Freitag, 14. Mai 2010

Was ist öffentliche Meditation?

Ist öffentlliche Meditation Mysterien-Verrat? Oder ist es so wie Joseph Beuys sagt: "Die Mysterien finden im Hauptbahnhof statt." Oder ist öffentliche Meditation der Moment, in dem der Rebell der Stille zu sich kommt? Oder ist Guerrilla-Mediation der Ausbruch aus der Matrix? Oder ist öffentliche Mediation einfach nur öffentliche Mediation? Ohne Story - einfach da sein. Es ist gut. So wie es ist. Wie ist es? Teste es!

Kommentare:

Conny hat gesagt…

Öffentliche Meditation ist die Quelle des Schwadronierens...

Sebastian Gronbach hat gesagt…

Es war eine wirklich feine ÖKOMED Public Meditation in Gelsenkirchen. Drei Meter neben "Deutschland such den Superdribbler!" Wir hatten wieder maximale Aufmerksamkeit für minimale Aktion. Eine Stimme: "Hätte man mehr NPD gewählt, wäre sowas nicht möglich... gewesen." Ein paar Jugendliche 30cm neben unserem Gesicht: "Haaalllooo!!!" Oder: "Guck mal, der kann es am besten". Andere diskutierten darüber, wie man "innerlich glücklich" wird. Ein paar Kinder setzen sich einige Momente still dazu. Und wir waren einfach nur da & still und öffneten unser Herz - immer weiter. Danke, Ihr Guerilla-Meditierer! WOW!

Christine G.B. Rau hat gesagt…
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Ameli Zieseniß hat gesagt…

Die Hauptsache ist doch, dass wir alle mal ein bisschen Spaß haben!

Christine G.B. Rau hat gesagt…
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MonikaMaria hat gesagt…

Danke, Sebastian und alle, die dabei waren.

manroe hat gesagt…

Oooch Cristine, wie wärs da mit den Spekulanten, die den Euro verzocken, hab da grad gelesen "...Rattengift für Spekulanten..." --, so im Sinne von: "Ratte zu Ratte", was sagst Du dazu? Wär das noch die Auge um Auge Mentalität? --
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Öffentliche Meditationen finde ich wirklich gut. Wenn man schon nicht schimpfen "darf" oder brandmarken gar, dann sollte man zumindest zeigen, nach aussen, wo man herholt, was heilen könnte bei rechter Gesinnung.

Diesen durchschossenen Strichcode erlebe ich als ein wirkliches Wahrbild. Diese "Gefängnisgitter" sollten durchbrochen werden durch das wahrhaftig organisierende Leben, das aus der Stille kommt. Man sollte das als Abzeichen an sich tragen. Auch zum Verständnis dafür, dass Meditation nicht nur in sich selbst diesen "Zaun" durchbricht. Als ein Symbol für ein Ziel von Erkennenden.

Öffentliche Meditation als eine Art Grundschule für ein Erwachen, ein Lösungsangebot, das auch zu zeigen vermag, das eine Lösung, ja DIE Lösung bei einem selbst beginnt. Angeln für erwachsen(d)e Geister, stille Wasser sind tief, entdeckt es bitte mal! - und erkennt diesen Spruch als ein Wahrspruchwort. Tiefe statt Flachheit. Auf der Suche nach der wahren Autorität, denn das Gute liegt so nah. Selbst: "Wenn zwei in meinem Namen..." würde hier sogar zutreffen, da ich MIR selbst begegnen kann, von ich zu ICH in mir durch mich.

Ich denke schon dass gezeigt werden muss, heute, wie man den zweiten Kosmos des Menschen betritt und erfährt, wie man die grossen Dualitäten zusammenführen kann, dass sie zusammengeführt werden müssen. Stille und Stille ist nicht immer zweierlei und ich möchte damit hier auch zum Ausdruck bringen, dass ich es ebenso für sinnvoll halte - es kommt immer darauf an... - all das auch ganz mit sich allein zu tun.

Christine G.B. Rau hat gesagt…
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Barbarapapa hat gesagt…
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Kerstin Zahariev hat gesagt…

Na Barbarapapa, warum probierst du es dann nicht einfach aus, wenn du sowieso schon bei Ikea einkaufen gehst? Setz dich an eine besonders auffällige Ecke und fang an - meditiere, einfach so. Stille.

Und dann schau doch einfach, was es bringt.

@Manfred - dein Text hat mir sehr gefallen und sehr gut getan. Danke dafür.

manroe hat gesagt…

Hallo Barbarapapa, Du bist jetzt ebenfalls ein Erwachter? Ist das ein Bekenntnis oder eine Erkenntnis? Oder bist Du gar ein Ernannter? Tja, wie geht man damit um? Als allererstes KEIN Aufsehen erregen, überhaupt nicht erregen, einfach nur Vor-Bilder zeigen. Da gibt es dann zunächst so Doppelbilder dann, die muss man dann "auf die Reihe kriegen..." - und dann, regt sich was.

