Mittwoch, 28. Dezember 2011

Notizen einer Liebe – Nr. 4



Die Sache sieht so aus, Geliebter: Alle Wünsche, die wir uns jetzt gegenseitig wünschen, sind aufgehoben und werden transzendiert durch diesen einen Wunsch: Erleuchtung. Klar: Du kannst noch eine Weile vor dem unvorstellbaren Geheimnis davonlaufen. Wir können uns dies und das vornehmen dies und das wünschen, oder aber, wir können die einzige Quelle verwirklichen, durch die alle Sehnsucht erfüllt & befriedigt und aller Drang befreit & erlöst wird. Erleuchtung. Die Quelle wahren Mitgefühls, die Quelle, die aus dem Nichts die Fülle erschafft. Die Quelle der Evolution: Erleuchtung.  

Wenn Du drum herum redest, dann kann ich Dich gut verstehen. Denn ich sehe, was Du siehst: Du siehst, dass Du auf die Probe gestellt werden wirst, wenn Du die Kühnheit besitzt und die Hingabe verkörperst, die notwendig sind, um in diesem Leben JA zur Erleuchtung zu sagen.

Schau, Geliebter: Wenn Du mir erlaubst, Dich mit diesen Worten zu berühren und wenn Du selbst so in der Öffentlichkeit sprichst, dann weisst Du was passiert: Du wirst auf die Probe gestellt werden. Und das ist kein Spruch. Die Probe bezieht sich auf Dein Denken, auf Dein Fühlen, auf jede Tat. Sie bezieht sich darauf wie Du Vater bist, oder Mutter. Darauf wie Du in der Einsamkeit stehen kannst.

Du wirst beim Sex geprüft – jeder Orgasmus ist die Probe: Bist Du bereit Dich ganz für Gott öffnen zu lassen. Bist Du bereit so tief in das Herz einzudringen, bis die Ketten reissen und Du in der Liebe verschwindest? Geld, Beziehung, TV, Facebook, Essen, Trinken, Alltag – alles ist Probe: Wenn Du JA sagst zur Erleuchtung, wie spiegelt sich dies in allen diesen Alltagsbereichen wieder?

Du weisst was passiert, wenn Du so lebst: Du wirst eine Bedrohung – auch für Dein altes Leben. Darum wünschen wir uns oft nur kleine Häppchen, damit wir nicht die ganze Verantwortung unserer Wünsche tragen müssen.

„Der erleuchtete Mensch bedroht  den Status quo. Die Art, wie er denkt, und die Art, wie er spricht, ist für die korrupte Welt, in der wir leben, sehr bedrohlich. Die lebendige Tatsache der Erleuchtung ist für die Menschen unbequem, beängstigend und ärgerlich.“ (Andrew Cohen)

So will ich Dir nichts wünschen, Geliebter, als Erleuchtung. Ich weiss nicht, ob Erleuchtung Dich findet, aber ich verspreche Dir: Ich werde alles dafür tun, dass Du bereit bist. Und: Bis sie Dich gefunden hat, bin ich bei Dir: Zum Wohle aller Wesen. Erfolgreich, in der perfektest mögliche Weise. Drunter machen wir es 2012 einfach nicht mehr und Zynismus ist keine Option.  

"Zynisch zu sein bedeutet, nicht zu glauben, dass es möglich ist frei zu sein.
Nicht zu glauben, dass es möglich ist wirklich glücklich zu sein.
Zynisch zu sein bedeutet, dass wir dem Leben misstrauen und uns vor der Liebe fürchten.
Für einen Zyniker ist es unmöglich an eine Liebe zu glauben, die selbstlos ist. Und er glaubt nicht daran, dass es sowas wie vollkommene Güte gibt."
(Andrew Cohen)
 
In diesem Sinne hier die ersten „Mission Mensch“ Termine für 2012:


„Wie Anthroposophie Dich trifft - Mitten ins Herz“
Das Seminar mit Sebastian Gronbach in Freiburg
Freitag, 10. Februar 2012, 12-18 Uhr

„Ein Seminar für alle Menschen, denen das Wort Anthroposophie weniger wichtig ist, als das was dahinter leuchtet: Lasst uns die weltanschaulichen Kleider vom Leib reissen – solange, bis die Sehnsucht nach dem Geist bloßgelegt ist.“

Immer wieder hören wir, dass man sich entscheiden müsse. Man solle eine neue Wahl treffen und sich ganz dem Leben hingeben. Das ist schon richtig. Dabei wird aber oft das Wichtigste vergessen: Wir haben uns bereits entschieden - vor langer Zeit. Du hast die Wahl getroffen dieser einzigartige Mensch zu werden - das war die Ursache Deiner Geburt. Du hast Deiner Seele ein Versprechen gegeben - aus diesem Wort bist Du erwachsen. Es ist ein JA-Wort. Dein Leben mag für Dich vielleicht wie ein Problem erscheinen, in Wahrheit ist es Lösung, Mensch. Wenn Du Dich mal wieder entscheiden musst, dann erinnere Dich: Es gab einen Moment, der alles umfassenden Perspektive und aus dieser Weitsicht heraus, hast Du Deiner Seele gesagt: "Das undenkbar Wichtige, was JETZT in Erscheinung treten muss – bist Du." Ein Seminar für Menschen, die sich an ihr Versprechen erinnern wollen.

