Mittwoch, 22. Dezember 2010

Die Sesam-öffne-dich-Meditation

Alles hat seine Zeit – jetzt ist die Zeit der Sesam-öffne-dich-Meditation: Wenn in diesen Tagen Gedanken und Gefühle in Dir aufsteigen, die Dich einengen und den Brustkorb zuschnüren – dann gib dieser Enge in Dir weiten Raum.

Lade Deine Angst ein, öffne Deinem Zorn die Tür und mach Dich weit für Deine Beklemmung. Bereite der Traurigkeit in Dir eine Oase. Verbiete Deinem Herz nicht, dass es zerbricht. Es wäre, als würdest Du dem Samen verbieten aufzubrechen. Lasse zu, dass Dir Dein Herz gebrochen wird. Es ist ein Aufbruch.

Entspanne Dich in Deine Verspannung. Löse Dich tief in Deine Unerlöstheit. Beruhige Dich tief in Deinen Stress hinein. Anerkenne, dass Du nicht alles an Dir anerkennen kannst. Vergib Dir selbst Deine Unfähigkeit, Dir nicht vollkommen vergeben zu können. 

Wirf ein mildes Licht auf Deine Schatten. Sei Dir Deiner Unbewusstheit bewusst. Erkenne in großer geistiger Klarheit Deinen Selennebel. Betrachte mit zartem Schweigen Dein Geschwätz.

Atme ein was erscheint. Atme aus was vergeht. Dasjenige, was in Dir atmet – ist atemlose Gegenwärtigkeit.

Ein anderes Wort für diese Sesam-öffne-dich-Meditation ist „Lieben“. Was Du liebst, ist ohne Gegensatz. Diese Tage sind Tage voller Gegensätze. Du weißt wie ich das meine.

Sei Du der Ort der Öffnung, an dem alle Gegensätze bewusst leben. Dieses Öffnen ist ein natürliches Lieben jenseits aller Mythen. Entscheide Dich immer wieder zu handeln - aus dem bewussten Raum der Gegensätze heraus. Ein Handeln aus natürlicher Liebe.

Was Du liebst, ist ohne Gegensatz.

Erlaube Deinem Herz, dass es beim Öffnen immer weiter zerbricht. Erlebe, wie sanft und unwiderstehlich Du Dich öffnen lässt. Lass Dich davon überraschen, was hinter dem zerbrochenen Herz erscheint.

Sesam - öffne Dich.