Freitag, 26. Oktober 2012

Der demütige Stolz des Mannes


Wir Männer sind oft genervt von Frauen. Was uns Männer im Kern nervt, dass ist die einfache Tatsache, dass Frauen uns nicht in Ruhe lassen. Ihr nerviges Verhalten (Du weisst was ich meine, nicht wahr?) erinnert uns in Wahrheit nämlich an etwas: An das ursprüngliche Versprechen, welches wir unserer Seele gegeben haben. Das Versprechen nämlich, jetzt und hier auf dieser Erde zu sein, an diesem Tag, mit dieser Frau, so wie sie jetzt ist. In diesem Augenblick, in diesem Augenblick, in diesem Augenblick...

Die bloße Anwesenheit von Dir, Frau, erinnert uns daran, dass es vollkommen egal ist, wie gut, liebevoll und präsent wir gestern waren und wie gleichgültig es ist, was wir für morgen und nächstes Jahr versprechen. Was alleine zählt ist die Antwort auf die Frage: Bist Du jetzt wirklich da? Bist Du jetzt bereit, mich genauso anzunehmen wie ich jetzt bin. Liebst Du mich jetzt?
Wir Männer flüchten dann oft wie kleine Jungs zu unseren Spielzeugen: Das kann unser Computer, das iPhone, aber auch die Männergruppe und das Meditationskissen sein.
Früher war ich frustriert, wenn meine Frau immer wieder an meiner Liebe zu ihr zweifelte – bis ich verstand, dass es sie nicht interessiert, ob ich sie gestern liebte, oder ihr die Treue bis zum Tod geschworen hatte. Was sie wissen und fühlen wollte, war die Antwort auf die Frage, ob ich sie (sie ganz konkret) jetzt (jetzt ganz konkret) liebe (ganz konkret liebe).
Aber selbst das waren nur Brücken zu der eigentlichen Prüfungsfrage: Bist Du Dir selber treu, Mann? Fühlst Du noch den demütigen Stolz in Deiner Brust, weil Du erfolgreich Dein Versprechen hältst und Deiner Mission treu bist?
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