Normalpreis Tagesseminar: 50,- Euro, Mentorenpreis: 100,- Euro, Förderpreis 35,- Euro



„Wie Anthroposophie Dich trifft - Mitten ins Herz“
Der Vortrag im Dialog mit Sebastian Gronbach in Freiburg
Freitag, 10. Februar 2012, 20-22 Uhr

Anthroposophie ist eine ziemlich erfolgreiche Sache – zumindest als Marke für Produkte wie Weleda, Demeter oder Dr. Hauschka. Auch die Waldorfbewegung ist international angesehen. Aber wie sieht es mit der Anthroposophie als spirituellen Impuls aus? Ehrlich gesagt: Ziemlich mies.

Das liegt nicht daran, dass es zu wenige Menschen gibt, die richtig erklären können, was Anthroposophie ist oder nicht ist.

Es liegt eher daran, dass man sich nach so einer Erklärung manchmal fragt: „Und was hat das jetzt mit mir zu tun? Mit meinem Leben, meinen Sorgen, meiner Freude, meinem Schmerz? Was hat es mit meiner tiefsten Sehnsucht zu tun – mit unserer Gemeinschaft?“

Sebastian Gronbach erklärt nicht was falsch und richtig ist. Er geht mit uns an den Ort, jenseits von falsch und richtig. Weil er erfahren hat, dass an diesem ewigen Ort Anthroposophie geboren wurde. Was ist Anthroposophie aus dieser absoluten Perspektive – und wie können wir das fühlen & erkennen? Er bittet darum, dass wir uns berühren lassen. Um gemeinsam den evolutionären Liebesimpuls zu erleben – als ein Mysterium, welches in jedem lebt und von Dir gelebt werden will – da wo wir sind und egal wie wir uns nennen.


Preis Abendvortrag: 6,- Euro
Für Mitglieder von "Karma Youth Projekt" kostet das Seminar PLUS Abendvortrag 25,-€
Einzelcoaching 1:1 ist am Samstag den 11. Februar von 10-14 Uhr nach vorheriger Anmeldung möglich. 1 Stunde 90,- Euro.
Für Seminar, Vortrag, Einzelcoaching gilt: Alle Fragen an:



 
Go Beyond - Erwachen als Frau & Mann
Das Tagesseminar mit Sebastian Gronbach und Cordula Mears-Frei
Samstag, 10. März 2012 in Berlin, 10-19 Uhr

Erwachen als Frau und Mann: Ein TagesRetreat mit Cordula Mears-Frei & Sebastian Gronbach. Eine intime Reise in die Tiefe des Femininen und Maskulinen – jenseits des Egos. Voice Dialogue, Integrale Perspektiven & Meditation unterstützen die authentische Arbeit der beiden spirituellen Lehrer. Was ist die Essens des Maskulinen – und wie kann die Kraft des Männlichen die Beziehung für die Liebe befreien?

Was ist die Essenz des Femininen – und wie kann Kraft des Weiblichen sich so hingeben, dass sie die Beziehung für die Liebe öffnet?

Wie ist es möglich, vollkommene Befreiung & totale Verbundenheit zu leben? Und wie wird die persönliche Beziehung zu einem Tor für etwas, was unfassbar Größeres?

Kosten: 140.-Euro Einzelperson / Single - plus 45.-Euro Hotelpauschale/​Mittagessen (Lunch), 260.-Euro für Paare, 80.-Euro für junge Menschen von 17-27 Jahre

Einzelcoaching oder Paararbeit sind am Sonntagmorgen 11.3. auf Voranmeldung möglich.
Nach Anzahlung der Anmeldegebühr von 50.- Euro ist ihr Platz fest reserviert. Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung bis spätestens 15.1.2012.

Anmeldung/Registration/​Überweisungsdaten und weitere Information: Guido Berkholz unter 0163-691 38 59 or guido.berkholz@web.de




Mensch sein im Wandel: Befreiung, Wachstum & Liebe zu allen Wesen
Das Wochenend-Seminar mit Sebastian Gronbach & Cordula Mears-Frei

29.06.12 - 01.07.12 in der Villa Unspunnen, Schweiz

"Wie entsteht bedingungslose Verbundenheit? Wenn Du durchs Tor der Demut schreitest und deine eigene persönliche Wunde so fühlst, dass sie zum Tor für etwas Grösseres wird" Cordula Mears Frei

"Nichts ist leichter, als ein erwachtes & befreites Leben zu führen. Du beendest den Widerstandskampf gegen die eigene Seele. Du gibst den Widerstand gegen ein Mysterium auf, welches letztlich Du selbst bist." Sebastian Gronbach
Alle Informationen HIER



SommerAkademie Evolution of Mankind 2012
Mit Sebastian Gronbach, Cordula Mears-Frei
& dem internationalen  Dozententeam in der Schweiz


Freitag, 10. August 2012, bis Freitag, 17. August 2012
AlleInformationen HIER




Praxis Sebastian Gronbach
Einzelberatung und Paarberatung in Meckenheim bei Bonn
"Praxis" heisst "Handlung", heisst "Ich tue".  Was tue ich denn, wenn ein Kunde kommt? Ich behandle den Kunden wie einen König.  Und was bekommt König Kunde von mir? Nun: Sich selbst - mit allem, was dazu gehört.  Damit er ein König ist - für seine Beziehungen, seine Arbeit, die Erde - zum Wohle aller Wesen...Für das Selbst.

Bitte vereinbaren Sie einen Termin unter: sekretariat.gronbach@gmx.net
Kosten: 90,- Euro pro Stunde.



Nach Hause kommen - das ist es, wozu ich Dich einlade, Mensch.

Ich verspreche Dir nicht tausend Ding. Nicht dies und das. Ich lade Dich nur ein, nach Hause zu kommen. Ein Wochenende für die Ewigkeit. Alle Infos HIER.
Die nächsten freien Termine gibt es im Mai 2012.
Bitte vereinbare einen Termin unter: sekretariat.gronbach@gmx.net


Änderungen vorbehalten.