Barbarapapa hat gesagt…
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Barbarapapa hat gesagt…
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Conny hat gesagt…
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Conny hat gesagt…
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manroe hat gesagt…

Ja Conny, ich gebe Dir recht. Ich würde zwar nicht aufopfern sagen, das hat sowas verzehrendes,sondern dass man sich nicht selbst in den Mittelpunkt stellt, sondern zurückgibt, hilft, sich öffnet, bereit ist, möglichst umfassendes Mitgefühl als eine befruchtende heilende "Substanz" erkennt und wirken lässt, den Mut aufbringt, vermeintlich "Negatives" anzunehmen, zu durchdringen und erkennend zu durchleuchten, im Geben das/ein Empfangende(s) erleben zu können, im "Suchen" seiner Lebensnahrung begreifen zu lernen, dass man dann wirklich "satt" wird, wenn man teilt, wenn man gibt, auch wenn man zumeist vom "Leben" "bestraft" wird. Bis dahin, vor sich selbst der "Narr" zu sein und zu erkennen, dass die heutigen Tempel der Erkenntnis im Leben gebaut sind, was für mein Verständnis bedeutet, sich nicht zu schade zu sein, auf die Strasse zu gehen. Denn man trägt ihn immer bei sich, den wahren Tempel.

manroe hat gesagt…

Barbarapapa, ich freu mich dies von Dir zu hören. Was Du beschreibst erlebe ich auch so, zumeist ist es so, leider, es tut weh, insbesondere dann, wenn man vielleicht mal etwas ansprechen kann und man erleben muss, dass, obgleich beide deutsch reden, kein Verständnis zustande kommt.

Ich glaube wirklich, dass wenn überhaupt etwas wirkt, dann meditieren. Schon allein weil, wenn man die äusseren Augen schliesst, bewusst, wie in einer Meditation, man unweigerlich eines guten Tages entdeckt, dass es da drinnen auch "Augen" gibt -- "...Du kannst im Dunkeln sehen ..." Man findet andere Gesprächspartner, die Inhalte wandeln sich, wenn man das innere Auge nutzt. Und Meditation ist für mich der einzige Weg, der auf eine natürliche Weise wirkt, mal jetzt davon abgesehen von solchen Erfahrungen, von denen Du jetzt berichtest, denn dem ist ja bereits etwas vorangegangen, irgendwann fällt der Apfel halt vom Baum, ausgelöst durch einen kleinen Windstoss.

Ich glaube, dass dem "träumenden" Menschen Bilder gegeben werden müssen und das intensivste als VOR-BILD ist das der alles umfassenden Meditation.

Dieser "Lavastrom", den Du oben erwähnst, da gibt es ja den dazugehörenden Vulkan und in dem erblicke ich all jene, die sich nur allzu gern ergiessend in einen selbstgesetzten Mittelpunkt stellen, wie bei einem Pfau, wenn Du den von vorne siehst, dann sitzt sein kleiner Kopf mit seinen Augen mittendrin in seiner aufgefächerten Kulisse der bunten Federn und Farben und werben und erheischen.

Und ich glaube, dass als Prinzip zum weitaus riesigsten Teil unsere ganze Welt hier aus Pfauenfedern besteht, deshalb spreche ich so gern von erkennen statt von leben, weil immer noch offen ist, an dieser Stelle, diesem Punkt, WAS denn nun "Leben" wirklich ist. Für mich mit Sicherheit kene Pfauenfeder, wenngleich man sich durchaus an ihnen erfreuen kann und auch sollte, aber eben durch Erkenntnis befreit.

Tja, und was meditiere ich da? Ich schaffe Ruhe und Stille in mir und schaue dem zu, was ich da erblicken kann, wie es sich setzt, der ganze aufgewirbelte "Staub", ein redender, werbender Staub, mich bequatschend. Ich dem dann keine Aufmerksamkeit widme, oder wenn, dann wirklich selbst bestimme, wem ich wann und ob meine Aufmerksamkeit widme und dann weitergehe in die Stille, bis sie Stille geworden ist und ich nicht eingeschlafen bin, was häufig auch geschieht, je nachdem. Und in der Stille selbst entdecke ich mein wahres "Auge" mit dem ich gern erkunde was es so alles gibt und wie es spricht und vor allem warum und mit welchem Ziel. Und irgendwann dann kristallisiert sich heraus der sogenannte Mittelpunkt, zu dem alles hingeht und von dem alles ausgeht -- und ab hier dann, so sehe ich es, beginnt es eigentlich wirklich erst, nach dieser Reinigung jenen lichten Auges und dann beginnt das eigentliche Werden, hier beginnt es erst, es ist nicht das Ziel, wo man sich ausruht im Irrglauben angekommen zu sein, ab hier beginnt mein Werk, weil ich ab hier erst wirklich selbst tun kann und ich erkennen lerne, dass ich nicht allein bin. Und ich glaube dass alles wirklich wirkt, was man aus Überzeugung tut, wenngleich eine jegliche Überzeugung nicht unbedingt auch gut sein muss. Und daraus ist dann das menschliche Drama gewebt, bis hin zum Maschendrahtzaun.

