Freitag, 25. Dezember 2015

Ein geheimnisvoller Impuls


Wenn der unbeugsame Wille des Egos doch in die Knie geht, bemerken wir einen Impuls in uns, der die ganze Zeit schon da war - eingezwängt von den unendlichen Bedürfnissen des Egos. 

Dieser geheimnisvolle Impuls bezeugt zweifelsfrei wer wir sind und warum wir hier sind: Um aus ganzem Herzen - mit unzweideutiger Passion - die Evolution des Lebens bewusst und aktiv zu leiten.


Wenn ich das vorschlagen darf: Sag nicht dem Kosmos was er für Dich tun sollte - frag den Kosmos was Du für ihn tun könntest.



Montag, 21. Dezember 2015

Verzicht


Wie tief, berührend und erkenntnisreich Deine spirituellen Erfahrungen auch sein mögen, wenn Du Dein Leben nicht änderst, sind sie wertlos.

Die meisten Menschen wollen spirituelle Erfahrungen - aber wer ist bereit diese Erfahrungen wirklich zu würdigen?

Wirklich würdigen kann man sie nur, wenn man sein Leben klar danach ausrichtet.

Und genau hier muss ein Opfer gebracht werden.

Jeder will gnadenvolle Erfahrungen haben, aber wer will Opfer bringen, um diese Gnade zu würdigen?

Spirituelle Erfahrungen sind umsonst. Wirkliche Veränderung hat einen Preis.

Wer tief genug glauben kann, dass die süßeste Erfüllung auf Verzicht beruht, dem wird das ganze Himmelreich geschenkt.

Donnerstag, 10. Dezember 2015

Tarnkappen-Panik


Eines der erstaunlichsten Phänomene, die ich als spiritueller Lehrer erlebe, ist die Tarnkappen-Panik.
In jedem Menschen gibt es eine regelrechte Panik der Wirklichkeit ins Auge zu blicken. Weil man sich eingestehen müsste, dass man seine ganze Biografie über, als eine Art "lebender Toter" unterwegs war.
Man hat eigentlich nie wirklich gelebt. Man hat nie wirklich geküsst, man hat nie wirklich geweint, man hat nie wirklich einen Baum gesehen, man hat nie wirklich die Luft gerochen und auch das Lachen war nicht wirklich.
"Man ist nie dagewesen, hat kein wahrhaftes Sein gehabt." (Rudolf Steiner).
Zu erwachen bedeutet, sich dieser Wahrheit ganz und gar zu stellen.
Nicht viele Menschen sind dazu bereit.
Und wenn durch das Leben, das Schicksal oder einen spirituell Lehrer, diese Wirklichkeit auf einen zukommt, bricht die nackte Panik aus.
Aber um nun diese Panik nicht fühlen zu müssen, erscheint sie als Tarnkappen-Panik.
Als Langeweile, als Hunger, als Rechthaberei, als Engagement in der Welt, als Streit, als spirituelles Suchen, als gute Laune, oder als Wissensdurst ... als alles Mögliche.
Aber etwas in dir weiß und und der Guru erkennt es: Es ist Panik.
Aber der Guru kann Dir etwas kostbares geben: Er führt Dich zu der schrecklichen Wahrheit und im selben Moment gibt er Dir vollkommene Sicherheit, dass Du dich nicht fürchten musst.
Warum das so ist und wie wir durch die Furcht ins Leben treten können:
Heute, 20 Uhr, Evolutionary-Satsang in der Anahata-Akademie

Freitag, 25. September 2015

Wie umfassend bietest Du Dich dar?

Die Darbietung Deiner Herzenssehnsucht ist nicht auf Dein Herz beschränkt. 

Wenn Du Dich Gott ergeben auslieferst, dann passiert dieses Öffnen durch Deinen Kopf, Deinen Nacken, Dein Gesicht, Deinen Bauch und Deine Schenkel - bis zu den Zehen.

Die Darbietung Deiner Liebessehnsucht an Gott kennt keine Grenzen. Und Gottes Forderung kennt auch keine Grenzen. Was immer Gott ist - es ist im Kern eine totale und tiefe Forderung. Wie umfassend bietest Du Dein sehnsuchtsvolles Wesen genau jetzt dar?

