Donnerstag, 13. Mai 2010

Worte zu Himmelfahrt

Wenn Du die besondere Qualiät des heutigen Tages von innen nach aussen erleben willst, dann kannst Du diesen Text von Eichendorf meditieren. "Es war hätt´er Himmel die Erde die Erde still geküsst, dass sie im Blütenschimmer von ihm nur träumen müsst."

Christi Himmelfahrt ist der Tag, an dem sich die ganze Erde zum Himmel streckt. Die Erde ist heute in einem Himmelfahrtszustand.

Seit heute ist der Himmel kein Jenseits mehr und die Erde kein Diesseits. Irdischer Himmel. Himmlische Erde.

Orientiert an der christlichen Symbolik, kannst Du Dich heute ganz hineinleben in diesen Gedanken:

Ich bin in tiefster Verbindung mit den Himmelskräfte auf Erden. Ich verwirkliche den göttlichen, das kosmische Urselbst - und zwar genau hier. Wo ich bin.

Ich bin eins und werde eins sein, mit diesem göttlichen Weltengrund. Und dies werde ich vollkommen erfahren und somit verwirklchen, wenn ich mich mit dieser Erde verbinde. Wenn ich Verantwortung für meinen Leibe - diese Erde - übernehme.
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Christi Himmelfahrt ist keine Flucht vor der Erde. Die Himmelfahrt nimmt die Erde mit und zieht die tote Materie in die Sphäre des ewigen Lebens.
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Himmelfahrt ist - in der christlichen Sprache - die Auferstehung der Erde. Sie ereignet sich jedoch nicht durch ein magisches Ereignis vor 2000 Jahren, sondern alleine dadurch, das ICH BIN, wo ich bin.
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Durch meine "klirrende Gegenwärtigkeit". Durch meine Liebe zum Dasein. Durch meine Liebe zur Erde.
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Christi Himmelfahrt bedeutet, nicht nur Aufstieg & Erleuchtung für mich zu verwirklichen. Christi Himmelfahr bedeuet, Aufstieg & Erleuchtung für die ganze Erde zu verwirklichen.
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Christi Himmelfahrt ist, wenn die Mission Mensch zur Mission Erde wird.

Kommentare:

Conny hat gesagt…

...zieht die tote Materie in die Sphäre des ewigen Lebens.

Das ist aber nicht von Steiner. Ist das Gronbachsche Geisteswissenschaft?

Christine G.B. Rau hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
soniah hat gesagt…

Ich sehe einen Stiel der sich gen Himmel streckt und eine Blüte ganz oben öffnet sich. Ihre Samem werden zu Pfingsten, mit das gesammelte Licht,in die Erde eindringen. Heute spüre ich erst die Verbindung, wie beim großen eurythmischen L der von unten, durch die Mitte nach oben fährt.

Stefanie hat gesagt…

Wir haben das Glück, dass wir den heute auf die Himmelfahrt gerichteten Blick noch weitere neun Tage bis Pfingsten in gleicher Weise richten können.
Oder noch länger.
Oder schon gerichtet haben.

Sieben Zwerge hat gesagt…

Sehr feminin, der blaue Himmel...