ein jeweiliger Ausschnitt. In der Akasha-Chronik steht jedoch das „Ganze“. Das kann eben nur ein Eingeweihter lesen. So einer, wie Rudolf Steiner eben war.
Von einer Weltformel habe ich überhaupt nicht gesprochen. Und um die Aufstellung einer Weltformel geht es überhaupt nicht. Denn eine Formel würde „Freiheit“ unmöglich machen. Und es liegt in der Freiheit des Menschen, den Weg zu wählen, den der Mensch als Individuum gehen will und den die Menschheit als Gemeinschaft gehen will.

Und Sie schreiben:
„Evolution, wie ich sie verstehe, ist nichts Gegebenes und kann allenfalls im Nachhinein vorausgesagt werden.“

Evolution ist doch etwas, das ist. Evolution findet statt. Überall. Also ist sie doch „gegeben“.
Und um ein Voraussagen geht es hier doch überhaupt nicht. Wie kommen Sie zu diesem Gedanken?

Sie schreiben noch:
„Und ehrlich gesagt, finde ich es schade, dass Sie Ahriman und Luzifer als lebendige Wesenheiten ansehen und nicht als etwas, was in Ihnen ist, als Teil eines Ganzes, was sich hier im Moment Werner nennt
Und ich verstehe auch nicht, warum Sie Steiner dahingehend wortwörtlich nehmen, anstatt zu sehen, dass er in Gleichnissen schreibt, wie es jeder große Weise schon immer getan hat.
Denn nur der, der diese Gleichnisse erkennt, versteht solch Werke. Das ist mit der Bibel nicht anders als mit der Anthroposophie“

Kerstin, Rudolf Steiner war ein weiser Mensch. Ich denke, das kann man so sagen. Und er war ein Weiser, der nicht in Gleichnissen schrieb, sondern Weisheiten, Wahrheiten der geistigen Welt in Worte fasste, die für den Verstand, so wie er jetzt bei dem Menschen ausgebildet ist, erfassbar sind. Er hat Gleichnisse „übersetzt“. Er hat sie so beschrieben, dass sie mit dem Verstand erfasst werden konnten. Und, als Randbemerkung, der Verstand unterliegt ja auch einer Evolution. Das finden Sie bei Rudolf Steiner auch gut beschrieben.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Teil II, für Kerstin

Da haben sie also etwas völlig falsch verstanden. Und auch die Darstellung in Gleichnissen ist etwas, das in der Evolution liegt. In früheren Zeiten, in den Zeiten des Alten Testamentes zum Beispiel, da wurden höhere Weisheiten nur in Bildern mitgeteilt, in Gleichnissen ausgesprochen. Aber - um bei der Bibel zu bleiben - mit dem Neuen Testament hat sich das geändert. Lesen Sie im Johannes Evangelium, am Ende des 16. Kapitels. „Da sagten seine Jünger zu ihm: Siehe, nun redest Du frei heraus und nicht mehr in Bildern.“ Zu Ihnen begann er „frei“, offen zu reden. Und nicht mehr „bildhaft“.

Und Ihre Ablehnung realer geistiger Wesenheiten zeigt, dass Sie immer noch ganz an den Gedanken von Herrn Gronbach hängen.
Rudolf Steiner geht von der Existenz realer geistiger Wesenheiten aus. Das ist Fakt. Das ist ganz einfach zu belegen. Er beschreibt diese. Und er beschreibt wo und wie diese Wesen wirken.
Verstehen Sie das nicht, dann können Sie die Anthroposophie von Rudolf Steiner nicht verstehen.

Am Ende Ihres Kommentars schreiben Sie:
„Aber wer weiß, vielleicht liegen wir auch beide falsch und es ist alles ganz anders.“

Nehmen wir jetzt mal nicht „alles“. Nehmen wir nur Ahriman und Luzifer. Und die unmissverständliche Tatsache, dass diese bei Rudolf Steiner als reale geistige Wesenheiten beschrieben sind. (Ich erinnere an einen zitierten Text von Rudolf Steiner, den ich hier vor kurzem für Sie schrieb und der unmissverständlich ist. Und der auch nicht als Gleichnis genommen oder gedeutet werden kann)

Dann liegen alleine Sie falsch. Und nicht wir beide.