Montag, 7. September 2015

Jeder, der wirklich spirituellen Weg bis zum Ende geht, wird am Ende feststellen, dass er nichts von dem was er gesucht hat, je gefunden werden kann. Nicht in der Welt. Nicht in der Seele. Er kann nicht gefunden werden, weil er nie verloren ist.

Am Ende warten keine Antwort, keine Richtung, kein Grund und keine Sinn.

Das ist eine dramatische, eine für nur sehr wenige Menschen zu akzeptierende geistige Tatsache.

Ja, so sieht’s aus. An dieser Schwelle ist es noch nicht mal ausreichend, mit leeren Händen dazustehen – es gibt einfach niemanden mehr der Hände hat.

Es gibt mystische Tradition, in deen dieser Nicht-Ort das Ziel allen spirituellen Strebens ist. Das Nirvana.

In der Anthroposophie ist das anders. In der Anthroposophie ist dieser Nicht-Ort das Ziel, von dem aus alles startet.

Ist man nach langem Weg endlich hier angekommen, gibt es keinen zwanghaften Grund mehr etwas zu tun, zu wollen, zu denken oder zu fühlen.

Man findet ab sofort keine Antworten mehr – und zum ersten mal kann man kann sie geben.

Aller Grund ist verloren – zum ersten mal man kann ihn erschaffen.

Alles wird immer aus dem Nichts erschaffen. So wie am Anfang.

Das Nichts ist der Anfang. Und der Anfang ist immer jetzt.

Dieser Anfang ist immer in uns.

Es ist der Anfang in dem Himmel und Erde gemacht wurden.

Diesen Anfang brauchen wir nicht zu suchen - denn er ist immer wir - verstellt durch Dinge wie Gedanken und Gefühle.

Es gibt keinen Sinn, den wir suchen und finden können – es gibt nur einen Sinn, den wir schaffen und geben können.

Samstag, 5. September 2015

Buddha war nur halb erleuchtet

An die Freunde von "Mission Mensch" im Raum ESSEN.

Am jetzigen Sonntag wird Sebastian Gronbach im Zentrum Einklang einen Vortrag halten. 

Beim "Tag der offenen Tür" möchte er mit Euch ab 18:30 Uhr einen lebendigen Dialog zu diesem Thema führen: 

“Buddha war nur halb erleuchtet. Chaos, Kampf und Traurigkeit auf dem spirituellen Weg.”

Den ganzen Tag gibt es weitere gratis Events. Herzlich willkommen!

Du bist so krank wie Dein Geheimnis

Unsere Verspannungen, unsere Wut und auch die Traurigkeit - alle haben mit einer Sache zu tun: Mit unseren Geheimnissen. 

Mit dem, von dem wir denken, wir dürften es niemand erzählen. Vielleicht nicht mal uns selbst. Das Tabu frisst Dich auf. Dein Geheimnis macht Dich krank.

Freitag, 28. August 2015

Vortrag: Die 10 größten Gefahren auf dem spirituellen Weg…

Die 10 größten Gefahren auf dem spirituellen Weg…
…und warum wir am Ende doch keine Wahl bleibt, das Risiko auf uns zu nehmen. 


Seit seinem zwanzigsten Lebensjahr hält Sebastian Gronbach Vorträge über spirituelle Themen und bietet zahlreiche Seminare dazu an. In den letzten Jahren vertiefte er seine Arbeit als spiritueller Lehrer. 

In dieser Zeit hat er nicht nur selbe viele Menschen auf dem spirituellen weg scheitern sehen, sondern selber genug Fehler gemacht um authentisch über die größten Gefahren auf dem spirituellen Weg zu erzählen. 

Freundlich, liebevoll provozierend, humorvoll und mit authentischer Kraft zeigt er die Risiken & Nebenwirkungen für ernsthafte Sucher – und erzählt, warum wir am Ende keine Wahl haben, das enorme Wagnis einzugehen.


Donnerstag, 27. August 2015

Störe ich?


Wenn die Liebe an die Tür klopft und fragt: "Störe ich?" Dann sollst Du antworten: "Du störst mich nicht, Du erschütterst meine gesamte Existenz. Sei herzlich willkommen!"
Hört sich gut an, oder? Aber ganz ehrlich: Die meisten Menschen sind eher damit beschäftigt ihre innere Tür wieder und wieder zu verschließen. Ein spiritueller Lehrer ist einfach jemand, dem Du die Erlaubnis gibst, Dich weiter für die Liebe zu öffnen, als Du alleine dazu in der Lage wärst.

