Montag, 14. Juni 2010

SchweigeWorte

Solange wir sagen, dass wir geboren wurden, müssen wir sterben. Solange wir von Himmel und Hölle sprechen, werden wir in Himmel und Hölle eingehen. Solange wir über Karma reden, gelten karmischen Gesetze. Solange wir von Kräften ausserhalb unseres Selbst reden, gibt es Widersachermächte. Predige das Kreuz - und Du hängst irgendwann dran. Am Anfang war das Wort. Und das Wort wurde Fleisch.

In dem Augenblick, wo wir von allen diesen Dingen schweigen, werden alle diese Dinge verschwinden.

Schweigen, dass meint nicht nur, dass wir nicht mehr mit unserem Mund darüber sprechen oder nicht mehr darüber denken sollen. Schweigen meint nicht verdrängen.

Schweigen meint, dass wir alle diese Begriffe und Vorstellungen mit bewusstem Schweigen und schneidender Stille durchdringen.

Mache das Schweigen zu einer ekstatischen Kraft. Zu Deinem schärfsten Schwert. Und richte es auf Deine Vorstellungen, Deinen Glauben, Deine Gedanken und Dich selbst.

Wenn Schweigen zu einer extaktischen Kraft wird, dann dringt das Schweigen in die Adern, Gefäße und Knochen aller Vorstellungen, Begriffe und Wörter ein. Du wirst erleben, wie alle diese Dinge entsiegelt werden.

Beginne mit den Dingen und Wörtern die Dir wenig bedeuten und gehe über zu den Begriffen und Vorstellungen, die Dir am wichtigsten sind.

Fräse Dich mit Deinem Schweigen durch Deinen geistigen Glauben (auch wenn er sich Geisteswissenschaft nennt). Schweige schließlich ekstatisch über Dich selbst.

Dieses bewusste Schweigen ist ein aktives Vergessen. Es ist eine ekstatische Kraft der Freiheit. Dieses Schweigen ist die Sonne. Die Sonne bringt es an den Tag.

Dieses Schweigen entsiegelt, was hinter und in allen diesen Dingen, Wörtern, Begriffen und Vorstellungen ist. Das Entsiegelte ist jenseits von Worten. Und dennoch bereit, wieder Wort zu werden. Und Fleisch.

Dieses, was in und hinter allem ist, stellt sich nun - entsiegelt - zur Verfügung.

Deinem entsiegelten Selbst.

Kommentare:

Anak hat gesagt…

lieber sebastian,
danke dir dieser schweigenden worte!
sie geben mir kraft und mut!
herzlich
anka

Christine G.B. Rau hat gesagt…
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MonikaMaria hat gesagt…

Ich kann dazu nur ja sagen.
Und dies strömt dabei im Hintergrund:

http://danieleinloth.blogspot.com/2010/06/egozial.html
Ich komme mir fremd vor, wenn ich beschimpfe.
Ich komme mir fremd vor, wenn ich beklage.
Ich komme mir fremd vor, wenn ich regle.
Ich komme mir fremd vor, wenn ich mich aufrege.
Ich komme mir fremd vor, wenn ich maßregle.

Treffender kann das, was ich für mich erlebe, nicht beschrieben werden. Danke Daniel.

Petra Linzbach hat gesagt…

Wie wahr Deine Worte - danke dafür!
Herzliche Grüsse, Petra

manroe hat gesagt…

... also ich bin ja fürs "Reden" im Sinne Steiners: "Rede oh Mensch - und Du offenbarst durch Dich das Weltenwerden." Allerdings auf Grundlage echten Schweigens, natürlich :))

manroe hat gesagt…

... und --- wirklich schade, vielleicht sogar im Sinne von Schaden(?), dass man so hartnackenhaft seine Positionen einbehalten muss wenngleich man sich doch verstehen könnte, was meinst Du Monika??

MonikaMaria hat gesagt…

Ich meine,
das Wort ward Fleisch ...
Babylon, für das EINE.
Den EINEN erfreut ES.
Den Anderen stresst es.

manroe hat gesagt…

Präzise wie immer, Schwesterchen, das freut mich so an Dir ;))

Daniel der Bassist hat gesagt…

Vielen Dank für diese Gedanken!!!
Im Moment lese ich (nochmal) der Pfad des friedvollen Kriegers....und ich habe keinen Unterschied zwischen dem was ich aus dem Buch für mich herauslese und deinem text gefunden.^^

Viele liebe Grüße Daniel

Ps: Ich danke DIR liebe Monika von ganzem Herzen!!!^^

Barbarapapa hat gesagt…
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Conny hat gesagt…

pssssst!