Montag, 26. Dezember 2011

Notizen einer Liebe – Nr. 3


Ja, ich weiss, Geliebter, Du bist kein Suchender mehr. Du hast es bereits gefunden. Du hast alles erkannt und weisst alles. Du hast die Freiheit gefühlt, den Kosmos der Liebe geschmeckt – Du warst kurz Zuhause. Und für einen Moment dachtest Du: Nun ist sie endlich vorbei – die dunkle Nacht der Seele.

Doch "die dunkle Nacht ist die Zeit, NACHDEM man das universale Sein geschmeckt hat, aber noch nicht in ihm Zuhause ist, denn man hat das Paradies gesehen...und man hat es verblassen sehen. Aller Trost ist dahin, der Totenschädel wird irgendwann doch beim Festschmaus hereingrinsen, das Trivial hat seine sedierende Wirkung verloren.“ (Ken Wilber)

Kannst Du sehen, dass ich mehr bin als ein einmaliger Türöffner? Ich bin die Mutter, die Dir jeden Tag das Essen bereitet – wenn Du stattdessen hungrig durch die Wälder ziehst. Ich bin der Vater, der Dir abendlich das Feuer im Kamin anzündet – wenn Du stattdessen frierend in der Kälte zitterst. Ich bin die Geliebte, die Dich jede Nacht sehnsuchtsvoll im Bett erwartet – wenn Du Dich stattdessen zappelnd befriedigst.
Ich bin Dein Herzschlag und ich erinnere Dich pochend daran, was Du immer schon wusstest, wenn Du wieder heimatlos vor den zahllosen Türen des Paradieses gestanden hast: „Ich bin die Tür. Wer anklopft, dem wird aufgetan.“
Du denkst, dass Du leidest da draussen in der Nacht? Hast Du einmal an den Schmerz des Lichtes gedacht, Geliebter, dass Dich vermisst?

Samstag, 24. Dezember 2011

König

Gestern eröffnete ich meine Praxis.
"Praxis" heisst "Handlung", heisst "Ich tue".
Was tue ich denn, wenn ein Kunde kommt?
Ich behandel den Kunden wie einen König.
Und was bekommt König Kunde von mir?
Nun: Sich selbst - mit allem, was dazu gehört.
Damit er ein König ist -
für seine Beziehungen, seine Arbeit, die Erde -
zum Wohle aller Wesen...
Für das Selbst.


Es gibt eine Art von Heilung,
die gerade darin liegt,
dass wir nicht länger auf unserer persönlichen Heilung bestehen.
In dem Moment, wo wir unsere Wunde zu einem Tor für etwas unfassbar Größeres machen,
in dem Moment geht es nicht um Heilung, sondern um Heiligung.
Wunden können auch ein geistig-soziales Organ werden –
wenn wir nicht darauf pochen, persönlich verletzt zu sein.
Herzlich Willkommen!

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Weihnachten & das Erleuchtungs-Gen

Weihnachten ist nicht schwer zu verstehen. Die Weihnachtsgeschichte bedeutet: Erwachen ist möglich – bedingungslos, schnell & dauerhaft. Noch bevor Jesus einmal „Bäähh“ sagen konnte, stand fest: Er ist Gottes Kind. Erleuchtet, erwacht, die Vollkommenheit in Person. Der Friede auf Erden. Der nackte Gott zum Anfassen. Mit dem Christentum ist eine Religion ins Bewusstsein getreten, die ein neues Gen in die Evolution implantieren wollte – das Erleuchtungs-Gen.

Es war nun nicht mehr nötig an ein jenseitiges Mysterium zu glauben. Der evolutionäre Sprung bestand darin, dass man glauben durfte, dass alle Mysterien und alle Göttergeheimnisse, tatsächlich in menschliches Fleisch und Blut übergegangen waren – uns zwar total.

Das Jenseits war nun im Diesseits.

Gott war nicht da oben. Gott lag jetzt vor den Menschen. Einfach so. Baby. Krippe. Nackt. Arm. Dunkelsten Nacht. Nix geleistet - und doch vollständig Gott.

Der Weg der Erleuchtung war nicht länger nur Priestern & Weisen in Tempeln vorbehalten, die sich durch komplizierte Rituale nach oben entwickeln mussten – nein: Der sprichwörtlich „kleine Mann von der Straße“ sollte sinnlich erleben dürfen, dass Gott auch in ihm vollständige Wirklichkeit ist.

Was ein Baby kann, müsste doch jeder können – das ist die Botschaft von Weihnachten. Jesus Christus brachte das Erleuchtungs-Gen für Jedermann. Christus zu folgen, bedeutet sein eigenes Erleuchtungs-Gen zu aktivieren. Und Christus in mir ist nicht ein anderer Christus, als Christus in Dir. Es ist das Eine - ohne ein Zweites -  als die Vielen.

In gewisser Weise kann man sagen: Jesus Christus hob die Gesetze des Karma auf. Den Glauben daran nämlich, dass wir noch Zeit bräuchten um zu erwachen. Tausende von Jahren arbeiteten sich die Menschen durch Vergebungsrituale um Karma abzuarbeiten. Und Jesus Christus sagte – hier in den Worten von Thomas d :

„Was willst Du von mir? Vergebung? Hier ist sie! Was machst Du nun? Einfach weiter wie bisher? Sie Dich mal um – da ist nichts mehr! Und Du willst Vergebung? Hier ist sie!“


Richtig verstanden, ist das Christentum eine Anti-Religion. Sie will nicht alle anderen Religionen übertrumpfen, sondern sich selber abschaffen. Denn wozu noch warten und worum noch bitten, wenn wir alle mit dem Erleuchtungs-Gen ausgestattet sind? Jesus wollte der letzte Guru sein.