Freitag, 7. August 2015

Am Rande von etwas Großem


Wenn Du ernsthaft gewillt bist den spirituellen Weg zu gehen, wirst Du immer am Rande von etwas Großem stehen, was keine Grenzen hat. 
Du wirst dieses lernen, Du wirst jenes erfahren, Du wirst das studieren und dieses endlich zum Besten erschaffen - aber Du wirst nicht wissen. Verstehst Du das? Du wirst Dein Haus am Abgrund des Nicht-Wissens aufbauen. Und dieses Nicht-Wissen ist etwas Großes.
Ungeheuerlich groß. Ohne Grenzen.
Wenn Du ein reiches Leben führen willst, musst Du alle Deine Entscheidungen von diesem Ort aus treffen - dort, wo Du nicht sicher sein kannst. Doch seltsamerweise wirst Du Dich mit der Zeit dort wohl fühlen. Sogar Frieden wirst Du dort finden - dort am Rand des grenzenlos Großen. 
Dein Lebensvertrauen wird wachsen, auch wenn Du immer in Ungewissheit lebst - einfach dadurch, dass das was Du von dort aus tust, so süße, so köstliche Früchte hervorbringt.

Sonntag, 14. Juni 2015

Die "Adepten", der "Integrale Guru" - und ein paar Dinge über die wir mal reden müssen


Liebe ist die Sehnsucht und der Drang nach Gott - nach dem verloren gegangen All-Einen, nach dem Urfrieden, nach dem Zustand vor Schöpfung. Gleich nach der Geburt, beginnt dieser Weg der Liebe. 

Das Neugeborene gibt dieser Liebe - der Sehnsucht und dem Drang nach dem göttlichen All-Einen - die erste Form: Als Schrei nach Muttermilch. Als Baby "glauben" wir, dass durch genug Muttermilch das verlorene Glücksgefühl wieder zu erlangen sei. 

Wir projizieren im Laufe der Kindheit alle unsere Liebe auf unsere Eltern, versuchen sie zu Gott zu machen und tatsächlich: Fast alle Eltern nehmen diese Liebe persönlich - dabei ist sie doch der Drang und die Sehnsucht nach Gott, nach dem ursprünglichen Frieden. Nach der Stille vor der Zeit. 

Und natürlich müssen uns die Eltern enttäuschen – sind sie doch selbst verloren und auf der Suche. Ist ihre Liebe zu dem Kind nicht selbst die Suche nach Gott? Das was wir in der Psychologie „Trauma“ nennen, ist die Enttäuschung die alle Eltern ihren Kindern mitgeben, wenn das Kind bemerkt, dass sie nicht Gott sind. Es gibt keine Kindheit ohne dieses Trauma. 

Aber es endet noch nicht hier. Dieses Trauma-Urbild setzt sich überall fort: 

Weder die erste große Liebe, noch die nächsten Beziehungen und auch nicht die Liebe zu Vaterland, Idealen, Geld, Essen (auch nicht gesundes Essen. Und auch nicht veganes Essen. Und auch nicht friedliches Essen.) und auch nicht die Liebe zu Kinder, dem Hund oder Freunde, konnten uns zu Gott zurück bringen - weil alle diese „Objekte“ selbst Suchende sind und die Liebe auf sich selbst bezogen haben. Vor allem aber, weil alle diese "Objekte" vergänglich sind. Und wir suchen doch das Ewige. 

Wir dachten diese Objekte der Begierden wären das Ziel - aber gemeint war immer Gott. Gemeint war immer ein tieferes nach Hause kommen. Gemeint war die endgültige Befreiung, die vollendete Erfüllung. 

Zum Schluss nun denken wir, wir sollten nicht im Außen suchen, sondern im Innen: Wir sollten uns am besten doch selber heiraten und unserer eigener Guru sein - ja: Diese Selbstliebe soll nun der Schlüssel sein. Aber nach einer kurzen euphorischen Phase merken wir: Es gibt gar kein "Selbst." Es ist niemand da, den man heiraten könnte und niemand der geheiratet werden kann – es gibt nur das Eine ohne ein Zweites. 

Und so führt auch dieser Weg vor die Mauer. Der Friede ist dahinter - ein Dahinter, welches ganz offensichtlich im eigenen Herzen liegt und dennoch so schwer erreichbar scheint. 

