Samstag, 3. Dezember 2011

Willkommen – in der Wüste der Wirklichkeit


Wer ist Dein größter Feind, wenn Du erwachst? Jeder der schläft: Dein bester Freund, Dein Mann, Deine Kollegin...die Frau im roten Kleid...und alle, die es vermeintlich „gut mit Dir meinen“. Die Sache sieht so aus, Liebster: Du verlässt eine Traumwelt und jeder den Du verlässt, wird alles tun, damit Du diesen Schritt nicht vollziehst. Das liegt nicht daran, dass Menschen schlecht wären. Es liegt nur daran, dass sie nicht gerne verlassen werden und ihre Fesseln immer dann spüren, wenn sich einer erhebt & befreit.

Du begehst nicht nur Fahnenflucht aus der Matrix, Du desertierst nicht nur aus dem Krieg in den Frieden – nein: Du wagst es auch, die Fahne des Friedens, die Flagge der Freiheit, das Banner der Erleuchtung aufzunehmen.

„Wenn Du es wagst, dass Banner der Erleuchtung aufzunehmen, wirst Du von allen Seiten angegriffen werden. Von innen wirst Du von Deinem eigenen Denken angegriffen, von aussen vom Denken aller anderen.“ (Andrew Cohen)

Was wird da zuerst angegriffen? Deine Demut. Wenn Du erwachst, musst Du „durch das Tor der Demut“ (Steiner) hindurch. Durch das Tor der Demut zu gehen bedeutet nicht Bescheidenheit, oder Zurückhaltung. Demut bedeutet, dass Du kapierst, dass es nicht darum geht, diesen oder jenen persönlichen Irrtum durch diese oder jene persönliche gute Tat auszugleichen. Du erkennst, so Steiner: „Du bist der Irrtum. Ein solches Erlebnis hat etwas Vernichtendes für das eigene Ego.“

Demut ist das sprichwörtlich biblische Nadelöhr. Was wirst Du sein, wenn Du da durch gehst? „Ein wesenloses Wesen wirst Du sein, wenn Du Dich findest." (Rudolf Steiner)

Tatsächlich, fühlst Du Dich in dieser Demut null & nichtig. Doch „der Mensch muss finden seine volle Freiheit aus der Nullität heraus. Und das neue Anschauen muss sich gebären aus dieser Nullität Der Mensch muss seine ganze Kraft aus dem Nichts heraus finden." (Rudolf Steiner)

Und das Denken – in anderen und in Dir – wird diese wahre Demut zum Beispiel mit folgenden Sätze versuchen wieder anzugreifen und einzuschläfern: „Ach komm – Du hast doch auch tolle Seiten. Das kann alles nicht sein.“ Oder so: „Nun beruhig Dich mal wieder: Wir haben doch alle unsere schlechten Seiten. Aber wir haben auch erfreuliche Seiten. Es kommt darauf beides zu sehen.“ Oder Du bemitleidest Dich selbst: „Das macht mich alles so depressiv.“

Zu kämpfen, dass bedeutet, alle diese Angriffe durch Demut zu zerschneiden.

Mit dieser Demut alleine, könntest Du vielleicht noch irgendwie durchkommen. Aber womit Du Zorn, Zynismus und vergiftete Ratschläge endgültig auf Dich ziehst, dass ist diese, alle bürgerlichen Vorstellungen sprengende Tat:

Du trägst in Demut und voller Stolz das „Banner der Erleuchtung.“ Es ist ein Stolz frei von jeglicher Arroganz. Dieser Stolz ist von Demut durchdrungen. Der göttliche Stolz, wird gehalten, von einer unerschütterlichen Hingabe an etwas, was weit über Dich hinausgeht.

Und jeder, „der es wagt, in diesem Sinne erfolgreich zu sein, stellt automatisch eine gewaltige Bedrohung dar.

Wenn die wahre Freiheit in Dir überleben soll, musst Du bereit sein, dafür zu kämpfen. Du musst zu allen Zeiten in jeder Hand ein Schwert halten. Ein Schwert ist für Dein eigenes Denken, das andere für das Denken aller anderen, Du musst bereit sein, die Schwerter zu gebrauchen.“ (Andrew Cohen).

Bleib wach. Wozu? Zum Wohle des Ganzen. Bleib wach und dann tu das Richtige. Tu es – auch wenn Du absolut keine Ahnung hast, was das Richtige ist.

Tut mir Leid, Liebster, ich haben nicht gesagt, dass es leicht wird. Ich habe nur gesagt es wird wahr. Willkommen in der Wüste der Wirklichkeit...Klick hier.