Und das Neue Testament ist voller  Momente, der schnellen, tiefen und vollständigen Erleuchtung – ohne Umweg:  

Gerade noch war er ein Verbrecher mit einem langen Schuldenregister: Der Sünder, der neben Jesus Christus am Kreuz hing. Dann – ein Moment der bedingungslosen Erkenntnis reichte  und seine sündige Vergangenheit war beendet: „Ja, ich sage Dir, heute noch wirst Du mit mir im Paradies sein.“

Gerade noch war Saulus ein erbarmungsloser Verfolger von Jesus und allen seinen Anhängern. Dann – ein Moment der vollkommenen Demut reichte – beendete er seine Vergangenheit und sprach als Paulus: „Nicht ich – sondern Christus in mir.“

Achtunddreißig Jahre dauerte die Behinderung des Mannes, der Christus um Hilfe bat. Dann – ein Moment des absoluten Vertrauens reichte – und er hörte die Worte, die seine Leidensgeschichte beendeten: „Steh auf! Und gehe!“

Erwachen verlangt keinerlei Aufarbeitung der Vergangenheit. Erwachen bedeutet mit der Vergangenheit abzuschließen. Schnell, tief und vollständig.

„Was willst Du von mir? Vergebung? Hier ist sie! Was machst Du nun? Einfach weiter wie bisher? Sie Dich mal um – da ist nichts mehr! Und Du willst Vergebung? Hier ist sie!“

Das bedeutet Weihnachten. 

Montag, 19. Dezember 2011

Notizen einer Liebe – Nr. 2

Bitte setze Dich einen Moment zu mir, Geliebter. Wir müssen über uns reden. Über Dich und über mich – und vielmehr noch von der Maßlosigkeit Gottes.

Was ist Gott? Ein objektloses und maßloses Mysterium jenseits aller Vorstellungen und Perspektiven. Fühle jetzt vor allen Dingen diese Maßlosigkeit.
 
Weisst Du, was so schockierend an dieser Maßlosigkeit ist? Natürlich weisst Du es bereits auf einer Ebene: Sie verlangt nach Dir – und zwar so, wie ihre Natur ist: Maßlos.

Und das ist der tiefste Grund, warum wir beide jetzt hier sitzen. Weil wir beide diesem maßlosen Verlangen Gottes gehorchen – dieser Liebe, die uns in die Knie zwingt und gleichzeitig aufrichtet.

Was ist der Unterschied zwischen Dir, Geliebter und mir? Ich stehe Tag und Nacht in dieser Maßlosigkeit. Unentwegt. Wenn Du jetzt wieder einmal flüchtest – weil Du diese Maßlosigkeit nicht mehr aushältst – dann bleibe ich hier und halte Deinen Platz frei. Nicht für immer und nicht unter allen Umständen, aber für eine gute Weile verteidige ich den Platz für Dich – und das Brennen in Deinem Herzen ist Zeugnis meines Kampfes um Dich.

Das ist mein Versprechen, damit Du Dein Versprechen halten kannst.

Was ist das für ein Ort, wo wir jetzt sitzen? Es ist der Ort, an dem wir ohne Schutz der Maßlosigkeit Gottes ausgesetzt sind und doch zum ersten mal im Frieden ankommen: Das Auge des Orkans.

Und von hier aus – nur und ausschliesslich von hier aus – können wir das unvorstellbar aufregende Abenteuer der Evolution fortsetzen.

Manchmal werden wir schon viele Kilometer auf dem Weg der Entwicklung, des Wachstums und der Entfaltungen gegangen sein – und plötzlich flüchtest Du wieder vor der Maßlosigkeit mit der dieser evolutionäre Prozess uns fordert.

Dann bleibe ich hier stehen – im Auge des Orkans und erwarte Dich. Nicht für immer und nicht unter allen Umständen, aber für eine gute Weile verteidige ich Deinen Platz – und das Brennen in Deinem Herzen, ist Zeugnis meines Kampfes um Dich, Geliebter.

Der Maßlosigkeit Gottes dienend.

Mittwoch, 14. Dezember 2011

Notizen einer Liebe - Nr. 1


>Ich sehe wie Du versuchst, Deine persönliche Unabhängigkeit zu schützen. Siehst Du auch, was Du tust, Geliebter? Du sorgst Dich darum, dass Du abhängig werden könntest – von mir. Doch was bin ich für Dich – hinter allen engen Vorstellungen? Du musst herausfinden was ich bin, dann erst wirst Du die Tür Deiner engen Zelle der persönlichen Unabhängigkeit öffnen und den einen Schritt in den weiten Kosmos der vollkommenen Freiheit gehen.
Bis dahin werden wir kämpfen müssen. Du wirst versuchen Deine persönliche Unabhängigkeit zu schützen und wirst es damit begründen, dass Du von nichts und niemand abhängig sein willst. Und ich werde Dir beweisen, dass Du jetzt – in diesem Augenblick - in der engen Zelle Deiner persönlichen Unabhängigkeit feststeckst und die Wände vollkritzelst mit Sprüchen über Abhängigkeit und Unabhängigkeit.
Ich zeige nun auf die Ebene in Dir, die immer schon wusste: „Es wird mir niemals gelingen, die ganze Freiheit zu erreichen, wenn ich versuche die Zelle meiner persönlichen Unabhängigkeit zu verteidigen.“ Du wirst nie frei wie die Liebe sein, wenn Du nur halbherzig „ja“ zu uns sagst. Warum? Weil das, Geliebter, dem wir dienen, das absolute Herz ist.<

Dienstag, 13. Dezember 2011

Die nackte Sehnsucht




Ein Beitrag für Leute, die es wirklich, wirklich wissen wollen: Im Zentrum Deines spirituellen Strebens, darf am Ende nur eines übrig sein: Die nackte Sehnsucht nach endgültiger Befreiung und fundamentaler Verbundenheit.