Nun gibt es die erstaunliche Tatsache, dass es immer wieder Menschen gelungen ist, diese Mauer zu überwinden. In der Regel dadurch, dass sie mit Tränen in den Augen bemerken: "Da ist keine Mauer und es war nie eine da." In diesem Moment, wenn wir bemerken, dass nie ein Hindernis da war, dass es immer nur das Eine gab, in diesem Moment ereignet sich Hingabe. Wir sterben in diesen glücklichen Moment für immer hinein. Die meisten Menschen Stolpern so zum Erwachen und das ist in Ordnung. 

Den Weg den ich anbiete, beruht auf einer erstaunlichen Leistung des menschlichen Geistes und ist das traditionsreichste Werkzeug zum Erwachen: Die Tradition des "spirituellen Lehrers" nämlich, die Erfindung einer Konstruktion nahmen  "Guru" beruht im Kern auf einem einfachen "Mechanismus": Der "Guru" nimmt die Liebe seiner Schüler an - und reicht sie ohne Reibungsverlust an Gott weiter. Das ist es eigentlich schon. In jedem Menschen ist diese Liebe da – als eine Sehnsucht und ein Drang zum Frieden, Glück und All-Einen. Zum ersten Mal im Leben, bezieht nun ein Objekt diese Liebe nicht auf sich, sondern versteht sich als Portal zum All-Einen. 

Der echte Lehrer hat verwirklicht, wonach der Schüler sich sehnt und kann ohne Mühe die Liebe annehme und sein Annehmen ist ein müheloses Weiterreichen an Gott. Die Mauer wird zur Tür. 

Und in welcher Form die Liebe auch zu dem Guru fließt, sie fließt direkt zu Gott – und Gott, das ist die offene Weite im Herzen des Schülers. Und wenn der Kreis sich schließt, wo ist der Anfang, wo das Ende. "Lehrer und Schüler sind nicht zwei", so sage ich es "meinen Schülern". 

Nach diesem Modell arbeite ich mit „meinen“ Schülern – sie nennen sich Adepten. Ich sage nicht, dass dies ohne Risiko für beide Seiten ist und die Geschichte ist voll mit gruseligen Beispielen. 

Aber nennen wir ihn den „Integrale Guru" und geben wir ihm eine Chance. Wie oft wird vor „falschen Gurus“ gewarnt – aber niemand hat ein Problem damit, sein ganzes Leben „falschen Gurus“ zu widmen: Eltern, Nationen, Partnern, Kindern, Medien, Geld oder letztlich einem „Selbst“, welches noch in jeder spirituellen Weisheitstradition als „nicht Existent“ erkannt wurde. Niemand zählt die Leichen und Verletzten dieser falschen Gurus, aber wie schnell warnen wir vor jenen falschen Gurus, die natürlich auch falsch sein können. Aber das Falsch-Sein eines Guru-Gurus ist dann ein "BUG" und nicht wie bei allen Eltern-Geld-Partner-Gurus "SYSTEM". Anders gesagt: Die Beziehung zu dem einen spirituellen Guru kann im Fiasko enden - aber die Beziehung zu allen anderen "Gurus" muss im Fiasko enden. 

Der „Integrale Guru“ ist jemand, der die Errungenschaften der Aufklärung ebenso integriert, wie das Mysterium des Erwachens. Sein Herz sollte ein Labor sein und eine Kathedrale für das erste und letzte Geheimnis. Letztlich ist die Beziehung zu einem spirituellen Lehrer, die menschlichste Form zu erwachen. 

Für uns - die "Adepten" und den "Integralen Guru" - ist es der Sinn des Lebens. Es ist bereits ein Leben in Gott.  

Denn wenn Deine Sehnsucht auf das offene Herz eines echten Lehrers trifft, hat sich in Wirklichkeit bereits Deine Befreiung ereignet. Es mag noch ein langer Weg vor Dir liegen, aber es ist bereits passiert. Und Dein Lehrer ist einfach nur jemand, der sein Herz immer und immer für Deine Sehnsucht offen hält. Im Grund ist er die offene Weite Deines eigenen Herzens.



Mittwoch, 10. Juni 2015

VORTRAG: Einfach leben: Lass alles zurück was nicht Liebe ist.





Was Du über die Liebe wissen solltest, ist deswegen so entscheidend, weil es etwas ist, was Du über Dich wissen solltest. Du kannst nämlich nicht außerhalb der Liebe stehen – einfach weil Du Liebe bist. 