Barbara Mama hat gesagt…

Brüderchen, fang Du nicht auch noch an, mit Kreuze predigen!

Bernhard Albrecht hat gesagt…

@ BarbaraPapa

„Die Sonne hat noch nie geschwiegen!“

Stimmt das?
Und wenn Sie meinen, dass dem so sei, dann wäre ich sehr daran interessiert, wenn Sie dies näher erläutern würden.

Bernhard Albrecht

Werner (Thomas) hat gesagt…

"Solange wir sagen, dass wir geboren wurden, müssen wir sterben.

Solange wir von Himmel und Hölle sprechen, werden wir in Himmel und Hölle eingehen.

Solange wir über Karma reden, gelten karmischen Gesetze.

Solange wir von Kräften ausserhalb unseres Selbst reden, gibt es Widersachermächte.

Predige das Kreuz - und Du hängst irgendwann dran.

Am Anfang war das Wort. Und das Wort wurde Fleisch.

In dem Augenblick, wo wir von allen diesen Dingen schweigen, werden alle diese Dinge verschwinden."

Magie!

Und was bleibt:
Das Gronbachsche NICHTS. Da ist es wieder.
ES verschwindet einfach nicht. Auch nicht, wenn ich schweige.
Woran liegt das wohl.

Ich habe noch nicht richtig schweigen gelernt. Stimmt es Herr Gronbach?

Herr Gronbach, bei einem solchen Unsinn, wie Sie ihn hier wieder fabriziert haben, da fehlen einem die Worte.
Aber schweigen darf man da nicht.

Ihre Worte mögen manchem schön vorkommen.
Aber es ist für mich wie mit einem Apfel, der von außen zum anbeißen aussíeht.
Aber wenn man reinbeißt merkt man, dass er innen faul ist.

Werner (Thomas) hat gesagt…

Am Anfang war das Wort.
Und das Wort wurde Mensch.

Das Wort war im Urbeginne.
Und das Wort ist der Christus.
Und der Christus hat in einem Menschen gelebt.

Aber die Finsternis will es nicht verstehen.

Werner (Thomas) hat gesagt…

@ Bernhard Albrecht

Die Sonne schweigt nicht.
Sie spricht immer zu uns.
Unsere Ohren sind nur taub für ihre Sprache.

Oder sind Sie Materialist und denken Sie, dass da oben nur ein Gasball im Weltraum schwebt, der nur darauf wartet irgendwann in ferner Zukunft im NICHTS zu verschwinden, nachdem er die Erde und alles was um sie herum ist verbrannt hat?

Und:
Haben Sie noch kein WORT von dem Sonnenwesen, dem Christus, gehört?

Kein einziges WORT?

Barbarapapa hat gesagt…
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Barbarapapa hat gesagt…
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Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Werner (Thomas) hat gesagt…

Barbarapapa,

ich geh jetzt Schweigen üben.

Gute Nacht

Barbarapapa hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Kerstin Zahariev hat gesagt…

An was glauben Wesenheiten, bevor sie zur Erde inkarnieren? An Schicksal? Karma? Gott?
Wie entsteht denn Glaube?

manroe hat gesagt…

Ba=papa, Glaube sei nur gerichteter Wille - auf was?
Also ich "glaube", Glaube jst der Ausdruck der unbestimmten Gewissheit, dass ich mich entwickeln kann und werde. Glaube gibt so dem Willen seinen Sinn. Und Hoffnung formt ihn aus. Der Glaube ist wie eine Umgebung, eine Hülle in die ich mich formend hineinbegebe. Er führt mich und spricht zu mir, ich kann ihm Fragen stellen und je mehr ich mich vorangegengen geistig bewegt habe, desto reichhaltiger seine Echos. Und im Karma zeigen sich die geronnenen Taten innerhalb der "gebärenden" Schutzhülle des Glaubens.

Jasna Caluk hat gesagt…
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Avatar hat gesagt…

"
"Suche nicht die Vernichtung.

Sie wird dich finden.

Suche den Weg, der zur Vollendung führt."

Dag Hammarskjöld,

MonikaMaria hat gesagt…

Was jetzt? Weiter suchen oder EINFACH auf dem Weg bleiben ...

Fresh Franky hat gesagt…

Du musst nicht ruhig werden. Du kannst niemals ruhig werden. Selbst wenn Deine Gedanken ruhig sind, rast noch Dein Blut, Dein Herz schlägt, Deine Nieren säubern und Dein Darm verdaut...Vergiss alle Versuche wahrhaft ruhig zu werden.