Du kannst Dich in 1111 Phantasien verlieren, was, wann, wie, warum und wo noch alles auf der spirituellen Agenda stehen müsste und diese Dinge kannst Du vielleicht auch erreichen ... – aber nur diese glühende, ekstatische und nackte Sehnsucht nach endgültiger Befreiung und fundamentaler Verbundenheit wird Dich nach Hause führen.

Gehorche nur dieser nackten Sehnsucht nach endgültiger Befreiung und fundamentaler Verbundenheit. Wer Dich in diese nackte Sehnsucht stellt und sich auf nichts als dieses Brennen bezieht, bei dem bleibe stehen – sonst ziehe weiter.

Montag, 5. Dezember 2011

Wunder des Lebens


Wenn jemand erwacht, dann bedeutet das zunächst, dass er im Nichts steht - besser müsste ich sagen: "Niemand steht im Nichts - Nirvana." Was für unser Denken völlig verrückt erscheint, wird aber noch durch eine weitere Paradoxie gesteigert. Nämlich dadurch, dass aus diesem "Nichts" dann "Etwas" erscheint.

Letztlich gibt es nur eine Möglichkeit der freien, neuen, revolutionären und ethischen Tat: Sie muss aus Nirvana geboren werden. Und das ist - sagen wirs mal offen - ein Wunder.
Kein Hokuspokus-Abrakadabra-Wunder,​ sondern das Wunder des Lebens.
„Jede sittliche Tat muss so ein Wunder sein; sie darf nicht bloß eine Naturtatsache sein, sie muss ein Wunder sein. Der Mensch muss des Wunders fähig sein.“ (Rudolf Steiner)

Samstag, 3. Dezember 2011

Willkommen – in der Wüste der Wirklichkeit


Wer ist Dein größter Feind, wenn Du erwachst? Jeder der schläft: Dein bester Freund, Dein Mann, Deine Kollegin...die Frau im roten Kleid...und alle, die es vermeintlich „gut mit Dir meinen“. Die Sache sieht so aus, Liebster: Du verlässt eine Traumwelt und jeder den Du verlässt, wird alles tun, damit Du diesen Schritt nicht vollziehst. Das liegt nicht daran, dass Menschen schlecht wären. Es liegt nur daran, dass sie nicht gerne verlassen werden und ihre Fesseln immer dann spüren, wenn sich einer erhebt & befreit.

Du begehst nicht nur Fahnenflucht aus der Matrix, Du desertierst nicht nur aus dem Krieg in den Frieden – nein: Du wagst es auch, die Fahne des Friedens, die Flagge der Freiheit, das Banner der Erleuchtung aufzunehmen.

„Wenn Du es wagst, dass Banner der Erleuchtung aufzunehmen, wirst Du von allen Seiten angegriffen werden. Von innen wirst Du von Deinem eigenen Denken angegriffen, von aussen vom Denken aller anderen.“ (Andrew Cohen)

Was wird da zuerst angegriffen? Deine Demut. Wenn Du erwachst, musst Du „durch das Tor der Demut“ (Steiner) hindurch. Durch das Tor der Demut zu gehen bedeutet nicht Bescheidenheit, oder Zurückhaltung. Demut bedeutet, dass Du kapierst, dass es nicht darum geht, diesen oder jenen persönlichen Irrtum durch diese oder jene persönliche gute Tat auszugleichen. Du erkennst, so Steiner: „Du bist der Irrtum. Ein solches Erlebnis hat etwas Vernichtendes für das eigene Ego.“

Demut ist das sprichwörtlich biblische Nadelöhr. Was wirst Du sein, wenn Du da durch gehst? „Ein wesenloses Wesen wirst Du sein, wenn Du Dich findest." (Rudolf Steiner)

Tatsächlich, fühlst Du Dich in dieser Demut null & nichtig. Doch „der Mensch muss finden seine volle Freiheit aus der Nullität heraus. Und das neue Anschauen muss sich gebären aus dieser Nullität Der Mensch muss seine ganze Kraft aus dem Nichts heraus finden." (Rudolf Steiner)

Und das Denken – in anderen und in Dir – wird diese wahre Demut zum Beispiel mit folgenden Sätze versuchen wieder anzugreifen und einzuschläfern: „Ach komm – Du hast doch auch tolle Seiten. Das kann alles nicht sein.“ Oder so: „Nun beruhig Dich mal wieder: Wir haben doch alle unsere schlechten Seiten. Aber wir haben auch erfreuliche Seiten. Es kommt darauf beides zu sehen.“ Oder Du bemitleidest Dich selbst: „Das macht mich alles so depressiv.“

Zu kämpfen, dass bedeutet, alle diese Angriffe durch Demut zu zerschneiden.

Mit dieser Demut alleine, könntest Du vielleicht noch irgendwie durchkommen. Aber womit Du Zorn, Zynismus und vergiftete Ratschläge endgültig auf Dich ziehst, dass ist diese, alle bürgerlichen Vorstellungen sprengende Tat:

Du trägst in Demut und voller Stolz das „Banner der Erleuchtung.“ Es ist ein Stolz frei von jeglicher Arroganz. Dieser Stolz ist von Demut durchdrungen. Der göttliche Stolz, wird gehalten, von einer unerschütterlichen Hingabe an etwas, was weit über Dich hinausgeht.