Ameli Zieseniß hat gesagt…

@Barbarapapa
Du bist es doch, der phlegmatisch träumend vor sich hinschwimmt. Du siehst nur "Massen", wo Menschen sind. Es sind dir offensichtlich zu viele auf einmal, um dir zuzutrauen, mal genauer hinzuschauen und zu erkennen, dass da trotz aller "Programmierung" (die bei dir ja mindestens genauso intensiv vorhanden ist) lauter interessante Individualitäten durchs Leben strömen. Nur dass die nicht soviel Aufhebens von sich selber machen wie du, dass die nicht ständig über Erleuchtung herumgrübeln und dass die auch ohne His Infernal Holine$$ klarkommen.

Die sind stärker und lebenstüchtiger als du.

Denk mal drüber nach. Und schau das nächste Mal etwas genauer hin, falls dir dein Hochhut den Blick noch nicht völlig verstellt hat.

manroe hat gesagt…

Hallo Amelie, da muss ich den Barbarapapa mal "verteidigen", zumal Du da ja auch eine Aussage über mich machst. Ich würde das, was Ba.papa da schildert in etwa so beschreiben, wie wenn ich z.B. in einer Werbesendung, da ist es allerdings ja ziemlich offensichtlich, hinter deren Werbemaske die langen Eckzähne erkenne und deren Motiv, das sie so freundlich sein lässt, wirklich bildhaft vor mir sehe. Und DIE sind ja wirklich sehr aktiv und "erfolgreich", vor allem dann noch diejenigen, die das in Auftrag geben. Und das hat da dann überhaupt nichts mit Hochmut zu tun oder einem träumerischen Phlegma, sondern mit einer Wahrnehmung auf der anderen Schicht und ebenfalls absolut nichts mit einem geringfälligen Urteil, man "muss" das so beschreiben, weil es so aussieht, Urteile darüber wären da dann doch wirklich noch was anderes dann, wenn man da sein eigenes Sein mit hineinflicht.

Barbarapapa hat gesagt…

Ja, Ameli, ich sehe in diesen funktionalisierten menschen mich selber. Ich spüre auch genau, wie ich selbst fuktionalisiert werden soll. Ich muss enorme Energie aufwenden um meine Freiheit im Ikea zu wahren.

Meine Freiheit besteht darin, und das würde ich als Leben bezeichen, Manfred: In jedem Moment mein inneres Leuchten, das nichts als Zufriedenheit beinhaltet wahrzunehmen, und alus Liebe zum Warten in der Warteschlange zu stehen, und aus Liebe zum Schieben den Einkaufswagen zu schieben.

Und im Lichte dieser Liebe schaue ich in die Welt und sehe dieses Licht eben sonst nur von Kindern ausgehend, die in dem Warenhaus durchdrehen. Ihre Blicke sind wie Inseln. Im Lichte der absoluten Zufriedenheit mit diesem Leid (das die anderen Menschen gar nicht wahrzunehmen scheinen) breitet sich Mitleid aus.,, das ist alles.

Ich glaube, alles was ich tun kann ist, absolute Zufriedenheit zuzulassen, alles Agieren muss sterben, was bedeutet, das Karma zu lieben.

Dazu muss ich nicht in Meditationshaltung auf einem Klippan-Sofa sitzen. Kann ich aber. Aber nur wenn ich jede homöopatischste Dosis Eitelkeit in mir ausschliessen kann...

manroe hat gesagt…

Ba-papa, das was Du beschreibst trifft auf Dich persönlich zu oder halt in gleichem Sinne auf eine jede andere Person auch, allerdings was eine öffentliche Meditation meines Erachtens bewirken sollte, einen Hinweis FÜR andere, darin liegt der Unterschied. Wenn man so will vielleicht auch ein wenig unterrichtende Hilfe, ein "Anschauungsobjekt" für künftige Meditanten. Dein inneres Leuchten anderen insofern zur "Verfügung" stellen, etwas davon durch Vor-Bild weiterreichen. Eine Form praktizierten Mitleids dann in Deinem Sinne des Mitleids.

Nene hat gesagt…

sorry Barbapapa, aber meinst du das ernst?

Conny hat gesagt…
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