Donnerstag, 30. Mai 2013

Dein Körper ist ein wertvolles Geschenk.

 
Viele Menschen machen es sich kompliziert. Warum? Weil sie sich vor dem Einfachen fürchten. Wenn Du weiter kommen willst und wenn Du willst, dass Friede in Dein Herz einzieht, dann nimm Deinen Mut zusammen und stelle Dich dem Einfachen.
 
Das Einfache wird niemals mit Dir diskutieren. Darum rennen wir lieber davor weg. Das Einfach sagt Dir zum Beispiel das hier:
 
„Beweg Deinen Körper. Du löst nicht jedes Problem durch körperliche Bewegung, aber körperliche Bewegung unterstützt Dich bei allen Problemlösungen. Jede Bewegung ist besser als keine Bewegung.
 
In den vielen tausend Jahren der Menschheitsgeschichte, haben sich fünf Bewegungsarten herauskristallisiert, die sich als besonders effektiv, gesund und nachhaltig erweisen haben: Laufen, Yoga, Kampfkunst, Tanz und ein ganzheitliches Muskeltraining.
 
In allen Religionen und spirituellen Bewegungen, nehmen die Götter & Geister zuweilen menschliche Gestalt an. Das ist ein kraftvolles Zeichen um zu zeigen, dass nur durch den menschlichen Körper die höchste Wirklichkeit konkret erfahrbar ist. Dein Körper ist ein wertvolles Geschenk.
 
Der tiefste Sinn von Sport ist es, dieses Geschenk zu ehren, zu nutzen und zu pflegen. Diese Pflege ist nicht nur etwas für Gesunde – gerade wenn wir krank sind, erhöht die sanfte & gezielte Bewegung unsere Lebensqualität. Sie unterstützt uns bei der Heilung und lässt uns besser mit dem leben, was nicht geheilt werden kann...“
 
Solche und so ähnliche Dinge sagt das Einfache. Wir hätten manchmal gerne, dass alle unsere Probleme eine komplizierte Ursache haben – unsere letzte Inkarnation, Elektrosmog und schlechte Kindheit, denn dann können wir leugnen, was uns oft an einem erfüllten Leben hindert: Trägheit.
 
Wenn Du weiter kommen willst und wenn Du willst, dass Friede in Dein Herz einzieht, dann nimm Deinen Mut zusammen und stelle Dich dem Einfachen. Bekämpfe nicht das Einfache. Schau hin: Das Einfache ist Dein guter Freund.
 

Montag, 27. Mai 2013

Wie Dein Herz reagiert


 
Viele Menschen üben sich redlich darin ihr Herz zu öffnen. Aber in Wahrheit ist das leicht gesagt, aber es ist für viele sehr schwer.
 
Das liegt daran, dass unser Herz ein „Zukunftsorgan“ ist, wie Rudolf Steiner es einmal nannte.
 
In Zukunft werden wir in der Lage sein, es so zu öffnen und schützend zu schließen, wie wir heute die Hand öffnen und schließen.
 
Und bis dahin? Nutze einfach die Intelligenz Deines Bauches!
 
Das geht so: Lass Dein Bewusstsein zum Bauch sinken. Der Atem fließt in den Bauch. Das Einatmen hebt die Bauchdecke und das Ausatmen senkt die Bauchdecke. Es ist recht leicht den Bauch bei jedem Atemzug etwas mehr zu entspannen. Wie von selbst lösen sich die ersten Gewichte der Furcht, der Angst und des Zorns, die uns belastet haben.
 
Nicht gleich alles auf einmal – aber achte einmal darauf, wie während dieser Entspannung Dein Herz reagiert.
 

Dienstag, 14. Mai 2013

Die Platin-Regel


 
Wer gerne innerlich wächst, wer sein kreatives Potenzial ausdehnen will und sich danach sehnt, dass sein Herz weiter geöffnet wird, der sollte von Zeit zu Zeit schauen, was da eigentlich wächst: Sein Ego oder sein einzigartiges Selbst.