Wenn Sie Anthroposophie wirklich verstehen wollen, dann lesen Sie die Bücher Rudolf Steiners und nicht das, was Herr Gronbach als Anthroposophie interpretiert. Das habe ich Ihnen auch bereits, wirklich gut gemeint, geschrieben.

Weshalb öffnen Sie nicht Ihre Augen für Tatsachen?

Barbarapapa hat gesagt…

Du, Barbara,
ich bin nicht dafür verantwortlich, dass Du glücklich bist. Ich kann Dich nicht glücklich machen. Das kannst Du nur selbst.

MonikaMaria hat gesagt…

Barbara Papa
Was neue Bilder so alles verändern ....

Barbara hat gesagt…

@Wandelbildchen
"Das kannst Du nur selbst"
Wie gut! :-)

...abgesehen davon, dass das schon wieder ausgewichen war. Wirst deine Gründe haben...

Ameli Zieseniß hat gesagt…

@Barbarapapa

Verwechsel bitte nicht Barbara mit mir. Mich gibt´s immer nur einmal, und außer auf Hohle-Erde.de immer nur als Ameli. Damit das klar ist, ja?

Heute bin ich schon wieder glücklich...

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Lieber Werner, ich danke Ihnen für Ihre ausführlichen und wertvollen Kommentare an mich.
Ich finde es faszinierend, wie Sie Ihre Sicht auf Steiner und damit seine Sicht auf die Dinge und den Weltenlauf verteidigen. Das zeugt von großer Achtung und Wertschätzung des steinerischen Werkes. Und davor habe ich Respekt.
Danke für Ihre offene Art, diese Wertschätzung mitzuteilen.

Dennoch können Sie mich nicht von dem überzeugen, was Sie für richtig halten. Da nützt es auch nichts, mir darzulegen, ich würde widerspruchslos den Ausführungen Sebastian Gronbachs folgen oder Rudolf Steiner schlichtweg nicht verstehen.
Ich sehe es einfach anders.

Sehen Sie, Sie schreiben, dass Steiner keine Gleichnisse mehr benutzt, sondern die Dinge so beschreibt, wie sie wirklich sind.
Nun, vielleicht können Sie mir dann sagen, wie ich mir den Abgrund vorzustellen habe, den Steiner in den esoterischen Klassenstunden beschreibt und die Tiere, die mich dann verschlingen, wenn ich diesen Abgrund nicht achte.

Denn sehen Sie, ein Eintritt in die geistige Welt ist uns momentan nur körperlos möglich. Es wäre also egal, ob ich in einen Abgrund stürze - um mal bei Ihrem Bild der Dinge zu bleiben, die ja sehr real für Sie sind.
Für mich macht es keinen Sinn, von einem realen Abgrund zu sprechen, wenn ich keinen Körper mehr besitze, der Schaden nehmen könnte, wenn ich in diesen Abgrund falle oder auch die Tiere mich verschlingen.
Denn was verschlingen sie denn von mir und was bleibt übrig?

Oder wenn er von Flügeln schreibt, die der Seele wachsen werden, wenn man mit der rechten Gesinnung in die geistige Welt tritt. Glauben Sie wirklich, eine Seele muss real beflügelt werden, um sich emporzuschwingen?
Lieber Werner, das sind Gleichnisse.

Und für was stehen den Ahriman und Luzifer?

Dennoch gibt es Wesenheiten. Wir selbst sind solche, bevor wir zur Erde kommen. Wir sind geistige Wesenheiten und zwar ganz real.