Du bist Liebe als EROS: Als dieser vorwärtsstrebende Drang zur Befreiung, die unbändige Sehnsucht nach Erfüllung – dasjenige, was Dich von Moment zu Moment wachsen, gedeihen und blühen lässt: Der evolutionäre Impuls der die ganze Schöpfung hervorbringt – auch diesen Augenblick hier.

Und auch das bist Du: AGAPE. Unendliches Mitgefühl und Verbundenheit auf allen Ebenen. Was Deine Zellen verbindet, was Dich mit Deinen Liebsten verbindet, was Dich mit den entferntesten Galaxien verbindet, was Dich hält, trägt und eine Fürsorge von beachtlichen Ausmaß aus Deinem Herzen aufsteigen lässt, das ist die Liebe als AGAPE. 


EROS ist der Pionier der Liebe und AGAPE ist der Samariter der Liebe und es ist Zeit, dass wir damit aufhören den einen gegen den anderen auszuspielen. Die Welt braucht beide – die Welt braucht Dich. Lass also die Behauptung los, Du seist nicht liebenswert oder nicht fähig zu lieben: Du bist Liebe.

Mittwoch, 3. Juni 2015

Bitte hilf mir


Wer mich ein wenig kennt, der weiß, dass ich niemanden etwas vormache – und so soll es auch hier bleiben: Ich werde mich nicht wie ein Held fühlen und zwischendurch komme ich an einen Punkt, der mir Angst einjagen wird. In einem aufrichtigen Leben ist unendlich viel Platz für Angst – aber kein Platz für Zögern, keine Möglichkeit davonzulaufen und keine Wahl einfach stehen zu bleiben. 

Und darin liegt überraschenderweise die Befreiung. Denn wenn man aufrichtig ist, dann wird man der Tatsache ins Auge blicken können, dass sich immer wieder Wände aus Angst vor einem aufrichten. Es ist nicht leicht, diese Angst in Frage zu stellen und sie anzuzweifeln – sie wirkt so real. Und wer durch diese Illusion und Begrenztheit hindurch will, der braucht Seelenstärke – und Freunde. Je mehr wir uns für andere Menschen engagieren, desto mehr sind wir wiederum darauf angewiesen, dass jemand uns unterstützt. Das Geheimnis von langfristigem Erfolg liegt letztlich in konkreter Freundschaft.

Erfolg bedeutet für mich bei dieser 24-Stunden-Benefiz-Wanderung ins Ziel zu kommen und möglichst viel Geld zu sammeln. Erfolg bedeutet für mich konkret, dass eine Bauersfrau wieder aus dem Haus gehen kann, weil wir ihr eine Brille für drei Euro kaufen, Erfolg bedeutet für mich einem bitter armen Mädchen eine Ausbildung als Krankenschwester finanzieren zu können und Erfolg bedeutet für mich mit 25,- Euro einen blinden Mann sein Augenlicht durch eine einfache Operation wieder zu schenken. 

Ich schaffe das nicht alleine. Ich brauche Deine Unterstützung. Und so klein sie sein mag, wenn sie konkret ist, ist sie eine große Hilfe. Und wenn ich irgendwann in der Nacht auf die Mauer der Angst zulaufe, dann ist jeder von Euch ein Mut machendes Leuchten in meinem Herzen, ein Tritt in meinen Hintern, der mir bis Freitag Spendengeld auf das unten stehende Konto für DRU India überwiesen hat. 

Ich werde mir am Samstag zum Start die Liste mit den Namen geben lassen und sie die ganzen 24 Stunden und 72 Kilometer und 2000 Höhenmeter mit mir tragen. Jeder der auf diese Weise dabei ist, wird 100 prozentig den Segen fühlen. Bitte mach Deine Überweisung noch heute!