Und jeder, „der es wagt, in diesem Sinne erfolgreich zu sein, stellt automatisch eine gewaltige Bedrohung dar.

Wenn die wahre Freiheit in Dir überleben soll, musst Du bereit sein, dafür zu kämpfen. Du musst zu allen Zeiten in jeder Hand ein Schwert halten. Ein Schwert ist für Dein eigenes Denken, das andere für das Denken aller anderen, Du musst bereit sein, die Schwerter zu gebrauchen.“ (Andrew Cohen).

Bleib wach. Wozu? Zum Wohle des Ganzen. Bleib wach und dann tu das Richtige. Tu es – auch wenn Du absolut keine Ahnung hast, was das Richtige ist.

Tut mir Leid, Liebster, ich haben nicht gesagt, dass es leicht wird. Ich habe nur gesagt es wird wahr. Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit...Klick hier.

Mittwoch, 30. November 2011

Ein erwachtes Leben


Nichts ist leichter, als ein erwachtes Leben zu führen. Du beendest den Widerstandskampf gegen die eigene Seele. Du gibst den Widerstand gegen ein Mysterium auf, welches letztlich Du selbst bist.

Ja - es gibt ein Preisschild. Ein erwachtes Leben hat einen Preis.

Du müsstest zum Beispiel die Freiheit aufgeben verwirrt sein zu dürfen. Du müsstest die Rechte an Deinem Opferstatus abgeben. Du würdest den Platz in der Komfortzone verlieren und müsstest dann damit umgehen können, erfolgreich zu sein. Das ist der Preis.

Doch ein erwachtes Leben kostet letztlich weniger als ein Leben im Widerstand gegen das Mysterium. Denn am Ende zahlst nicht nur Du diesen Preis, sondern die ganze Welt.

Nichts ist leichter, als ein erwachtes Leben zu führen. Auf der mystischen Ebene weisst Du das immer. Erlaube dem Mysterium Dich zu überwältigen - das ist die einfache Antwort auf alles.

Mittwoch, 23. November 2011

Das neue WIR und die Einsamkeit


Das neue WIR wächst aus der Einsamkeit. Es braucht nichts kompliziertes dazu: Bleib in der Einsamkeit stehen. Ohne Konzepte von Dir, ohne Konzepte von Einsamkeit, ohne Konzepte von Sinn und Mission.

Einsam zu sein, das bedeutet, sich von dem loszulösen, was einem Trost, Wissen und Sicherheit spendet.
Wenn Du Buddhist bist, wirst Du nur ohne Buddha die Einsamkeit erfahren können - und dann zutiefst wissen, wer Buddha ist. Wenn Du Christ bist, wirst Du nur ohne Christus die Einsamkeit erfahren können - und dann zutiefst wissen, wer Christus ist.
Was immer Dich bis jetzt gehalten hat, es hält Dich jetzt nur noch fest. Was immer bis jetzt der feste Boden unter den Füßen war, es ist jetzt der Klotz an Deinem Bein.

Es ist nichts schwieriger als in diesem Moment das Herz offen zu halten und die Angst und den Schmerz und die Einsamkeit zu fühlen. Ohne Sinn und Verstand.
Mein Beruf ist es, Menschen in diesem Prozess zu begleiten. Einsamkeit auf gesunde Weise zu erfahren, bedeutet zwei Dinge zu berücksichtigen:

Erstens: Lebe weiter Dein Leben. Es ist äusserst wichtig zu verstehen, dass es hier um einen inneren Prozess geht, der Dich nicht von einem verantwortungsbewussten Leben entbindet – ganz im Gegenteil! Dein Job ist es, in Deinem sozialen Umfeld ganz für Dich und Deine Lieben da zu sein – während Du innerlich im Feuer der Einsamkeit stehst.
Ohne dieses verantwortungsvolle Leben – für Dich und Deine Lieben – ist diese Einsamkeit nur ein Ego-Trip.

Zweitens: Es hat nichts mit Deiner Person zu tun. Mach kein persönliches Drama daraus. Bilde Dir nicht ein, es hätte etwas mit Deinem persönlichen Karma, Schicksal oder sonst was zu tun. Stehe ganz unbemerkt in der Einsamkeit,  erfinde keine Opfer-Geschichte. Bleibe ein sozialer Mensch in der totalen Isolation.
Bleibe solange in der Einsamkeit, bis Dir die Einsamkeit nichts mehr sagt. Solange, bis Einsamkeit einfach Wort ist, mit dem Du nichts mehr verbindest.

Du wirst immer wieder versuchen von der Einsamkeit in die Gemeinsamkeit zu flüchten und genau das ist etwas, was das neue WIR nicht ist: Es ist kein Kollektiv von Menschen, auf der Flucht vor Einsamkeit. Das neue WIR erwächst nicht aus Bedürfnis.
Erst aus diesem seelenruhigen und geistigen Gestanden-Haben vor dem Mysterium der Einsamkeit, wächst das neue WIR.

Es gibt nichts besseres, was Du für das neue WIR tun kannst, als das, was Du jetzt gerade tust: Einsam sein. Lächelnd. Ohne Drama. Liebevoll und verantwortungsbewusst.
Biete Dich der Einsamkeit vollkomen dar und bleibe dabei in Verbindung mit allem.
Halte aus, dass beides wahr ist.  