Und um beim roten Faden zu bleiben, wer entscheidet denn, was vor einem anderen getan werden muss und das war ja wohl die Frage im Post von Sebatian Gronbach, oder nicht?

Herzlich

Kerstin Zahariev.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Kerstin,

ich freue mich, dass Sie sich für meine Ausführungen immer noch so interessieren. Und glauben Sie mir, ich schreibe hier nicht, um Sie von meiner Meinung zu überzeugen.

Kerstin, Sie geben sich so hartnäckig und so liebenswürdig und nett, wie Herr Gronbach. Sie akzeptieren nichts, was über Ihre Sichtweise, die Sie als richtig annehmen, hinausgeht. So wie er. Sie sind in Ihrer Meinung gefangen und starrsinnig. Das sehen Sie einfach nicht.

Sie schreiben selbst, dass es nichts nützt, wenn ich Ihnen darlege, wo ich deutlich erkennen kann - und das ja auch belege - dass Sie Rudolf Steiner nicht verstehen, bzw. falsch verstehen.
Sie sehen es einfach anders, so sagen Sie – einfach. Es IST anders, als Sie es sehen. Und zwar offensichtlich. Und das für jeden Menschen, der denken kann.

Kerstin, Rudolf Steiner benutzt keine Gleichnisse und auch keine Bilder. Er beschrieb seine Wahrnehmungen, die er in der geistigen Welt gemacht hatte. Dazu konnte er ja nur Worte, Begriffe benutzen, die bekannt waren. Und das, so sagte er selbst, das ist oftmals ganz schwierig und für manches (noch) unmöglich. Weil die Worte, die gegeben sind, oftmals nicht genügen, um Geistiges mit diesen Worten zu beschreiben, mit Worten oder mit Begriffen, die ja dem Sinnlichen entnommen sind. Gleichnisse und Bilder sind etwas völlig anderes.

Luzifer und Ahriman, das sind Namen, die Rudolf Steiner - und nicht nur er – benutzte und zwar für reale geistige Wesen.

Der Name Sebastian Gronbach ist ja auch kein Bild. Er steht für einen ganz realen Menschen. Und ein Mensch ist ja auch ein Wesen.
Und wenn Rudolf Steiner von Tieren in den esoterischen Stunden spricht, dann ist das auch eine Bezeichnung für geistige Wesen. Man muss dem Kind doch einen Namen geben. Einen, den andere auch verstehen. Und wenn er von Tieren schreibt, die einen verschlingen, dann kann das ganz real so verstanden werden. So, als ob wilde Hyänen Sie töten und verschlingen wollten. Es ist natürlich bild-haft. Aber dieses Bild-hafte versucht eine reale Gegebenheit zu beschreiben. Und nicht ein Gleichnis zu geben. Und das ist doch wohl ein Unterschied

Werner (Thomas) hat gesagt…

Für Kerstin, Teil II

Sie schreiben:
„Es wäre also egal, ob ich in einen Abgrund stürze - um mal bei Ihrem Bild der Dinge zu bleiben, die ja sehr real für Sie sind.
Für mich macht es keinen Sinn, von einem realen Abgrund zu sprechen, wenn ich keinen Körper mehr besitze, der Schaden nehmen könnte, wenn ich in diesen Abgrund falle oder auch die Tiere mich verschlingen.
Denn was verschlingen sie denn von mir und was bleibt übrig?“
Es gibt doch auch im Geistigen einen Abgrund. Natürlich nicht räumlich gesehen. Aber geistig gesehen. Auch das können Sie bei Rudolf Steiner nachlesen.

Denken Sie wirklich, dass es nur in der sinnlichen-räumlichen Welt einen realen Abgrund gibt? Sind Sie so im Materiellen verhaftet? Sie wüssten doch überhaupt nichts von einem Abgrund, wenn Sie den Geist nicht hätten. Den Geist, der sich in Ihrem Denken äußert. Und der ist nicht sinnlich und nicht räumlich.

