Sonntag, 18. August 2013

Worte, die es nicht gibt



Die Erde ist ein Ort, an dem jeder stirbt. Über den Tod nachzudenken – wirklich tief über ihn zu meditieren – sollte nichts Gruseliges sein, aber auch nichts Kitschiges. Der Tod ist etwas Realistisches. 

Es ist real, dass die Menschen, die wir so sehr lieben, eines Tages nicht mehr da sein werden. Spiritualität darf nie dazu führen, dass wir den Schmerz & die Trauer, die mit dem Abschied verbunden sind, leugnen oder verdrängen. Wer noch nicht einmal Traurigkeit übe den Verlust eines Menschen fühlen kann, wie soll der Barmherzigkeit mit der ganzen Welt üben? 

Die Götter der alten Sagen beneideten die Menschen nur um eine einzige Sache: Ihre Sterblichkeit. Wie immer wir uns vorstellen, dass es danach weitergehen könnte, so wie jetzt, wird es nie mehr sein. 

Wenn Dir manchmal der Mut fehlt, wenn Du manchmal verzweifelt bist, wenn Du manchmal sehr müde bist – dann denke realistisch an den Tod. Er wird die Not tilgen, wenn es Zeit ist. Aber bis dahin ... wage alles. Vor allem: Wage es zu lieben, zu geben & zu verzeihen. 

Lass den Unsinn los, der Dir erzählt, zu viel, zu tief zu treu zu lieben sei riskant, oder unklug. Es gibt diese Worte nicht auf dem Sterbebett: „Ich habe zu viel geliebt, zu viel gegeben, zu viel verziehen. Zu viel Güte in meinem Leben. Zuviel Friede...“ Es gibt diese Worte nicht. 

Lebe das, was im Angesicht des Todes noch real ist.


Hier gibt es immer Events, zu diesem und anderen Themen mit Sebastian Gronbach. 

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