Samstag, 4. September 2010

Everything that has a beginning has an end

Liebe Kollegen im Arbeitszentrum der Anthroposophischen Gesellschaft in NRW,

gerade komme ich von einer Woche "Voice Dialogue Sommerakademie" zurück. Gemeinsam mit Cordula Mears-Frei und anderen spirituellen Lehren, habe ich dort Anthroposophie, buddhistische und evolutionäre Spiritualität gelehrt. Von der Fülle der Welt zum stillen ICH – kartiert und geklärt durch die Integrale Theorie Ken Wilbers.

Viele Stunden Leere-Meditation PLUS anthroposophische Meditation, ekstatische Selbsterfahrung als Frau und Mann, anthroposophische Mantren, Texte der esoterischen Stunden und Texte von Popstars, Eurythmie & Tai Chi, radikale Selbsterkenntnis und ein demütiges Vergehen & Stehen im Gesicht Gottes. Eine volle Übernahme von Verantwortung für die Fülle der Schöpfung. Lässig & unbeirrbar.

Mission Mensch. Rock´n Roll.

Der Geist Rudolf Steiners war präsent. Wieder wurde deutlich, wie wundervoll (befreiend & verpflichtend) Anthroposophie sein kann. Jenseits von religiösen Mythen, dogmatischen Glaubenssätzen, engen Herzen, schlaffen Gliedern, trocknen Mündern und kindischen Machtspielen. Und wenn Anthroposophie sich dem Besten öffnet was Therapie, Philosophie, PopArt und Spiritualität heute zu bieten haben, dann ist sie tatsächlich Spiritualität für Erwachsene.

(Durch die christliche Brille geblickt, wäre es eine Veranstaltung gewesen, die 24 Stunden vom Christus-Impuls durchdrungen war. That´s the funky fact!)

Wenn ich im siebten Jahr meines Engagements für das Arbeitszentrum der Anthroposophischen Gesellschaft NRW zurückblicke, habe ich mehr erreicht als ich gedacht hätte. Danke für die gemeinsame Zeit - jetzt muss jemand anderes für frischen Wind sorgen, rumnerven und das 11. Gebot beachten: „Du sollst Gott nicht langweilen.“

Ich bin mir sicher, dass wir niemals mehr hinter die gemachten Entwicklungen zurückfallen können...und wenn doch? Dann sucht sich der Weltgeist die nächste „modernste Gesellschaft der Welt.“ Evolution is nothing without demolition.

Gemeinsam werden wir auch in Zukunft dem freien Weltgeist dienen – und uns selbst als Freiheit entgegenfliegen.

Und wenn ihr mich hin und wieder einladen wollt, dann freue ich mich sehr. Ich werde weiter mein bestes für die Anthroposophische Gesellschaft geben und als spiritueller Dienstleister in der Tradition Rudolf Steiners meinen Beitrag leisten. Wenn Ihr mich sucht: Mein Haus steht offen.

Denn: Es dreht sich nicht um uns. Aber es kommt auf uns an.

Geben wir uns dem unaufhörlichen Drang nach Höherentwicklung vollkommen hin – dieser Drang, der wir selber sind und der ungetrennt ist von dem ersten Moment der Schöpfung. 

In der tiefen Demut, dass sich alles in Gottes unermesslicher Hand ereignet.

Niemals werden wir aus dem Frieden und der Vollkommenheit des Göttlichen herausfallen. Niemals werden wir übersteigen, was ES nicht bereits auf eine unbegreifliche Weise ist.

Das, was alle Veränderungen und Entwicklungen erfährt, ist einfach nur dieses eine, ungeborene, ungestorbene, nie wankende, in Liebe strahlende & freie ICH-BIN.

Unsere Mitte. In jeden Menschen die EINE Mitte. In diesem Augenblick. Perfekt und vollendet.

Und dennoch können wir dem Göttlichen einen einzigartigen Dienst erweisen: Wir können seiner tiefen Sehnsucht nach Selbsterkenntnis auf aller höchster Stufe entsprechen. Indem wir sein erwachtes Bewusstsein werden. Bewusstsein vom Bewusstsein.

Wir sind das Bewusstsein der Evolution. Welch gnadenvoller Job! Was für eine heroische Aufgabe! Ein Lachen im Wind. Stille.

Ich verlasse Euch als Mitglied des Kollegiums mit einem lächelnden...und noch einem lächelnden Auge. Ich gehe aufrecht, frei und mit weitem Herzen.

Am 11. September werde ich vermutlich persönlich vorbeikommen und mich von Euch und den Mitgliedern zu verabschieden. Wir waren eine Weile zusammen und jetzt gehen wir auseinander - ungetrennt. Das ist alles. Und es ist gut so! Es ist wirklich gut.

Ein kleiner guter Tag in der uferlosen GUTHEIT. Und wir können diese Gutheit zu sich selber übersteigen – einfach dadurch, dass wir erwachen. Als starke Seelen und zu dem, was wir bereits immer sind und waren.

Ist das nicht wunderschön?

Dankbar, frei & in unendlicher Liebe.
Sebastian Gronbach

Kommentare:

Schnurzpiep hat gesagt…

Es wurde höchste Zeit.

Schwester hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
steinerimbrett hat gesagt…

Ein Besuch im Kunstmuseum Wolfsburg anlässlich der noch eine Weile andauernden Steiner-Ausstellungen lohnt aber auch. Besonders dann, wenn man mehr um manche interessante und insbesondere bezeichnende Hintergründe weiß:

www.steinerimbrett.wordpress.com/2010/08/16/da-täuschen-sie-sich

Arglist, Täuschung und Irreführung gehört aber auch so gar nicht zum anthroposophischen Alltag...

Schwester hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.