Samstag, 22. Mai 2010

Lust & Liebe

Mission Mensch bedeutet, das zu werden, was Du bist: Der eine und ungetrennte evolutionäre Impuls, der sich in jedem Menschen zu einer Einzigartigkeit selber übersteigt, um schließlich am Höhepunkt dort anzukommen, wo er immer schon war: In der Einheit. Diese Einheit ist aber nun kein göttliches Geschenk mehr, sondern Menschenwerk.

Nichts ist absurder, als sein Leben "stiller Verzweiflung und Pflicherfüllung" zu führen und dabei zu meinen, dies sei irgendwie spirituell.
Wer so lebt, setzt seinem Ego einen Heiligenschein auf - Ego bleibt es dennoch.

Ich tue was mir Lust bereitet. Und „wer die Lust an der Befriedigung des menschlichen Begehrens ausrotten will, muss den Menschen erst zum Sklaven machen, der nicht handelt, weil er... will, sondern nur, weil er soll. Denn die Erreichung des Gewollten macht Lust.“ (R.Steiner)

Und wenn ich heute auf den strahlenden Frühling & die platzenden Knospen schaue und diese Kraft in mir erlebe, dann erlebe diesen evolutionären Impuls. Gott will werden.


Und ich bin sicher: Gott schuf diese Welt nicht aus stiller Verzweiflung und Pflicherfüllung, sondern aus überquellender Lust & Liebe. Einfach um sich selbst & seine eigene Schönheit immer wieder neu zu bezeugen und zu erleben.

Willst Du wie der werdende Gott handeln? Handel aus Lust & Liebe.

"Warum sollte meine Handlung denn weniger dem Gesamtwohl dienen, wenn ich sie aus Liebe getan habe, als dann, wenn ich sie nur aus dem Grunde vollbracht habe, weil dem Gesamtwohl zu dienen ich als Pflicht empfunden habe?"
(R.Steiner)

Kommentare:

Christine G.B. Rau hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Solve Lubaya hat gesagt…

ja... das übe ich nun schon eine ganze weile, meiner lust und meiner liebe zu folgen. viel gutes erwächst daraus, unerwartetes und magisches, das mit purer disziplin und gedankenkraft nicht erträumt werden kann.
möge die reine lust der liebe sich entfalten
mit herzensgrüßen
solve

Ingrid hat gesagt…

Nichts ist absurder, als sein Leben "stiller Verzweiflung und Pflicherfüllung" zu führen und dabei zu meinen, dies sei irgendwie spirituell. Wer so lebt, setzt seinem Ego einen Heiligenschein auf - Ego bleibt es dennoch.

Nun ja.
Wenn es aber gerade die Lust eines Menschen wäre, sein Leben "in stiller Verzweiflung und Pflichterfüllung" zu führen - was dann?

Ich meine: jeder, der lebt, wie er nun einmal lebt, und dazu sagt: Nur so, wie ich lebe, ist es "spirituell richtig und wahrhaftig" --- der "setzt seinem Ego einen Heiligenschein auf"... selbst dann, wenn er es seine Lust sein sollte, ein "spiritueller Dienstleister" zu sein.

:-)

Schöne Pfingsten!

Ingrid

Ameli Zieseniß hat gesagt…

Was ich hier immer wieder und mehr und mehr vermisse, das ist das menschliche Maß. Ihr schwebt hier alle in Götterwelten rum, während oft einfachste menschliche Gesten bei euch nicht mehr funktionieren.
Neulich zum Beispiel, da hat jemand mit mir über Ahriman gesprochen, und ich dachte, er würde mich von seiner Frau grüßen wollen. Da war ich zutiefst enttäuscht.
Aber das war kein Einzelfall und sicherlich auch gar nicht "böse" gemeint. Im Gegenteil, Ahriman (oder Luzifer oder Christus oder Christian Rosenkreutz oder Goethe oder Mani oder oder) ist für Anthroposophen einfach wichtiger als ihre eigene Frau.

Wer hat den Leuten das Herz geklaut?

Werner (Thomas) hat gesagt…

Ameli!

Viele Grüße von mir.

"Wer hat den Leuten das Herz geklaut?"

- Ahriman war es!