Denken Sie wirklich, dass Sie keinen Schaden nehmen können, wenn Sie keinen Körper mehr haben? Was ist mit Ihrer Seele? Kann die keinen Schaden nehmen?


Sie schreiben:
„Glauben Sie wirklich, eine Seele muss real beflügelt werden, um sich emporzuschwingen?“
Ja, das glaube ich. Aber natürlich nicht mit Flügeln aus materiellen Federn. Sondern mit Flügeln aus Gedanken und Gefühlen.
Kerstin, Sie sind noch sehr, sehr im materiellen Vorstellen gefangen.

Sie schreiben:
“Dennoch gibt es Wesenheiten. Wir selbst sind solche, bevor wir zur Erde kommen. Wir sind geistige Wesenheiten und zwar ganz real.“
Wo sind Sie als reale geistige Wesenheit, nachdem Sie zur Erde gekommen sind?
Wo waren Sie zuvor?
Wo werden Sie danach sein?
Wenn Sie Antworten hierzu geben wollen oder können, dann doch bitte etwas differenziert. Es würde mich wirklich interessieren. Sie wissen ja: Ich will es immer noch wissen, wie der Thomas.
Sie schreiben:
“Und um beim roten Faden zu bleiben, wer entscheidet denn, was vor einem anderen getan werden muss und das war ja wohl die Frage im Post von Sebatian Gronbach, oder nicht?“
Diese Frage kann ich dort nicht erkennen. Wo steckt sie in dem Text?

Barbarapapa hat gesagt…

ja, ich hab meine Gründe. Denn erstens willst Du mir nicht sagen, worunter Du leidest und zweitens will ich Dir Dein leid nicht wegnehmen, weil es Dich - wenn Du es zulässt und Du ganz hindurchgehst - Wiederauferstehen lassen wird...

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Ameli Zieseniß hat gesagt…

Barbarapapa

Mit dem "Restgeheimnis" musst du lernen zu leben - ich tu´s ja auch ;-)

MonikaMaria hat gesagt…

@Barbarapapa
Ob die Besitzer «Deiner Bilder» was dagegen haben, sich hier und bei Dir wieder zu finden? Ist ja ein heikles Thema, dieser rote Faden der Evolution ...

manroe hat gesagt…

Kerstin, jetzt enttäuschst Du mich aber ;) Wenn Du alles so anscheinend materialistisch siehst, auf was bitteschön beziehst Du denn dann "Deine" Gleichnisse, z.B. Flügel, beim physischen Leib. Wo würdest Du sie da platzieren wollen, selbst als Gleichnis?? Meinst Du der Doktor wollte uns an der Nase herumführen --?

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Guten Morgen Manfred, guten Morgen Werner. :)

Hmmm... etwas beflügeln oder wenn jemandem Flügel wachsen, ist das ja schon an sich ein Sinnbild für etwas, was eigentlich nur Vögel können. Nur sie können ihre Flügel benutzen und sich emporschwingen.
Ich glaube, deshalb sind sie uns gegeben worden, um etwas hier in dieser Realität zu haben, das man beschreiben und von dem man sich ein Bild, eine Vorstellung machen kann.

Wie wollte man sonst geistige Vorgänge beschreiben, wenn sie so nicht sichtbar oder fassbar sind? Und genauso hat es Rudolf Steiner getan - mit den Dingen und sprachlichen Mitteln, die hier auf der Erde dafür zur Verfügung stehen, hat er versucht, die geistige Welt zu beschreiben.

Und wenn von bestimmten Wesenheiten die Rede ist, dann weil sie bestimmte Kräfte repräsentieren, die nur in Verbindung mit dem Leben auf der Erde auftreten. Hier herrscht nun einmal Dualtität - positiv - negativ, bunt - farblos, schwarz - weiß, hell - dunkel usw. usw.
Wenn mir ein sehr aufgeregter, wütender Mensch gegenübertritt, was zeigt sich dann da - wütende Wesenheiten, die sich in diesem Menschen austoben?
Dann muss ich fragen, wie das möglich ist, denn ich suche mir ja meine Hüllen aus, bevor ich inkarniere und nehme nur das, was meiner weiteren Entwicklung dienlich ist - nur die fruchtbaren Essenzen werden ausgewählt.

