Samstag, 28. Juli 2012

Ein Zaubetrick


Ich verrate jetzt mal einen alten Zaubertrick aus dem Werkzeugkasten der spirituellen Lehrer: In allen geistigen Weisheitstraditionen wird der Schüler dazu angehalten, Dankbarkeit zu üben. Jeder Tag beginnt und jeder Tag endet damit: Dankbarkeit für einfach alles. (Und „alles“ meint „alles“ und nicht nur das, was Dir gerade passt.)

Warum?
Erstens, weil die Essenz aller Gedanken & Empfindungen, die den erwachten Menschen erfüllt, immer und nie endende Dankbarkeit ist. Wenn Du also Dankbarkeit praktizierst und Dein Körper, Deine Seele und Dein Geist immer umfassender von Dankbarkeit durchdrungen werden, dann kennst Du den Geschmack der Erleuchtung.

Dieser Geschmack wird auf gesunde Weise der Appetitanreger & Richtungsweiser sein, um zu der Quelle aller Dankbarkeit vorzudringen: Die Erleuchtung.

Zweitens, weil Dankbarkeit etwas ausschaltet, was das größte Hindernis auf dem Weg zum Erwachen ist. Dankbarkeit beendet Deine Kontrollsucht. Du öffnest Dich der absoluten Quelle des Lebens, anstatt aus Deiner relativen Perspektive, dieses absolute Leben verstehen, interpretieren, manipulieren, kontrollieren, oder etikettieren zu wollen.

Und niemals wurde auf dem Weg zum Erwachen etwas anderes gelehrt, als den unsinnigen Anspruch aufzugeben, das Leben kontrollieren zu wollen. Denn erst dann, nach dem vollkommenen Kontrollverlust, kann Erleuchtung Dich durchdringen & befreien. Von da an wirst Du sehen (mit neuen Augen), dass jeder Versuch Dein Schicksal und das Schicksal von anderen Menschen zu kontrollieren, eine Mauer aus Manipulation um die Quelle des Lebens aufgerichtet hat.

Dankbarkeit baut diese Mauer ab. Stein um Stein.

Das ist der Zaubertrick. Darf man so einen Trick eigentlich verraten? Nun: Das Wissen nützt Dir nichts. Du musst ihn üben. Übung macht den Meister. Und dann ist Dankbarkeit kein Trick mehr, sondern Gottes Leuchten in Deinem Herzen.

Danke, dass Du das gelesen hast. Danke für die Sehnsucht in Dir, es leben zu wollen.

Mittwoch, 25. Juli 2012

Anthroposophie & Yoga


Was ist das Wichtigste, was man über Rudolf Steiner wissen muss? Er liebte das Leben. Leben war nichts, was er überwinden und transzendieren wollte. Leben war etwas, was er durchdringen und transformieren wollte. Er war im besten Sinne NEUgierig. Er liebte das Neue. Das Moderne. Im gleichen Maße hatte er eine Abneigung gegen Dinge, die innerlich ausgehöhlt, ohne frische Lebendigkeit & nur noch sinnentleerte Tradition waren.

Wenn man verstehen will, warum Steiner bisweilen dem Yoga kritisch gegenüberstand und sogar davor warnte es zu praktizieren, dann kann man es nur in dem oben erwähnten Kontext verstehen:
Die östliche Yoga Traditionen, die Steiner kannte (man stelle sich vor, das war in der Zeit des ersten Weltkrieges), waren nicht selten sehr einseitig auf die Überwindung der Welt angelegte und eben bisweilen eine sinnentleerte und oft nicht mehr lebendige Formen des Yoga.

Und davor warnte Steiner. Denn wenn Atem & Körper sich mit etwas verbinden, was ohne Anbindung an die erfrischende Quelle des Lebens ist, dann wird’s ungesund. Und das sollte weder Yoga noch Anthroposophie sein.
Steiner hat also auf der einen Seite vor den ungesunden Verzerrungen & Einseitgkeiten des Yoga gewarnt. Auf der anderen Seite hat er in seiner Anthroposophie auch zu Meditationen angeleitet, die sich eng an der lebendigen Yoga-Praxis orientieren.  

Manche Lektionen sind auch mit Körperübungen verbunden, wie man sie im klassischen Yoga findet. Die Übenden sollen zu den jeweiligen Texten ihre Beine, Arme oder den ganzen Leib bewegen & belasten & entspannen oder sich auf bestimmte Körperregionen oder Chakren fokussieren.
Daneben gibt es auch Meditationen, welche die Atempraxis des Yoga integrieren. Obwohl Steiner diese Übungen nicht Yoga-Übungen nannte, motivierte er vom Beginn bis zum Ende seiner Arbeit immer wieder zu diesen meditativen Körper,- und Atemübungen – sprich: Zu Yoga.

Wenn Du Dich also fragen solltest, ob Steiner & Yoga & Tantra & Fitness & Kickboxen & Meditation & Tanzen &...zusammen passen, dann musst Du nur dieser einen Frage in Dir nachspüren: Dient das was ich tue, der erstaunlichen Lebendigkeit des Denkens, Fühlens und Handelns?

„Lebendig werdende Wissenschaft!
Lebendig werdende Kunst!
Lebendig werdende Religion!
Das ist schließlich Erziehung.
Das ist Unterricht!
(Rudolf Steiner)“

Dienstag, 10. Juli 2012

Das Erfolgsgeheimnis des Lebens

 
Was ist das Erfolgsgeheimnis des Lebens - der ganzen Evolution?  Wenn Du es selbst ergründen willst, dann gewöhne Dir sofort drei ungewöhnliche Dinge an:

1. Gewöhne Dir an, schwach zu sein. Denn auf Deinem Weg zum wahren Erfolg, wirst Du ...
früher oder später erleben, dass Dein Leid daher kommt, dass Du zu lange die Starke gespielt hast.

2. Gewöhne Dir an, verletzbar zu sein. Denn auf Deinem Weg zum wahren Erfolg, wirst Du früher oder später erleben, dass Deine Verletzbarkeit & Deine Lebendigkeit & Liebesfähigkeit, ein und dasselbe sind.

3. Gewöhne Dir an, sympathisch zu sein. Denn auf Deinem Weg zum wahren Erfolg, wirst Du früher oder später erleben, was „Sympathie“ im Wortsinne bedeutet: Mitfühlend zu sein.

Schau auf das Leben & auf die Liebe. Wohin Du auch schaust, wenn da bewusstes Leben & Liebe ist, dann ist da auch Schwäche, Verletzbarkeit & Sympathie.

Das evolutionäre Erfolgsgeheimnis des Lebens - seit 14 Milliarden Jahren: Schwäche, Verletzbarkeit & Sympathie.