Und der Test dazu ist denkbar simpel: Ein erwachtes Leben ist ein erfülltes Leben und der tiefgehende Koan liegt darin, dass die Fülle und der Reichtum und die Schätze der Weisheit Dich nicht belasten und sich schwer anfühlen. Stattdessen fühlt sich Dein Herz leichter an, Du atmest freier.

Du kannst gleichzeitig von aufrechter Ernsthaftigkeit und verspieltem Humor sein. Die moralische Selbstzufriedenheit weicht und Du beginnst Dich dennoch mehr zu lieben - und das bedeutet auch, dass Du Dir keine Selbstvorwürfe machen musst, wenn Du mal einen miesen Tag hast: Was Gott gibt, das nimmt sie auch wieder. Also: Take it – but take it easy.

Wenn Dein Selbst wächst, anstatt Deines Egos, kannst Du mehr Verantwortung tragen und Dein Gang wird dennoch leichtfüßiger. (Erinnere Dich einfach an den zarten Gang des tonnenschweren Elefanten) Je komplexer die Zusammenhänge werden, die Du gleichzeitig im Auge behalten musst, desto klarer & ruhiger Dein Blick.

Je mehr Mitgefühl Du Dir mit allen Wesen erlaubst, desto mehr Freude taucht in Deiner Seele auf. Mit einem Satz: Spirituelles Erwachen fühlt sich gesund an.Und je mehr es uns gelingt, eine umfassendere und tiefere Perspektive einzunehmen, umso mehr Freude werden wir daran haben, die Platin-Regel anzuwenden. Platin-Regel?

Nun: Die goldene Regel lautet: „Was Du nicht willst was man Dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“ Aus der „Integralen Lebenspraxis“ geht diese Platin-Regel darüber hinaus: „Behandele andere so, wie *sie* gerne behandelt werden möchten....“


Mit der Zeit wirst Du feststellen, dass so eine Lebensweise Dich nicht nur mehr entspannt, sondern sogar dazu führt, dass Du Deine besten Visionen für ein gutes Leben, viel zielgerichteter & leichter verwirklichen kannst.

Ihr geht und wachst gemeinsam - und dürft dennoch die sein, die ihr seid. Und das macht Spaß. Und das ist der Sinn.


Donnerstag, 9. Mai 2013

Ein kleines Pochen - mehr brauchst Du nicht.



Ich halte nichts davon, dass man Hunden einredet, sie müssten sich nur genug anstrengen und auf ihr göttliches Potential vertrauen und dann würden sie schon wie Vögel fliegen – jeder Mensch ist eine Gattung für sich und sollte sich nicht mit anderen Menschen vergleichen.


Aber etwas will ich Dir doch heute sagen, wenn Du an Deinen Begabungen & Deiner kreativen Power & Deinen Segnungen zweifelst. Im Leib Deiner Mutter hast Du das größte Wunder vollbracht: Du warst im Anfang nur ein klitzekleines & zartes Pulsieren. Mehr warst Du nicht.

Aber aus diesem schwachen & kaum wahrnehmbaren Impuls, ist Dein faustgroßes Herz geworden, welches Dich nun schon so lange am Leben hält – Du bist daraus erwachsen.

Als Du ein Embryo warst, fing Dein Herzen an zu pochen, als es noch überhaupt kein fertiges Herzen war. Du musst Dich also nicht ändern um zu beginnen – beginne!

Die 6 Liter Blut in Deinem Körper zirkulieren 2000-mal pro Tag durch Dein liebendes Herz. Das sind rund 10.000 Liter Blut, die täglich durch Deine Brust fließen. Reiht man Deine Blutgefäße aneinander, ergibt das 96.000 km oder den 2,5-fachen Erdumfang – und das alles hast Du aus einem zarten Klopfen erschaffen.

Erlaube Dir schwach, müde und verletzbar zu sein – mehr war am Anfang auch nicht. Sei aber realistisch und mach Dir nichts vor: Du bist in der Lage Wunder zu vollbringen. Und dieses kleine, zarte & leise Klopfen, was Du noch fühlst, das wird ausreichen, um Dich dort hin zu führen, wohin Du willst.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Autonom & Eins

 
Wenn wir wirklich autark und autonom sein wollen, dann wird uns das niemals dadurch gelingen, dass wir uns abgrenzen und isolieren.
 