Danke, danke für Deine tatkräftige Liebe. Dein Sebastian

Alle Infos hier: http://medicalcamp.de

Spendenkonto (Spendenquittungen werden einmal jährlich ausgestellt)
Stichwort: Sebastian / Medical Camps
Empfänger: BHAKTI eV.
BIC: GENODED1NWD
IBAN: DE02 5746 0117 0005 5437 09

Freitag, 29. Mai 2015

Die Authentizitäts-Falle


Früher dachte ich, dass es das wichtigste währe authentisch zu sein – also „im Einklang mit sich selbst zu sein.“ Irgendwann sagte dann jemand: „Was aber, wenn Du ein Arschloch bist? – Bitte höre dann sofort auf Du selbst zu sein und werde jemand anderes.“ 

Nun: Natürlich könnte man sagen, dass niemand im Herzen ein Arschloch ist und dennoch höre ich immer wieder und immer wieder dieses Argument: „Ich weiß, dass war gemein, ich weiß, ich war ungerecht, ich weiß, ich hätte sie nicht schlagen sollen, ich weiß dass ich manchmal echt fies und verletzend bin – aber weißt Du, für mich ist es das wichtigste authentisch zu sein und manchmal bin ich einfach ein Arsch und dann ist es doch viel ehrlicher, wenn ich auch so bin, anstatt zu heucheln, oder?“ 

An diesem plakativen aber wahren Fall sieht man leicht, dass Authentizität ein echtes Problem ist. Denn die Frage ist doch: Mit welchem Teil von mir bin ich denn im Einklang? Wenn ich gerade mit dem Teil in mir im Einklang bin, den ich in meinen wachen und hellen Moment als destruktiv und ungesund erkannt habe, als Teil, der mich immer wieder und wieder hinter meine eigene Entwicklung zurückwirft, dann sollte ich alles dafür tun, nicht mit diesem Teil im Einklang zu sein, sondern mir zügig etwas wählen, was meiner wahren Natur entspricht. Darum ist mein Vorschlag, dass wir statt der etwas billigen Authentizität (die sicher für eine Phase des Lebens wichtig ist) ein kostbareres Ziel wählen: Integrität. 

Ein integres Leben zu führen bedeutet, im Einklang mit Deiner tiefsten Erfahrung und höchste Erkenntnis zu leben. Die meisten Menschen behaupten, dies sei sehr schwer – aber das ist es nicht. Es ist sogar recht leicht. Aber die Konsequenzen eines solchen Lebens sind letztlich nichts weniger als eine Revolution der eigenen Biografie. 

Am Ende wird keine Biografie von dieser Revolution der Integrität verschont – warum eigentlich nicht gleich so? Warum eigentlich nicht?

Dienstag, 26. Mai 2015

Die Kraft der Unterscheidung


Ein paar Kleinigkeiten zur Entspannung, die man nicht verwechseln sollte: Loslösung bedeutet nicht Gleichgültigkeit oder Ignoranz. Akzeptanz bedeutet nicht Passivität. Ein spiritueller Lehrer ist kein Kontrolleur.

Demut ist alles andere als niedrige Selbstachtung. Egolos ist so ungefähr das Gegenteil von charakterlos. Menschen im Herzen zu berühren und messianischer Eifer, das sind verschiedene Dinge. Wahrhaft Vertrauende sind nicht dumme Naivlinge. Autonomie ist nicht Isolation - und alleine in der Wahrheit zu stehen, bedeutet etwas ganz anders, als alles besser zu wissen. Noch etwas: Ein Mensch des Friedens zu sein, bedeutet möglicherweise, die Vorstellung aufzugeben, jemand zu sein, der niemals in den Krieg zieht.


OM SHANTI

Samstag, 9. Mai 2015

Die Mantren & der Widerstand


Ja - das klingt verrückt: Es ist unser wichtigstes Event dieses Jahr und es dauert kaum zwei Stunden...und kostet nur 5,- Euro. Und dabei sind noch Getränke und Gebäck inklusive. Warum machen wir das?

Wir sind zweifelsfrei und zutiefst davon überzeugt, dass nichts so einfach und machtvoll unser Leben zum Guten schieben kann, wie das Singen von Mantren. Und wir möchten jedem ermöglichen das Wunder am eigenen Leib zu erfahren.
Wieviel Macht indische Mantren haben, kann man an dem enormen Widerstand erkennen, den das Singen in vielen von uns auslöst.

Das kennen wir. So war es bei uns auch. Wenn Du diese (sicherlich klug begründeten) Widerstände überwindest und kommst - wenn Du Dich ihrer Macht hingibst, wird sich Dein Leben zum Besten verändern. 


Dienstag, 21. April 2015

Was steht auf Deinem Grabstein?