Wo kommen denn diese Wesenheiten her, die mich besetzen und mich wütend machen oder neidisch oder krank?

Ich hatte ja schon einmal das Beispiel mit dem Magneten erwähnt. Wenn man mit einem Magneten ein Metallstück berührt, wird dieses auch magnetisch. Warum? Weil dort Wesenheiten hin und her wandern?

Hmmm...


Herzlich

Kerstin Zahariev.

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
MonikaMaria hat gesagt…

Hm .... da bist Du ja wieder ...
und trotzdem gelöscht?

Werner (Thomas) hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Werner (Thomas) hat gesagt…

Für Kerstin (und Herrn Gronbach)


Kerstin, ich habe im Folgenden Sätze von Ihnen zitiert und kommentiert:

„Hmmm... etwas beflügeln oder wenn jemandem Flügel wachsen, ist das ja schon an sich ein Sinnbild für etwas, was eigentlich nur Vögel können.“

Genau, Kerstin! Und ein Sinnbild ist eben kein Gleichnis.

„Wie wollte man sonst geistige Vorgänge beschreiben, wenn sie so nicht sichtbar oder fassbar sind? Und genauso hat es Rudolf Steiner getan - mit den Dingen und sprachlichen Mitteln, die hier auf der Erde dafür zur Verfügung stehen, hat er versucht, die geistige Welt zu beschreiben.“

Genau das meine ich auch. Die geistige Welt mit ihren Wesenheiten, die hat er beschrieben.

„Und wenn von bestimmten Wesenheiten die Rede ist, dann weil sie bestimmte Kräfte repräsentieren, die nur in Verbindung mit dem Leben auf der Erde auftreten.“

Genau das eben nicht. Wenn Rudolf Steiner von Ahriman und von ahrimanischen Kräften schreibt, dann sind das ZWEI Dinge.
Oder sind für Sie Muskel und Muskel-kraft das Selbe.
Genaues Lesen und Differenzierung sind hier notwendig. Und zwar Rudolf Steiner lesen, ohne dabei Sebastian-Gronbach-Gedanken im Hinterkopf zu haben.


„Hier herrscht nun einmal Dualtität - positiv - negativ, bunt - farblos, schwarz - weiß, hell - dunkel usw. usw.“

Denken Sie, dass es in der geistigen Welt eintönig, einfarbig ist?
Sie sehen da anscheinend auch nur die ALLESEINS-Welt von Herrn Gronbach. Lesen Sie doch einmal, wie Rudolf Steiner diese Welt beschreibt.
Und, soll das hier beweisen, dass auf der Erde die Dualität da ist und in der geistigen Welt das ALLEINS?
Wenn ja, dann folgen Sie auch hier den Gedankengängen von Herrn Gronbach und nicht dem, was uns als Anthroposophie vorliegt.

„Wenn mir ein sehr aufgeregter, wütender Mensch gegenübertritt, was zeigt sich dann da - wütende Wesenheiten, die sich in diesem Menschen austoben?“

Ja! Sie sehen da die Wirkungen geistiger Wesenheiten. Wesenheiten, die diesen Menschen beherrschen. Wenn Sie es anthroposophisch beurteilen.
Man sagt ja auch, wenn jemand seine Gefühle nicht im Griff hat: Der ist unbeherrscht.
Nicht er beherrscht sich, sondern eine andere Wesenheit oder Wesenheiten. Weil er selbst zu schwach ist. (Was natürlich nicht als Entschuldigungsgrund für alles mögliche ausgelegt werden darf. So einfach stellt sich das dann doch nicht dar.)