Montag, 14. November 2011

Herzlich willkommen Erschütterung


Wenn Dir das Herz gebrochen wird und es so weh tut und Du im selben Augenblick gleichwertig empfinden kannst, dass diese Wunde im ewig heilen Herz blutet, wenn alles in Ordnung ist und es trotzdem weh tut, wenn Dich die Liebe zwingt, Dein Leben aus den richtigen Gründen ernst zu nehmen, wenn Du total abhängig von der Wahrheit bist, wenn Du die Erschütterung Deiner gesamten Existenz herzlich willkommen heisst -
dann...ja dann...lebst Du im Jahr 2011.
Leugnet es nicht: Es fühlt sich kein bisschen so an, aber:
Wir sind Helden.

Advent-Retreat: Meditation, Dialog, Training.
26. November 2011, 10:00-15:00 Uhr. 75,- Euro p.P. Torstrasse 1, 79650 Schopfheim. Anmeldung bei: Sekretariat.gronbach@gmx.net

Donnerstag, 10. November 2011

Einsamkeit erleben: Wach & aufrecht. Träumend & vertrauend

Advent-Retreat mit Sebastian Gronbach


Die kommende Adventzeit kann für unsere Seele zu einer Zeit der Prüfung werden. Viele Menschen werden wieder fühlen (und oft dieses Gefühl sofort zur Seite schieben), dass  die Einsamkeit intensiver wird. Sie wird uns fordern. Das einzige was man gegen die Einsamkeit tun kann, ist nichts dagegen zu tun.
Nichts dagegen zu tun, kann sich in zwei grundlegend verschiedenen Formen manifestieren. Beide sind für sich vollkommen:
Du kannst entweder wach & aufrecht in der Einsamkeit stehen, oder Du kannst Dich träumend & vertrauend von der Einsamkeit öffnen lassen.
Beiden Bewegungen ist eines gemeinsam: Sie weichen der Einsamkeit nicht aus. Sie nutzen das Aufwallen der Einsamkeit, um das Weiten & das Wachsen der eigenen Gestalt zu erforschen.
Wenn Du die Zeit des Wartens zu einer Zeit des Weitens & Wachsens machen willst, dann lade ich Dich herzlich zu einem 5-stündigen Seminar ein. Es ist auf sieben Personen begrenzt, kostet Dich 75,- Euro und wird in Schopfheim bei Basel stattfinden. Alle weiteren Infos stehen unten.
Worum geht es in der Adventszeit – mehr denn je?
Weiche der Einsamkeit nicht aus. Lass Dich von der Einsamkeit bewusst herabziehen – auf den Grund von allem. Wenn Du die letzte Einsamkeit kennst, kennst Du Dich selbst. Und alles hängt davon ab, dass Du Dir nicht ausweichst. Du kannst entweder wach & aufrecht in der Einsamkeit stehen, oder Du kannst Dich träumend & vertrauend von der Einsamkeit öffnen lassen. 
In jeder Adventswoche prüft uns die Einsamkeit anders.
In der ersten Adventwoche wirkt die Einsamkeit auf unseren Körper, den physischen Leib.
Als wollte die Einsamkeit uns beweisen, dass sie uns fest im Griff hat. Schnell haben wir das Gefühl: „Warum gerade jetzt und warum gerade ich?“. Verbinde Dich - auch wenn Du krank bist - so gut es geht mit dem Gedanken, dass Deine scheinbar ungerechte Lebenslage in einer Weltengerechtigkeit aufgehoben ist. Schaue achtsam auf Deinen Körper.
Fühle, dass Dein Unwohlsein, ein Ausgleich sein könnte. Er kann Dir helfen, etwas von Dir zu verstehen. Erlebe immer wieder Momente, in denen Deine einsame Ungerechtigkeit in einer großen, alle Wesen umfassenden Gerechtigkeit, ausgeglichen wird.
Übe Dich geduldig in dem Empfinden, dass diese Weltengerechtigkeit auch Dir gerecht werden wird und das dies bereits in einem höheren Sinn genau jetzt so ist. Vertraue darauf: Du bist Teil einer umfassenden Gerechtigkeit.
In der zweiten Adventwoche wirkt die Einsamkeit auf unsere subtilen Vitalkräfte, den Ätherleib.
Du wirst in dieser Zeit dadurch bemerken, dass beim Sprechen der Zynismus und die scharfer Kritik in Dir aufsteigen. Vielleicht wirst Du den Weihnachtskonsum der anderen Menschen besonders feurig verurteilen und Dich darin gleichermaßen einsam und heroisch fühlen – übe Dich Besonnenheit.
Erlebe in jedem verurteilenden Wort auch die andere Seite der Geschichte – das Kind was sich über ein Geschenk freut oder die Verkäufer, denen das Weihnachtsgeschäft ihren Lebensunterhalt sichert.
Halte in allen Wünschen, Gedanken und vor allem Worten das Maß und erlebe, wie sich gesundende Harmonie in Dir ausbreitet.
In der dritten Adventwoche wirkt die Einsamkeit auf das Reich unserer Gefühle, die emotionale Seite unserer Seele - unser Astralleib.
Je näher wir zum Eigentlichen kommen, desto größer kann die Angst werden.
Gehe Deinen eigenen Weg – einsam aber ungetrennt. Lebe in allen Bereichen das Leben, was sich für Dich gut anfühlt und stehe mutig zu dazu: Triff Deine einsame Entscheidungen aber triff sie so, dass Du fühlst: Es dreht sich nicht um mich, es kommt auf mich an.
Sei mutig. Mut, das bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut, das bedeutet, durch die Angst zu gehen. Und das ist immer ein einsamer Gang. Doch wenn Du etwas Dienst, was über Dich hinausgeht, dann gibt immer einen Grund mehr, weiter zu gehen. Angst entsteht aus Identifikation mit der Endlichkeit. Mut führt Dich dahin wo Ewigkeit lebt – in die Geistesgegenwart.
In der vierten Adventwoche wirkt die Einsamkeit besonders auf unser „Bewusstes Ich“.
Achte darauf, dass dieser Raum der Freiheit nicht besetzt wird. Weder von Konsum, Weihnachtsmusik oder stressigem Familienleben, noch von der Abneigung gegen Konsum, Weihnachtsmusik oder stressigem Familienleben.
Erobere Dich immer selbst zurück. Den Raum des Friedens, den Raum der Freiheit – das „Bewusste Ich“.
Einfach dadurch, dass Du Dich erinnerst, dass Dein „Bewusstes Ich“ immer wach und geöffnet ist. Das „Bewusste Ich“ schläft nie – es ist sich des Schlafens bewusst. Das „Bewusste Ich“ verschließt sich nicht – es öffnet sich für das Verschließen.
Das „Bewusste Ich“ ist ein geistiges Organ. Durch dieses spricht sich das aus, was man Weltgeist, Universum, kosmische Energie oder Gott nennen kann.
Wenn Dich Gott berührt, sich in Dir aufrichtet und Dein Vertrauen erobert, dann wirst Du die kosmische Dimension von Einsamkeit erfahren.
Advent, das ist die Zeit, in der wir jedem Geschmack von Einsamkeit schmecken, kauen und schlucken dürfen. Damit wir zu einem Ort werden, in dem sich Gott selbst erkennt. Bewusstsein vom Bewusstsein. Liebe zur Liebe. Ich bin. 
Herzlich Willkommen zum Advent-Retreat für sieben Personen. Meditation, Dialog, Training.
26. November 2011, 10:00-15:00 Uhr. 75,- Euro p.P. Torstrasse 1, 79650 Schopfheim. Anmeldung bei: Sekretariat.gronbach@gmx.net