Ich habe nichts gegen Motivationstrainer, die uns so viel Selbstsicherheit geben, dass wir ein paar Meter über glühende Kohlen laufen können. Auch eine Esoterikmesse mit Engelskontakten ist in Ordnung. Wirklich: Das ist alles berechtigt. Ich bin vielleicht ein einfacher Mensch, aber ich stelle mir manchmal vor, was auf meinem Grabstein steht: 
"Hier liegt ein Mann, der mal vier Meter über glühende Kohlen gerannt ist". Oder: "Hier ruht der Mann, der schon zu Lebzeiten einen Engel gechannelt hat." Von mir aus auch wundervoll zu wissen, dass wir "göttlich" sind. Aber meine Arbeit dient Menschen, auf deren Grabstein simple Sachen stehen werden. Sowas zum Beispiel:

"Hier ruht jemand, der sich zum Werkzeug Gottes schmieden ließ. Er brachte Glauben, wo Zweifel drohte. Er brachte Hoffnung, wo Verzweiflung quälte. Er machte in der Dunkelheit das Licht an. Er gierte nicht nach Anerkennung und Liebe, sondern anerkannte und liebte. Er bestand nicht auf Trost, sondern tröstete. Indem er sich selbst verlor, erkannt er sich. Indem er sich hingab, empfing er. Indem er starb, erwachte er. Er war einfach da und tat das Richtige."
Ich gebe zu: Diese Form der Spiritualität lässt sich nicht mit Weichzeichner nachmalen. Und ich habe auch keine moderne Methode, deren Lizenz ich Dir verkaufen kann.

Meine Methode ist die Wahrheit. Ich habe noch nicht mal die Liebe. Nur ich bin da - und Du. 


Donnerstag, 16. April 2015

Mache Deine Krise zum Tor für etwas wunderbares

"Jeder Mensch ist eine Gattung für sich", sagt Rudolf Steiner. Denn in allen von uns leuchtet zwar verborgen die selbe Flamme. Aber die Kunst besteht darin, einen Menschen so anzusprechen, dass Licht & Wärme dieser Flamme *als* dieser einzigartigen Menschen voll zur Geltung kommen können. 
Jeder Mensch ist gleichermaßen ungetrennt von allem UND ganz autonom - eine Gattung für sich eben. In unserem SATSANG am Donnerstag geht es heute genau darum.
Satsang ist ein Zusammensein von Menschen, die durch gemeinsames Hören, Reden, Nachdenken und Versenkung in die spirituelle Lehre nach der höchsten Einsicht streben. In einem Satsang stehen Deine Lebensfragen im Vordergrund. Du lernst Dich und Dein Leben – mit allen Problemen und Chancen – aus der höchsten Perspektive zu betrachten. So entdeckst Du (nicht erst im Nachhinein) einen tiefen Sinn in Deiner Biografie. Du verstehst warum Du da bist und kannst so jeden Tag erfüllter und befreiter Leben. Mache Deine Krise zum Tor für etwas wunderbares.


Freitag, 27. März 2015

Dann ist es bereits passiert...

Wenn Deine Sehnsucht auf das offene Herz eines echten Lehrers trifft, hat sich in Wirklichkeit bereits Deine Befreiung ereignet. 

Es mag noch ein langer Weg vor Dir liegen, aber es ist bereits passiert. Und Dein Lehrer ist einfach nur jemand, der sein Herz immer und immer für Deine Sehnsucht offen hält. Im Grund ist er die offene Weite Deines eigenen Herzens.

Mittwoch, 25. März 2015

An die Mütter und Väter


Dies hier geht raus an alle Mütter und raus an alle Väter, die ihr jeden und wieder jeden Morgen und wieder aufsteht und für Eure Kinder da seid. 

Oft müde und erschlagen versorgt ihr sie mit Brot & Obst und warmen Tee. Und ihr bändigt das Chaos und ihr reißt Euch zusammen und ihr denkt vielleicht, dass ihr nicht ihm Licht steht, ihr denkt vielleicht, dass nur jene gesehen werden, die mit Geld und Applaus und Karriere belohnt werden. 

Aber dies geht an Euch, Ihr Mütter und Väter: Ihr steht im Licht und es gibt einen Ort, wo jedes geschmierte Brot, jeder gekochte Tee und jede Mütze die Ihr fest über die Ohren der Kinder zieht - wo alles dies gesehen wird. Die ganze Zeit. Ihr seid Herz & Rückgrat unseres Daseins. 