Werner (Thomas) hat gesagt…

“Dann muss ich fragen, wie das möglich ist, denn ich suche mir ja meine Hüllen aus, bevor ich inkarniere und nehme nur das, was meiner weiteren Entwicklung dienlich ist - nur die fruchtbaren Essenzen werden ausgewählt.“

Oh je, Kerstin! Was lesen Sie eigentlich in Ihrem anthroposophischen Studium?
Die Zusammenhänge von Ahriman und Luzifer mit der Entwicklung des Menschen sind Ihnen nicht bekannt. Und über die anthroposophische Sichtweise von Karma und Reinkarnation scheinen Sie auch noch nicht viel gelesen zu haben. Sie scheinen mir mehr vom Schüler als von dem Meister zu lesen.

“Wo kommen denn diese Wesenheiten her, die mich besetzen und mich wütend machen oder neidisch oder krank?“

Kerstin, hätten Sie Anthroposophie wirklich studiert, dann würden Sie eine solche Frage nicht stellen. Um diese Frage zu beantworten, da müsste man weit ausholen. Und das würde hier den Rahmen sprengen.
Studieren Sie die Anthroposophie – unbefangen. Und Sie werden sich die Frage selbst beantworten können.

Wo glauben Sie denn, dass Hassgefühle, Neid, Eifersucht und so weiter herkommen?
Glauben Sie, dass das in Ihrem Gehirn sitzt und von da wirkt?

“Ich hatte ja schon einmal das Beispiel mit dem Magneten erwähnt. Wenn man mit einem Magneten ein Metallstück berührt, wird dieses auch magnetisch. Warum? Weil dort Wesenheiten hin und her wandern?“

Das, was man da sieht, sind die Wirkungen der Kräfte von Wesenheiten. Sie sehen ja nicht die magnetische Kraft selbst. Die ist ja schon übersinnlich.
Also, nicht die Wesenheiten selbst wandern da hin und her, sondern man sieht die Wirkungen, verursacht von diesen Wesenheiten. So ist es jedenfalls in der Anthroposophie dargestellt.
Und wir reden hier ja von der Anthroposophie. Oder? (Ich tue das jedenfalls!)

“Hmmm...“


Hmmmmmm…

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Nun gut, lieber Werner, vielleicht habe ich ja wirklich keine Ahnung und verstehe Steiner überhaupt nicht, obwohl ich ihn regelmäßig lese (heißt bei mir etwa wöchentlich). Doch was ich bei Ihnen herauslese, ist das absolute Abgetrenntsein von dem, was sie selbst sind. Lieber Werner, Sie selbst sind eine dieser Wesenheiten, von denen Steiner schreibt - hier und jetzt als Werner-Mensch, mit all den Gaben der geistigen Welt, die Sie hier benötigen und all den Aufträgen, die Sie sich selbst gegeben haben, um sie hier zu erfüllen.

Ich danke Ihnen, dass Sie soviel Geduld mit mir haben. Ihre Antworten gefallen mir sehr.

Herzlich

Kerstin Zahariev.

manroe hat gesagt…

Kerstin, Du bist zwar freundlich , wirkst aber irgendwie nicht so ganz aufrichtig, sehe ich das falsch? Oder bin ich unhöflich --

Kerstin Zahariev hat gesagt…

Ach Manfred, ich merke schon, dir kann man nichts vormachen. ;)

Mir gefällt schon, wie Werner argumentiert, ich mag mich nur nicht mehr beteiligen. Wir kommen kein Stück weiter und so mag es so stehen bleiben, wie es ist.

Herzlich

Kerstin Zahariev.

Conny hat gesagt…

Wandelst zum Bilde du den Gedanken,
erlebst du die schaffened Weisheit.

Verdinglichst du den Willen zum Wesen,
So schaffst du im Weltensein.

Von R. St.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Kerstin,

Sie schreiben:
"Doch was ich bei Ihnen herauslese, ist das absolute Abgetrenntsein von dem, was sie selbst sind."