Der verkrampfte Versuch, autark und autonom sein zu wollen, wirkt abstoßend auf andere Wesen. Dies führt nur dazu, dass wir einsam & traurig werden – nicht froh & frei.
 
Wie anders wirkt da jemand, der sich in Freundlichkeit, Anteilnahme und Wohlwollen allen fühlenden Wesen zuwendet: Von seiner unübersehbaren Autonomie & Autarkie geht eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus.
 
Gerade dadurch, dass er sich allem aufs tiefste verbunden fühlt, entledigt er sich seinen Feinden und verbrüdert sich mit der ganzen Welt.
 
"Geben wir uns so in der Bruderschaft auf, so ist dieses Aufgehen in der Gesamtheit eine Stählung, eine Kräftigung unserer Organe." (Rudolf Steiner)
 
Der wirklich Autonome fühlt sich eins mit allem und so kann ihn nichts von aussen bedrohen.
 
Das ist so, weil er sich sagt: „Ich bin von der ganzen Welt frei – weil ich die ganze Welt bin.“ (Ken Wilber)


Lerne mehr über ein autonomes & autarkes Leben. Trainiere frei & verbunden zu sein Klich hier.

Dienstag, 7. Mai 2013

Die Hündin und der Mystiker


Was haben unsere Hündin Fräulein Smilla und ein Mystiker gemeinsam? Beiden öffnet sich ein Kosmos, wenn sie ihre Nase in das Gras drücken. Spirituelle Menschen sprechen viel von Universum und Kosmos und schauen dann nach oben -  in die unendlichen Weiten des Himmels.

Ein Mystiker richtet seine Sinne im gleichen Maß zur Erde und es bietet sich ihm im kleinsten Blumenblatt und winzigsten Käferchen, dieselbe offene Weite dar. In jedem Erdklumpen: Ein einziger Abgrund ins Ewige. Wir müssen uns das nicht romantisierend vorstellen, sondern als wirklichen Fakt: Je tiefer wir mit unseren Sinnen in das Kleinste vordringen, umso weiter öffnet sich ein Mikrokosmos, der letztlich deckungsgleich mit dem Makrokosmos ist.

Tiere können uns zeigen, dass wir mit den  menschlichen Sinnen nur einen winzigen Ausschnitt der Wirklichkeit wahrnehmen können. Ich habe in meiner Kindheit viele Stunden damit verbracht, im Gras zu liegen und in die Welt der Insekten einzutauchen. Je länger ich dort lag, desto maßloser erschein mir diese Welt. Durch unsere Hündin wurde ich heute wieder daran erinnert: Die Erde schenkt uns nicht nur gesunde Bodenhaftung, sie ist auch ein Abgrund zum Urgrund des Seins.

Sich an einem warmen Tag ins Gras zu legen und zu fühlen, wie man tiefer und tiefer in die Erde einsinkt, kann uns zu Mystikern machen: Wir liegen nicht als Person im Gras – wir werden Gras & Gräser. Und wir sprechen nicht mehr mit der Natur, wir werden uns unserer wahren Natur bewusst. Und hier endet auch die Kommunikation mit den Wesen der Natur – hier beginnt die Kommunion.

Und „die höhere Entwicklung der Seele beginnt dann erst, wenn man sich über die kleinste Blume, über das kleinste Blumenblatt, über das unscheinbarste Käferchen oder Würmchen so wundern kann wie über die größten kosmischen Vorgänge." (Rudolf Steiner.)

Und was ein Mystiker noch von seiner Hündin lernen kann: Wenn Du wieder im Haus bist, dann nutze die erste Gelegenheit, um Dich auszuruhen – denn Du warst auf einer sehr, sehr großen Reise. Ganz weit da draussen – in Deinem Herz, weisst Du?

Hier gehts zum Jahresprogramm von Sebastian Gronbach