Wenn ihr nach einer sorgenvoll durchwachten Nacht zermürbt und müde bis auf die Knochen aufsteht um das Notwendige zu tun, damit die Kinder versorgt sind, dann steht ihr im Licht. Ihr werdet gesehen. Ihr seid ein Segen und Boden für einfach alles. 

Es gibt einen Ort und von dort aus gesehen ist dieser Boden das Himmelreich. Mein Dank geht an Euch - Ihr Mütter und Väter.

Sonntag, 15. März 2015

Ostervortrag: Was Krishna, Buddha & Christus uns heute sagen wollen

Was Krishna, Buddha & Christus uns heute sagen wollen – Und was wir opfern müssen, um kein Opfer mehr zu sein.
An Ostern endet die Fastenzeit – und die Karwoche bringt uns vorher eines der traumatischsten Erfahrungen, die je eine Religion hervor gebracht hat: Ihr Gott wird auf grausame Weise getötet. Er opferte sich.
Was ist der Sinn eines solchen Opfers? Gibt es überhaupt sinnvolle Opfer? Kann man in seinem Leben etwas auf gesunde Weise opfern, damit man nicht zum ungesunden Opfer wird?
Welche verborgenen Botschaften bringen uns die mystischen Helden Krishna, Buddha und Christus, die alle von der Kraft des Opfers sprachen?

Dienstag, 10. Februar 2015

Video: Die Welt dreht sich nicht um Dich - sie entwickelt sich aus Dir.



Vielen sind die anthroposophischen Ideen Rudolf Steiners vage bekannt. Aber was ist eigentlich der spirituelle Kern dieser Weisheitstradition. Dieses Video macht es erfahrbar. 

Heutzutage begegnen wir ihnen nicht nur in Waldorfschulen, der 'alternativen' Landwirtschaft oder der Kunst, sondern ebenso in Banken, Krankenhäuser und Großkonzernen.Sebastian Gronbach untersucht seit vielen Jahren das Geheimnis, mit der die Anthroposophie so viele Lebensfelder inspiriert hat. 


Ein bisher weitgehend unerschlossenes Potenzial der anthroposophischen „Technik" deutet auf seelische Heilung, inneres Wachstum und spirituelles Erwachen für den modernen Menschen hin. Der Königsweg zu diesem Potential ist eine völlig neue Art der Meditation: Die evolutionäre Meditation. Der Autor, spirituelle Lehrer und Speaker entstaubt im TED-Talk-Köln die spirituelle Weisheitstradition und macht sie praktisch erfahrbar.

Und hier gehts zu den Events mit Sebastian Gronbach

Sonntag, 11. Januar 2015

Herzlich willkommen in unserem "Ashram 2.0"


Wir haben uns für eine außergewöhnliche,  herausfordernde und wunderschöne Lebensweise entschieden: Für ein Leben im Ashram. 

Genauer gesagt ein „Ashram 2.0“. Das Wort Ashram kommt aus dem Sanskrit und bezeichnet ein klosterähnliches Meditationszentrum, eine „religiöse Herberge“. Die wörtliche Bedeutung des Wortes ist „Ort der Anstrengung“.

In einem Ashram zu leben bedeutet, dass man konsequent bereit ist, auf die eigene Kleingeistigkeit, Engherzigkeit und Tatenlosigkeit zu verzichten. Vor allem aber verzichten wir darauf, unsere Liebe zu Gott, der Schöpfung und allen Wesen zurückzuhalten. Je mehr wir darauf verzichten,  desto mehr kommt unsere wahre Natur zum Vorschein und wir fühlen: Life is a lot of fun.

Wenn Du Lust hast, auch eine Zeit mit uns das Leben im Ashram zu genießen, kannst Du dort auf erwachsene Weise Deine Errungenschaften, Kompetenzen und Liebe mit anderen Menschen teilen und dabei in jeder Hinsicht wachsen. Wir begrüßen Dich von Herzen als Tagesgast, für mehrere Tage, Wochen oder Monate.

Oder vielleicht auch als Mitbewohner für einen längeren Lebensabschnitt Deiner Biografie. Erkundige Dich auf unserer Webseite, per Mail und in einem persönlichen Gespräch über alles, was Du über das Leben in unserem Ashram wissen willst.

„Wer eintritt, bringe Liebe diesem Heim. Wer drinnen weilet, suche Erkenntnis an diesem Ort. Wer austritt, nehme Frieden mit aus diesem Haus.“  Rudolf Steiner


Herzlich willkommen!