Donnerstag, 10. November 2011

Einsamkeit erleben: Wach & aufrecht. Träumend & vertrauend

Advent-Retreat mit Sebastian Gronbach


Die kommende Adventzeit kann für unsere Seele zu einer Zeit der Prüfung werden. Viele Menschen werden wieder fühlen (und oft dieses Gefühl sofort zur Seite schieben), dass  die Einsamkeit intensiver wird. Sie wird uns fordern. Das einzige was man gegen die Einsamkeit tun kann, ist nichts dagegen zu tun.
Nichts dagegen zu tun, kann sich in zwei grundlegend verschiedenen Formen manifestieren. Beide sind für sich vollkommen:
Du kannst entweder wach & aufrecht in der Einsamkeit stehen, oder Du kannst Dich träumend & vertrauend von der Einsamkeit öffnen lassen.
Beiden Bewegungen ist eines gemeinsam: Sie weichen der Einsamkeit nicht aus. Sie nutzen das Aufwallen der Einsamkeit, um das Weiten & das Wachsen der eigenen Gestalt zu erforschen.
Wenn Du die Zeit des Wartens zu einer Zeit des Weitens & Wachsens machen willst, dann lade ich Dich herzlich zu einem 5-stündigen Seminar ein. Es ist auf sieben Personen begrenzt, kostet Dich 75,- Euro und wird in Schopfheim bei Basel stattfinden. Alle weiteren Infos stehen unten.
Worum geht es in der Adventszeit – mehr denn je?
Weiche der Einsamkeit nicht aus. Lass Dich von der Einsamkeit bewusst herabziehen – auf den Grund von allem. Wenn Du die letzte Einsamkeit kennst, kennst Du Dich selbst. Und alles hängt davon ab, dass Du Dir nicht ausweichst. Du kannst entweder wach & aufrecht in der Einsamkeit stehen, oder Du kannst Dich träumend & vertrauend von der Einsamkeit öffnen lassen. 
In jeder Adventswoche prüft uns die Einsamkeit anders.
In der ersten Adventwoche wirkt die Einsamkeit auf unseren Körper, den physischen Leib.
Als wollte die Einsamkeit uns beweisen, dass sie uns fest im Griff hat. Schnell haben wir das Gefühl: „Warum gerade jetzt und warum gerade ich?“. Verbinde Dich - auch wenn Du krank bist - so gut es geht mit dem Gedanken, dass Deine scheinbar ungerechte Lebenslage in einer Weltengerechtigkeit aufgehoben ist. Schaue achtsam auf Deinen Körper.
Fühle, dass Dein Unwohlsein, ein Ausgleich sein könnte. Er kann Dir helfen, etwas von Dir zu verstehen. Erlebe immer wieder Momente, in denen Deine einsame Ungerechtigkeit in einer großen, alle Wesen umfassenden Gerechtigkeit, ausgeglichen wird.
Übe Dich geduldig in dem Empfinden, dass diese Weltengerechtigkeit auch Dir gerecht werden wird und das dies bereits in einem höheren Sinn genau jetzt so ist. Vertraue darauf: Du bist Teil einer umfassenden Gerechtigkeit.
In der zweiten Adventwoche wirkt die Einsamkeit auf unsere subtilen Vitalkräfte, den Ätherleib.
Du wirst in dieser Zeit dadurch bemerken, dass beim Sprechen der Zynismus und die scharfer Kritik in Dir aufsteigen. Vielleicht wirst Du den Weihnachtskonsum der anderen Menschen besonders feurig verurteilen und Dich darin gleichermaßen einsam und heroisch fühlen – übe Dich Besonnenheit.
Erlebe in jedem verurteilenden Wort auch die andere Seite der Geschichte – das Kind was sich über ein Geschenk freut oder die Verkäufer, denen das Weihnachtsgeschäft ihren Lebensunterhalt sichert.
Halte in allen Wünschen, Gedanken und vor allem Worten das Maß und erlebe, wie sich gesundende Harmonie in Dir ausbreitet.
In der dritten Adventwoche wirkt die Einsamkeit auf das Reich unserer Gefühle, die emotionale Seite unserer Seele - unser Astralleib.
Je näher wir zum Eigentlichen kommen, desto größer kann die Angst werden.
Gehe Deinen eigenen Weg – einsam aber ungetrennt. Lebe in allen Bereichen das Leben, was sich für Dich gut anfühlt und stehe mutig zu dazu: Triff Deine einsame Entscheidungen aber triff sie so, dass Du fühlst: Es dreht sich nicht um mich, es kommt auf mich an.
Sei mutig. Mut, das bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut, das bedeutet, durch die Angst zu gehen. Und das ist immer ein einsamer Gang. Doch wenn Du etwas Dienst, was über Dich hinausgeht, dann gibt immer einen Grund mehr, weiter zu gehen. Angst entsteht aus Identifikation mit der Endlichkeit. Mut führt Dich dahin wo Ewigkeit lebt – in die Geistesgegenwart.
In der vierten Adventwoche wirkt die Einsamkeit besonders auf unser „Bewusstes Ich“.
Achte darauf, dass dieser Raum der Freiheit nicht besetzt wird. Weder von Konsum, Weihnachtsmusik oder stressigem Familienleben, noch von der Abneigung gegen Konsum, Weihnachtsmusik oder stressigem Familienleben.
Erobere Dich immer selbst zurück. Den Raum des Friedens, den Raum der Freiheit – das „Bewusste Ich“.
Einfach dadurch, dass Du Dich erinnerst, dass Dein „Bewusstes Ich“ immer wach und geöffnet ist. Das „Bewusste Ich“ schläft nie – es ist sich des Schlafens bewusst. Das „Bewusste Ich“ verschließt sich nicht – es öffnet sich für das Verschließen.
Das „Bewusste Ich“ ist ein geistiges Organ. Durch dieses spricht sich das aus, was man Weltgeist, Universum, kosmische Energie oder Gott nennen kann.
Wenn Dich Gott berührt, sich in Dir aufrichtet und Dein Vertrauen erobert, dann wirst Du die kosmische Dimension von Einsamkeit erfahren.
Advent, das ist die Zeit, in der wir jedem Geschmack von Einsamkeit schmecken, kauen und schlucken dürfen. Damit wir zu einem Ort werden, in dem sich Gott selbst erkennt. Bewusstsein vom Bewusstsein. Liebe zur Liebe. Ich bin. 
Herzlich Willkommen zum Advent-Retreat für sieben Personen. Meditation, Dialog, Training.
26. November 2011, 10:00-15:00 Uhr. 75,- Euro p.P. Torstrasse 1, 79650 Schopfheim. Anmeldung bei: Sekretariat.gronbach@gmx.net

Es gibt nicht Deine und meine Einsamkeit.
Wir fühlen alle diese eine, selbe Einsamkeit
- wir sind darin nicht verbunden und nicht getrennt.
Besser noch: Sie fühlt uns.
Einsamkeit ohne eine begleitendes Gefühl zu fühlen
- ohne persönliches Drama -
bringt Dich dem göttlichen Urgrund näher, als jede andere Empfindung.