Was Sie sehen, das ist aber das absolute Abgetrenntsein von dem, was Sie meinen, das ich bin.

Sehen Sie, sie lesen nicht etwas aus meinem Text HERAUS, Sie lesen etwas von sich HINEIN.

Denn Sie WISSEN nicht, was ich bin. Sie haben nur eine Meinung, eine Vorstellung davon.

Erfreuen Sie sich nur weiter an
der Art meiner Argumentation.
Sie müssen ja nicht antworten.

Herr Gronbach praktiziert das ja schon mehrere Monate so.

Das wäre wieder eine Gemeinsamkeit zwischen Ihnen und ihm.

Ein Tip:
Lernen Sie vom großen Lehrer. Dann verstehen Sie auch die Denkfehler des kleinen Schülers.

Wie sehen Sie das Herr Gronbach?

Sieben Zwerge hat gesagt…

du muss mit kommen auf facebook, herr werner!

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Anak hat gesagt…

ach liebe barbara...wundervoll...hab mir nur kurz was rausgepickt hier...
"und das ist eben genau der im Artikel beklagte Relativismus, der aus falsch verstandener Harmonieseligkeit -alles so schön bunt hier- keinen festen Standpunkt einnehmen will und daher wahre Erkenntnis und Fortschritt verhindert. Und der uns, so er als Kulturrelativismus daher kommt, noch Kopf und Kragen kosten wird, wenn wir nicht endlich genügend Rückgrat und Arsch in der Hose haben, um für unsere hart errungenen Erkenntnisse und damit verbundenen Werte auch standhaft einzutreten und sie zu verteidigen. Es ist eben nicht alles gleich, und es gibt Gut und Böse und Richtig und Falsch!"
herzlich verbundene gruesse
anka

Barbara hat gesagt…

Falls noch irgendjemand hier liest, sonst halt für mich:

Hab oben vom "eigenen Standpunkt" geschrieben, den es gilt einzunehmen. Ist vielleicht eine missverständliche Wortwahl wie mir heute unvermittelt beim freien Sinieren in der Straßenbahn in den Sinn kam:

"Standpunkt" verstehe ich nicht als Meinung, gebildet aus von Außen angesammeltem Wissen und abgewogenen Argumenten. Eher als "inneren Ort der Bewertung" wie es im therapeutischen Kontext heißt. Ja, das kommt dem was ich meine schon näher. Der "Ort" in mir der meiner ist, ganz ursprünglich, von dem aus ich die Welt betrachte. Von dem aus ich mir auch Meinungen bilde, die ich dann in die Welt werfe .. um sie in der Auseinandersetzung zu erproben.

Standpunkt-Meinungen können sich ändern, sind relativ, immer im Kontext zu verstehen. Und in der Tat: Wenn ich so zurückschaue auf mein bisheriges Leben, dann haben sich meine Meinungen, Ansichten zu bestimmten Dingen durchaus auch mal geändert. Mein "Standpunkt" aber, mein "innerer Ort der Bewertung" blieb dabei immer derselbe. Da erkenne ich als die, die ich heute bin mich als Kind, Jugendliche, junge Erwachsene noch genauso in mir, genauso wahr und wahrhaftig, "richtig" und "im Recht" wie damals. Und vielleicht haben sich manche Ansichten geändert, weil sie relativ waren, meine damaligen Kenntnisse widerspiegelnd, meinem Horizont angemessen, durch die jeweilige "Brille" (hoffentlich immer reiner, weiter werdend) betrachtet. Mein Standpunkt ist aber immer noch genau derselbe, ganz eindeutig. Für diesen trete ich ein, für mich, in die Welt hinaus, damals wie heute.

Und das hört sich dann ganz zufällig (ehrlich ;-) ) ganz ähnlich an wie das, was Sebastian in seinem neuen Beitrag schreibt. Liegt wohl grad so in der Luft... ;-)