Montag, 22. April 2013

Die Lust an der Verbindlichkeit


Ich habe große Lust auf Verbundenheit durch Verbindlichkeit – und ich verzichte gerne auf Verbundenheit, über die man zwar spricht, sie aber letztlich nicht einhält.

Es gehört für die menschliche Seele zu den schädlichsten Dingen, von der Verbundenheit aller Wesen zu wissen und gegen dieses Wissen zu leben. Und kaum etwas stärkt, öffnet und erweckt das menschliche Herz mehr, als Verbindlichkeit, die Hand und Fuß hat.

Viele Menschen sehnen sich nach Verbundenheit – ohne Abhängigkeit. Eine Verbundenheit, die uns verwurzelt und stützt.

Doch Verbundenheit fällt nicht vom Himmel. Man kann sie erschaffen: Durch Verbindlichkeit. Viele Menschen wollen zwar Verbundenheit, haben aber Angst vor Verbindlichkeit.

Der Grund ist einfach: Sie befinden sich immer noch in einem unbewussten und post-pubertären Abhängigkeitskampf: Gegen Eltern, Schule oder dominante Partner. Und immer wenn sie „Verbindlichkeit“ hören, sehen sie das „rote Tuch“ der Abhängigkeit.

Eine erwachsene Spiritualität legt die Angst vor der Verbindlichkeit ab und erfreut sich an den Früchten, die wir nur gemeinsam ernten können. Die Frucht der Verbindlichkeit ist die Erfahrung des Vertrauens.

„Vertrauen ist die kraftvolle Erfahrung spiritueller Freiheit im Kontext der menschlichen Beziehung." (Andrew Cohen)

Wirkliche Verbindlichkeit befreit also unser Herz und macht uns stark & empfänglich. So können wir auch in stürmischen Zeiten auf das Glück des Lebens vertrauen