Samstag, 17. November 2012

Lebe Deinen Tod

 
Was bedeutet es, seinen eigenen Tod zu leben?
 
Stell Dir vor, ich würde Dich fragen, wer Du bist, aber bevor Du antworten könntest, würde ich Dir sagen:
 
„Bitte beschreibe so detailliert und umfassend wie irgend möglich wer Du bist, aber verzichte darauf, mir Deinen Namen, Dein Alter, Deine Ausbildung, Deine Niederlagen und Deine Siege zu nennen.
 
Erzähle mir intensiv davon wer Du wirklich bist, ohne, dass Du mir etwas von Deinen Eltern, Deiner Kindheit, Deinen Freunden oder überhaupt etwas aus Deiner Biografie berichtest – sag mir auch nichts von Deinen Plänen, Wunden, Deinem Karma, Deinen Heilungen, Träumen oder Ideen über Dich, und die Welt.
 
Gib mir ein wirklich gründliches und vor allem glaubhaftes Verständnis von Dir selbst und verzichte dabei auf alles, was Du jemals über Dich gewusst hast oder weisst.
 
Gib mir das Gefühl, dass ich Dich sehe, während Du vor meinen Augen verschwindest.“
 
Wenn Du die Antwort, die Du mir dann gibst, auch jeden Tag lebst, dann lebst Du jeden Tag Deinen eigenen Tod. Und so beginnst Du tatsächlich ein glücklich Gebender zu werden.
 
Aus dem leidenschaftlichen Brennen des unbekannten Herzens.