Montag, 7. September 2015

Jeder, der wirklich spirituellen Weg bis zum Ende geht, wird am Ende feststellen, dass er nichts von dem was er gesucht hat, je gefunden werden kann. Nicht in der Welt. Nicht in der Seele. Er kann nicht gefunden werden, weil er nie verloren ist.

Am Ende warten keine Antwort, keine Richtung, kein Grund und keine Sinn.

Das ist eine dramatische, eine für nur sehr wenige Menschen zu akzeptierende geistige Tatsache.

Ja, so sieht’s aus. An dieser Schwelle ist es noch nicht mal ausreichend, mit leeren Händen dazustehen – es gibt einfach niemanden mehr der Hände hat.

Es gibt mystische Tradition, in deen dieser Nicht-Ort das Ziel allen spirituellen Strebens ist. Das Nirvana.

In der Anthroposophie ist das anders. In der Anthroposophie ist dieser Nicht-Ort das Ziel, von dem aus alles startet.

Ist man nach langem Weg endlich hier angekommen, gibt es keinen zwanghaften Grund mehr etwas zu tun, zu wollen, zu denken oder zu fühlen.

Man findet ab sofort keine Antworten mehr – und zum ersten mal kann man kann sie geben.

Aller Grund ist verloren – zum ersten mal man kann ihn erschaffen.

Alles wird immer aus dem Nichts erschaffen. So wie am Anfang.

Das Nichts ist der Anfang. Und der Anfang ist immer jetzt.

Dieser Anfang ist immer in uns.

Es ist der Anfang in dem Himmel und Erde gemacht wurden.

Diesen Anfang brauchen wir nicht zu suchen - denn er ist immer wir - verstellt durch Dinge wie Gedanken und Gefühle.

Es gibt keinen Sinn, den wir suchen und finden können – es gibt nur einen Sinn, den wir schaffen und geben können.

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