Freitag, 3. Dezember 2010

Dunkle Zeiten. Wache Zeiten.

Die Adventzeit ist für viele Menschen eine Zeit, in der ihr Fahrstuhl des Lebens nach unten geht. Ins Dunke. Ins Tiefe. Ins Schmerzvolle. Und das betrifft Körper, Seele und Geist. Was ich Dir da wünsche, ist dies: Lenk Dich nicht ab. Schau genau hin. Bleib wach.

Was auch geschieht: Gehe bewusst durch die Einsamkeit, gehe bewusst durch den Schmerz, gehe bewusst durch jeden Moment des Sterbens. Schmecke die Einsamkeit.

Kaue die Einsamkeit. Schlucke die Einsamkeit. Fühle, wie Einsamkeit in Dir wächst. Verdaue Einsamkeit. Scheide aus, was selbstverliebte, tote Einsamkeit ist und lass fruchtbar in Dir werden, was gut ist an Einsamkeit:

Erkenne in dieser seelischen Nacktheit Dein wahres Selbst.
Weiche der Einsamkeit nicht aus.

Lass Dich von der Einsamkeit bewusst herabziehen – auf den Grund von allem.

Wenn Du die letzte Einsamkeit kennst, kennst Du die letzten Dinge.

Bleib wach. Bleib wach. Bleib wach.