Es gibt nicht Deine und meine Einsamkeit.
Wir fühlen alle diese eine, selbe Einsamkeit
- wir sind darin nicht verbunden und nicht getrennt.
Besser noch: Sie fühlt uns.
Einsamkeit ohne eine begleitendes Gefühl zu fühlen
- ohne persönliches Drama -
bringt Dich dem göttlichen Urgrund näher, als jede andere Empfindung.


Freitag, 4. November 2011

Bekenntnis zur Bereitschaft

Du kennst die beliebteste Ausrede des Ego um nicht zu erwachen, oder? „Ich bin noch nicht bereit!“ Die einfache Wahrheit ist: Die wache Stimme in Dir ist immer bereit und braucht keine Zeit!

Die einfache Wahrheit ist, dass Du Dich nicht auf den Augenblick vorbereiten kannst, dem Göttlichen in die Augen zu blicken. Du bist jetzt nicht bereiter, als in 10 Jahren - nur: In 10 Jahren sind 10 Jahre vorbei. Und das wird Dir dann als ziemliche Zeitverschwendung vorkommen.

Du wirst dann nicht mehr sagen: "Hach, hab ich halt zehn Jahre verpennt - is ja auch egal." Du wirst auf eine völlig neue Art erkennen, dass es nicht egal ist. Es ist nicht egal. Es ist das Gegenteil von egal.

Um bereit zu sein, brauchst Du keine Zeit. Du musst nicht Superman sein. Du brauchst keine Supereigenschaften. Nur ein entschiedenes und nicht endendes "JA - Dein Wille geschehe".

Alles hängt davon ab, ob Du Dich dafür entscheidest, dieser einfachen Bereitschaft zum Erwachen mehr Raum zu geben, als allem anderen in Deinem Leben.

Solange Du das nicht getan hast, ist es ziemlich albern darüber zu diskutieren, ob dieser Weg funktioniert oder nicht. Und bitte: Tu Dir selber den Gefallen und hör auf damit so zu tun, als wüsstest Du nicht was das bedeutet: Erwachen!

Du weisst es. Du kannst es fühlen. Es ist ein Wissen, dass vor nichts halt macht. Es ist das Wesentliche in Deinem Leben und Du spielst immer noch diesen Ahnungslosen. Wenn Du Schmerzen in Deiner Seele fühlst, dann kommen die Schmerzen daher, dass Du weisst was Erwachen bedeutet, aber Du angestrengt versuchst dieses Wissen zu ignorieren, zu leugnen und zu verraten.

Und der Ahnungslose in uns spielt weiter dieses Spiel, in dem er vorgibt nicht zu wissen, was es bedeutet bereit zu sein.

Die einfache Wahrheit ist: Das Göttliche in Dir ist bereits völlig perfekt, schön und wach. Du brauchst keine weitere Minute. Das, was unbedingt mehr Zeit haben will, ist unser Ego. Weil unser Ego die Zeit ausnutzt, in der Du Dich mit Spiritualität beschäftigst:

„Das Ego ist dazu in der Lage, alles, selbst die Spiritualität, zu seinem Nutzen umzuwerten. Es unternimmt ständig den Versuch, sich die geistigen Lehren zu einem eigenen Vorteil anzueignen. Wir werden zu versierten Schauspielern, und während wir dem wahren Sinn der spirituellen Lehren gegenüber den Taubstummen spielen, empfinden wir eine gewisse Zufriedenheit unter dem Vorwand, auf dem Weg zu sein.“ (Chögyam Trunga)

Eines wird niemals passieren. Es wird niemals der Morgen kommen, an dem unser Ego sagt: „Ok. Fertig. Ich bin bereit. Wir können erwachen.“

Wenn Du kapiert hast, dass Dein Ego niemals bereit sein wird, dann kapierst Du, welche revolutionäre Kraft Du mit dem Bekenntnis zur vollkommenen Bereitschaft in den Händen hälst.